Donnerstag, 14. Februar 2019

Lesestoff

Ein Justiz- und Jugendamts-Krimi
Die unschuldige Mörderin

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Bitterböse und witzig
Wenn ein Jugendamt Akten vertauscht
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Eine Satire mit Anhang

-Ritalin
-Das Schweigen der Suchthelfer (Step gGmbH Hannover)
-Die Frau, die schummelte (Jugendamt Hamburg)
-Die getrennten Geschwister aus Münster
-600 unerforschte Sekten

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Kindesmissbrauch auf Campingplatz/Ermittlungen auch gegen Jugendämter/Merkwürdige Stellungnahme/Marcus Weinberg (CDU): Was ist los?/Die fatale Ideologie der Jugendämter/Keine Ermittlungen?
Jugendämter 2019

Kinder aus Husum klagen an
Heimnachrichten 2019

Fachgespräch über Arzneimittelversuche an Heimkindern
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Teufelin leitet Kinderheim "Rübezahl"
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Hände in Unschuld gewaschen
Jugendämter 2018

Meistens ein Jahr im Heim
Heimnachrichten 2018

Noch ist Polen nicht verloren?
Heimnachrichten 2017

Viersen gewinnt Kinderunwohlpreis vor Wilhelmshaven und Eutin
Jugendämter 2017

Entschädigungen für weitere Heimkinder
Stiftung gegründet

Gefesselt und geknebelt     
Heimnachrichten 2016

Fiktiver Weihnachtsgruß an einen Neunjährigen   
Jugendämter 2016

Forschungsvorhaben vorgestellt
Heimnachrichten 2015

Kind tot-Wer hat versagt?    
Jugendämter 2015

An Staatsanwaltschaft in Erfurt
Betr. Finneck-Stiftung

Haasenburg wird geschlossen
Heimnachrichten 2013

Dernbacher Schwestern: Leidensgeschichte in der "Welt"
Gewalt als System

Werden gern genommen
Fundsachen Gutachter

Impressum

Heinz-Peter Tjaden
Up´n Kampe 6
30938 Burgwedel

heinzpetertjaden02@gmail.com

Telefon 0152/34577775
www.heinzpetertjaden.de


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Heimnachrichten 2019


Kinder- und Jugendförderwerk ist pleite

Vom Chemnitzer Amtsgericht ist ein Insolvenzverfahren gegen das Kinder- und Jugendförderwerk Meerane eröffnet worden. In der Woche vor Weihnachten wurde ein Anwalt aus Chemnitz als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Aus dessen Kanzlei hieß es, das Verfahren befinde sich noch ganz am Anfang. Konkrete Auskünfte zu Schulden und zur Anzahl der Gläubiger konnten noch nicht erteilt werden.
Das Kinder- und Jugendförderwerk, ein gemeinnütziger Verein, war Träger des Meeraner Kinderheims. Dem Jugendamt des Landkreises Zwickau war die bevorstehende Insolvenz des Vereins bekannt. "Aus diesem Grund sind die Mädchen und Jungen des Meeraner Kinderheims anderweitig untergebracht worden", hieß es seitens des Landkreises. Wohin die Kinder aus dem Meeraner Heim verteilt wurden, teilte das Amt nicht mit.
Freie Presse, 4. Januar 2019


72 Millionen für Heimkinder aus Berlin
Die Senatsverwaltung für Jugend hat am Mittwoch eine Bilanz zu den am 31. Dezember geschlossenen Entschädigungsfonds für frühere Heimkinder vorgelegt. Insgesamt 72 Millionen Euro sind demnach  an mehr als 5700 ehemalige Berliner Heimkinder geflossen, die fragwürdige Erziehungsmethoden, Zwang und Gewalt erlitten haben und  in der DDR auch  in gefängnisähnlichen Einrichtungen eingesperrt waren. Im Schnitt wurden pro Person 9800 Euro für materielle Hilfen und 7000 Euro für Rentenersatzleistungen bezahlt. Die Antragsfristen für Fondsleistungen endeten 2014.

Tagesspiegel, 9. Januar 2019

Kinder aus Husum klagen an

Der frühere Leiter einer Einrichtung in Husum soll schwerste Misshandlungen verübt haben – über seinen Anwalt lässt er alle Vorwürfe bestreiten.

Husumer Nachrichten, 13. Februar 2019

Jugendämter 2019

Studie unseriös?

Die Aufregung war groß, als die Hochschule Koblenz im Mai 2018 ihre Jugendämter-Studie vorstellte. Die allgemeinen sozialen Dienste der Jugendbehörden seien überfordert und unterbesetzt, hatten 652 befragte Mitarbeiter aus allen Teilen der Republik den Forschern erklärt. Die Fluktuation unter den Sozialarbeitern und -pädagogen sei hoch; sie könnten sich wegen Büroarbeit sowie wegen fehlender Räume und Dienstwagen nicht ausreichend um das Kindeswohl kümmern. Sozialdezernentin Heike Schumacher und Amtsleiterin Hanna Ahrens hatten dazu auf Nachfrage der Redaktion bereits im Frühjahr erklärt, sie hielten die Studie für unseriös, einen Missstand gebe es nicht. Jetzt bekräftigten sie ihre Einschätzung im Jugendhilfeausschuss des Kreistags.

Osterholzer Kreiszeitung, 3. Januar 2019

P. S. "Die Zwei mit den Wahrnehmungsstörungen" kann man da nur sagen.

In Hamburg bleiben die Kinder am längsten weg

Im Bundesdurchschnitt konnten 41 Prozent der Kinder und Jugendlichen nach einer vorübergehenden Inobhutnahme wieder zu ihren Erziehungsberechtigten zurückkehren. Diese Quote variiert jedoch erheblich: Während in den Stadtstaaten Hamburg (27 Prozent) und Berlin (30 Prozent) nicht einmal ein Drittel der Kinder innerhalb desselben Jahres wieder in ihre Familie zurückkehren konnte, waren es in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern immerhin 46 Prozent.

Welt, 9. Januar 2019

Kleine Anfrage der FDP zu Inobhutnahmen und Antwort der Bundesregierung Hier klicken


Wer kontrolliert die Jugendämter?
Wer kontrolliert eigentlich die Jugendämter, wer die freien Träger und wer die Pflegeeltern? Die Recherchen über den gewaltsamen Tod eines Gelsenkirchener Jungen aus einer Plettenberger Pflegefamilie zeigen: Es gibt Lücken.
Der Tod des Pflegekinds wird von den beteiligten Behörden und Trägern als tragisches Einzelschicksal dargestellt, das nicht zu erwarten gewesen wäre. 
Unsere Recherchen aber zeigen: Dem etablierten System mangelt es an Kontrolle, Aufsicht und Sanktionen – vor allem dann, wenn sich freier Träger und Pflegefamilie sehr nahe stehen. Wir versuchen einige Fragen zu beantworten.

Westfälische Nachrichten, 10. Januar 2019

Strafantrag gegen Jugendamtsmitarbeiterin

Aus der Sicht dieser Eltern will das Jugendamt eine intakte Familie zerstören und folge dem Willen der Großmutter. Die Eltern geben zu, Fehler begangen, aber nie ein Kind misshandelt zu haben. Sie hätten sich Unterstützung geholt, zum Beispiel an Elternkursen und Erste-Hilfe-Kursen für Kleinkinder teilgenommen. Alles das schreiben die Z. in einer umfänglichen Mitteilung an die Presse. Gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamts Mitte haben die Z. bei der Polizei online Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung gestellt.

Berliner Woche, 15. Januar 2019

Pflegefamilien erfunden

Er soll Fälle bei Pflegefamilien erfunden haben, um sich mehr als 700.000 Euro selbst zu überweisen: Wegen Untreue steht ein ehemaliger Mitarbeiter des Jugendamtes im Eifelkreis Bitburg-Prüm seit Donnerstag vor dem Landgericht Trier. Konkret geht es um 238 Fälle aus den Jahren 2013 bis 2018, die die Staatsanwaltschaft dem Mann vorwirft. Weitere rund 250 Fälle ab 2005 sind verjährt. Wenn man diese dazu rechnet, beläuft sich der angerichtete Schaden insgesamt auf mehr als 1,5 Millionen Euro.

RTL, 24. Januar 2019

Betrug leicht gemacht

Durch die Berufsunfähigkeit seiner Frau habe er in einer finanziellen Notsituation gestanden, so der ehemalige Kreisinspektor heute. Seine Familie sei nach einem Hausbau in Luxemburg auf zwei Einkommen angewiesen gewesen. Fast 12 Jahre lang hatte er rund 10.000 Euro monatlich aus den Kassen der Kreisverwaltung genommen. Er habe sich selber gewundert, dass er so lange mit dieser Masche durchkam, so der vierfache Vater vor Gericht.

SWR aktuell, 24. Januar 2019


Millionen kassiert
Bitburg-Prüm ist nicht nur in der Eifel. Vor dem Landgericht in Trier wundert sich gerade ein Jugendamtsmitarbeiter darüber, dass er unbehelligt in zwölf Jahren 1,5 Millionen Euro beiseite schaffen konnte. Er erfand Pflegefamilien, die Überweisungen genehmigte sein Vorgesetzter. Auch in Hamburg geschah ähnliches, in Nordrhein-Westfalen ebenfalls. Immer mehr Fälle werden bekannt. Wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand.
Hier weiterlesen 26. Januar 2019

Kindesmissbrauch auf Campingplatz: Ermittlungen auch gegen Jugendämter

Drei Männer sollen im nordrhein-westfälischen Lügde nahe Bad Pyrmont mindestens 23 Kinder im Alter zwischen vier und 13 Jahren über mehrere Jahre schwer sexuell missbraucht haben. Haupttatort war laut Polizei und Staatsanwaltschaft ein Campingplatz, auf dem der 56-jährige Hauptverdächtige als Dauercamper lebte. Vermutlich mehr als 1.000-mal sollen sich die mutmaßlichen Täter an Kindern vergangen haben. Darunter sind auch Opfer aus Niedersachsen. Die Männer - neben dem 56-jährigen Dauercamper ein 48-Jähriger aus Stade und ein 33-Jähriger aus Steinheim - wurden festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft. Die Polizei hat eine eigene Ermittlungskommission eingerichtet: die "EK Camping".

Die Ermittlungen richten sich aber auch gegen Mitarbeiter der Jugendämter in Hameln-Pyrmont und im nordrhein-westfälischen Landkreis Lippe. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht der Fürsorgeverletzung. Eines der Opfer ist demnach die heute achtjährige Pflegetochter des 56-jährigen Hauptverdächtigen. Die leibliche Mutter stammt aus Hameln, das dortige Jugendamt hatte nach Bitten der Mutter genehmigt, dass der Mann Pflegevater des Kindes wurde.

NDR, 30. Januar 2019



Gut versorgt wichtiger als sexuell missbraucht
Saskia F. ist nicht in NRW beschäftigt, sie hat von den Fällen aus den Medien erfahren. Sie selbst arbeitet seit fast sieben Jahren im Jugendamt. So seltsam sie das Vorgehen ihrer Kollegen aus Lippe findet, so wichtig ist ihr auch klarzustellen, dass die Mitarbeiter in solchen Verdachtsfällen vor einer Mammutaufgabe stehen. Für das Jugendamt ist ihrer Aussage nach wichtiger, ob die Kinder grundsätzlich gut versorgt sind, also ob sie einen eigenen Schlafplatz, genügend zu essen, angemessene Kleidung und Ähnliches haben. Das war laut Jugendamt Lippe gegeben. Weniger stark ins Gewicht fällt überraschenderweise, wenn der – vielleicht zunächst unbestätigte – Verdacht sexueller Übergriffe im Raum steht.
Lippische Zeitung, 2. Februar 2019


Manchmal desaströs
"Ich frage mich, was in Deutschland schief läuft, wenn zwei Jugendämter einem Mann, dessen Wohnverhältnisse schon an sich nicht kindeswohlgerecht sind, anscheinend die Pflegschaft eines kleinen Mädchens überlassen, während an anderen Orten die Jugendämter schon bei sehr viel geringeren Anlässen und teilweise zu früh die Kinder aus Familien nehmen? Die Praxis der Jugendämter ist höchst unterschiedlich und ist an manchen Orten in Deutschland desaströs. Den konkreten Fall gilt es jetzt genau aufzuklären. Aber grundsätzlich dürfen Kommunen nicht bei ihren Jugendämtern am Personal, an dessen Weiterbildung, an ausreichend Zeit für den Einzelfall, an der Setzung von Standards und Qualitätssicherung sparen. Sie müssen der wichtigen Aufgabe der Jugendämter mehr Priorität einräumen. Ansonsten ist am Ende eine Kinderseele zerstört, es wird den Entscheidern im Jugendamt große Schuld aufgeladen und der Glaube der Bürgerinnen und Bürger in den Staat wird ausgehöhlt.“
Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Die fatale Ideologie der Jugendämter

Man darf sich nicht vorstellen, wie weh ihnen das tat, wie sie weinten, wie viel Angst sie hatten, welchen Ekel sie empfanden, wie verlassen sie sich fühlten. Was man sich aber vorstellen muss, das sind die Zustände in der deutschen Jugendhilfe. Sie ist durchdrungen von Ideologie, sie pocht auf eine „Fachlichkeit“, die oft im Widerspruch zu jeder Vernunft steht.

Die Welt, 6. Februar 2019

Keine Ermittlungen?

Im Fall des mutmaßlichen massenhaften sexuellen Missbrauchs von Kindern in Lügde (Nordrhein-Westfalen) gibt es Verwirrung um die Ermittlungen gegen die zwei zuständigen Jugendämter. Die Generalstaatsanwältin sieht offenbar keinen Grund, weiter zu ermitteln. Nach Informationen des WDR heißt es in einem Schreiben an NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) vom 5. Februar: "Nach meiner Bewertung rechtfertigt der berichtete Sachstand nicht die Aufnahme des Anfangsverdachts strafrechtlich relevanten Verhaltens gegen Beamte der Kreispolizeibehörde Lippe und Mitarbeiter der Jugendämter der Kreise Hameln und Bad Pyrmont. Ich habe den leitenden Oberstaatsanwalt in Detmold daher um Überprüfung der Einleitung entsprechender Ermittlungsverfahren und zeitnahe Berichterstattung über das Ergebnis gebeten."

NDR, 14. Februar 2019