Fast 200 Kilometer für die Bamberger Erklärung
Hier kommt man weiter
Was geschieht hinter den Mauern von Kinderheimen, welche Rolle spielen Jugendämter, wirtschaftliche Interessen, die Justiz und Gutachter, was tun Anwälte?
Freitag, 22. Oktober 2010
Mittwoch, 25. August 2010
Kein Kinderhaus?
25. August 2010
Auch ehemalige Heimkinder machen mobil gegen Heimkinder
Sogar ein Verein, der von ehemaligen Heimkindern gebildet wird, macht mobil gegen eine neue Bleibe für Heimkinder. Sitz dieses Verbandes ist Mönchengladbach. Geschildert wird auf den Seiten dieses Vereins das Schicksal von Kindern, die in den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen misshandelt und missbraucht worden sind.
Das bekam kaum jemand mit, weil Heimkinder am Rand der Geellschaft lebten und auch dort bleiben sollten. Für immer und ewig. Bis der Bundestag einen Runden Tisch gebildet hat, der dieses Thema öffentlich macht. Viele Sitzungen haben schon stattgefunden - alles für die Katz´? Ehemalige Heimkinder bilden eine Front gegen Heimkinder von heute?
Einfluss nehmen kann dieser Verein allerdings nicht, nur eine schäbige Nebenrolle spielen ist möglich. Denn: Das neue Kinderhaus soll im Dezember in Bonn-Medinghoven von neun Drei- bis Zwölfjährigen bezogen werden. Dann käme Leben in einen Bungalow am Kannheideweg.
Das aber will ein Nachbar nicht. Der hat zwei Kinder. Seit Juli 2010 protestiert der auch im Internet gegen dieses Vorhaben. 200 Verbündete will er finden, möglicherweise sogar klagen. Die evangelische Jugendhilfe Godesheim kann sich den Mund fusselig reden, das Jugend- und das Bauamt auch. Der Nachbar bleibt dabei: Dies hier ist ein Paradies, mit einem Kinderhaus würden wir aus diesem Paradies vertrieben werden.
Und wo sollen die Drei- bis Zwölfjährigen bleiben, deren altes Haus zu klein geworden ist? Ist ihm egal, sagt dieser Nachbar laut "Generalanzeiger" vom 15. Juli 2010. Jenem Verein aus Mönchengladbach scheint das ebenfalls gleichgültig zu sein. Genutzt wird jedes mögliche Vorurteil. Von beiden Seiten - dass ehemalige Heimkinder dieses Spiel mitmachen, das ist unglaublich.
Auch ehemalige Heimkinder machen mobil gegen Heimkinder
Sogar ein Verein, der von ehemaligen Heimkindern gebildet wird, macht mobil gegen eine neue Bleibe für Heimkinder. Sitz dieses Verbandes ist Mönchengladbach. Geschildert wird auf den Seiten dieses Vereins das Schicksal von Kindern, die in den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen misshandelt und missbraucht worden sind.
Das bekam kaum jemand mit, weil Heimkinder am Rand der Geellschaft lebten und auch dort bleiben sollten. Für immer und ewig. Bis der Bundestag einen Runden Tisch gebildet hat, der dieses Thema öffentlich macht. Viele Sitzungen haben schon stattgefunden - alles für die Katz´? Ehemalige Heimkinder bilden eine Front gegen Heimkinder von heute?
Einfluss nehmen kann dieser Verein allerdings nicht, nur eine schäbige Nebenrolle spielen ist möglich. Denn: Das neue Kinderhaus soll im Dezember in Bonn-Medinghoven von neun Drei- bis Zwölfjährigen bezogen werden. Dann käme Leben in einen Bungalow am Kannheideweg.
Das aber will ein Nachbar nicht. Der hat zwei Kinder. Seit Juli 2010 protestiert der auch im Internet gegen dieses Vorhaben. 200 Verbündete will er finden, möglicherweise sogar klagen. Die evangelische Jugendhilfe Godesheim kann sich den Mund fusselig reden, das Jugend- und das Bauamt auch. Der Nachbar bleibt dabei: Dies hier ist ein Paradies, mit einem Kinderhaus würden wir aus diesem Paradies vertrieben werden.
Und wo sollen die Drei- bis Zwölfjährigen bleiben, deren altes Haus zu klein geworden ist? Ist ihm egal, sagt dieser Nachbar laut "Generalanzeiger" vom 15. Juli 2010. Jenem Verein aus Mönchengladbach scheint das ebenfalls gleichgültig zu sein. Genutzt wird jedes mögliche Vorurteil. Von beiden Seiten - dass ehemalige Heimkinder dieses Spiel mitmachen, das ist unglaublich.
Dienstag, 8. Juni 2010
Wo ist Kalli?
8. Juni 2010
Eine verzweifelte Mutter sucht ihren Sohn
Er ist schon zweimal zu seiner Mutter geflüchtet, zurzeit soll Karlheinz "Kalli" S. in Eckernförde sein. Wird ein 17-Jähriger das Opfer eines Scheidungskrieges und von Behördenwillkür?
"Kallis" Mutter schildert die Ereignisse der vergangenen Jahre so: 2001 lässt sie sich von ihrem gewalttätigen Ehemann scheiden. Der droht schon vorher: "Wenn du dich von mir scheiden lässt, werde ich dafür sorgen, dass du deinen Sohn nicht mehr siehst." 2002 wird "Kallis" Mutter mit Hilfe falscher Zeugen das Sorgerecht entzogen.
Der Junge lebt in Franken, fühlt sich dort nicht wohl, will zu seiner Mutter. Das sagt er auch vor Gericht. Doch der Vater verhindert den Umgang. "Kalli" reißt am 10. Mai 2008 aus, der Junge sucht bei seiner Mutter in Berlin Unterschlupf. Darauf reagiert das Jugendamt mit der Aufforderung: "Nach den Ferien schicken Sie Ihren Jungen zum Jugendnotdienst, sonst bricht die Polizei Ihre Wohnung auf."
Margot S. fügt sich, für "Kalli" beginnt eine Heimkarriere mit negativen Erfahrungen. Wieder nimmt der Junge Reißaus, versteckt sich acht Wochen lang bei seiner Mutter. Dann kommen Polizei und Vormünderin. "Kalli" wird am 11. März 2009 gegen 19.40 Uhr aus der Wohnung geholt, er schreit: "Ich will bei meiner Mutter bleiben."
Seine Spur verliert sich an der Ostsee. Das Jugendamt begründet die Trennung von Mutter und Kind auf diese Weise: "Von einen Umgang wird abgeraten, um die positive Entwicklung von Karlheinz nicht zu gefährden." Dazu Margot S.: "Darunter verstehen die wohl, dass der Wille meines Jungen gebrochen werden soll."
Eine verzweifelte Mutter sucht ihren Sohn
Er ist schon zweimal zu seiner Mutter geflüchtet, zurzeit soll Karlheinz "Kalli" S. in Eckernförde sein. Wird ein 17-Jähriger das Opfer eines Scheidungskrieges und von Behördenwillkür?
"Kallis" Mutter schildert die Ereignisse der vergangenen Jahre so: 2001 lässt sie sich von ihrem gewalttätigen Ehemann scheiden. Der droht schon vorher: "Wenn du dich von mir scheiden lässt, werde ich dafür sorgen, dass du deinen Sohn nicht mehr siehst." 2002 wird "Kallis" Mutter mit Hilfe falscher Zeugen das Sorgerecht entzogen.
Der Junge lebt in Franken, fühlt sich dort nicht wohl, will zu seiner Mutter. Das sagt er auch vor Gericht. Doch der Vater verhindert den Umgang. "Kalli" reißt am 10. Mai 2008 aus, der Junge sucht bei seiner Mutter in Berlin Unterschlupf. Darauf reagiert das Jugendamt mit der Aufforderung: "Nach den Ferien schicken Sie Ihren Jungen zum Jugendnotdienst, sonst bricht die Polizei Ihre Wohnung auf."
Margot S. fügt sich, für "Kalli" beginnt eine Heimkarriere mit negativen Erfahrungen. Wieder nimmt der Junge Reißaus, versteckt sich acht Wochen lang bei seiner Mutter. Dann kommen Polizei und Vormünderin. "Kalli" wird am 11. März 2009 gegen 19.40 Uhr aus der Wohnung geholt, er schreit: "Ich will bei meiner Mutter bleiben."
Seine Spur verliert sich an der Ostsee. Das Jugendamt begründet die Trennung von Mutter und Kind auf diese Weise: "Von einen Umgang wird abgeraten, um die positive Entwicklung von Karlheinz nicht zu gefährden." Dazu Margot S.: "Darunter verstehen die wohl, dass der Wille meines Jungen gebrochen werden soll."
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