Dienstag, 15. Januar 2019

Jugendämter 2019

Studie unseriös?

Die Aufregung war groß, als die Hochschule Koblenz im Mai 2018 ihre Jugendämter-Studie vorstellte. Die allgemeinen sozialen Dienste der Jugendbehörden seien überfordert und unterbesetzt, hatten 652 befragte Mitarbeiter aus allen Teilen der Republik den Forschern erklärt. Die Fluktuation unter den Sozialarbeitern und -pädagogen sei hoch; sie könnten sich wegen Büroarbeit sowie wegen fehlender Räume und Dienstwagen nicht ausreichend um das Kindeswohl kümmern. Sozialdezernentin Heike Schumacher und Amtsleiterin Hanna Ahrens hatten dazu auf Nachfrage der Redaktion bereits im Frühjahr erklärt, sie hielten die Studie für unseriös, einen Missstand gebe es nicht. Jetzt bekräftigten sie ihre Einschätzung im Jugendhilfeausschuss des Kreistags.

Osterholzer Kreiszeitung, 3. Januar 2019

P. S. "Die Zwei mit den Wahrnehmungsstörungen" kann man da nur sagen.

In Hamburg bleiben die Kinder am längsten weg

Im Bundesdurchschnitt konnten 41 Prozent der Kinder und Jugendlichen nach einer vorübergehenden Inobhutnahme wieder zu ihren Erziehungsberechtigten zurückkehren. Diese Quote variiert jedoch erheblich: Während in den Stadtstaaten Hamburg (27 Prozent) und Berlin (30 Prozent) nicht einmal ein Drittel der Kinder innerhalb desselben Jahres wieder in ihre Familie zurückkehren konnte, waren es in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern immerhin 46 Prozent.

Welt, 9. Januar 2019

Kleine Anfrage der FDP zu Inobhutnahmen und Antwort der Bundesregierung Hier klicken


Wer kontrolliert die Jugendämter?
Wer kontrolliert eigentlich die Jugendämter, wer die freien Träger und wer die Pflegeeltern? Die Recherchen über den gewaltsamen Tod eines Gelsenkirchener Jungen aus einer Plettenberger Pflegefamilie zeigen: Es gibt Lücken.
Der Tod des Pflegekinds wird von den beteiligten Behörden und Trägern als tragisches Einzelschicksal dargestellt, das nicht zu erwarten gewesen wäre. 
Unsere Recherchen aber zeigen: Dem etablierten System mangelt es an Kontrolle, Aufsicht und Sanktionen – vor allem dann, wenn sich freier Träger und Pflegefamilie sehr nahe stehen. Wir versuchen einige Fragen zu beantworten.

Westfälische Nachrichten, 10. Januar 2019

Strafantrag gegen Jugendamtsmitarbeiterin

Aus der Sicht dieser Eltern will das Jugendamt eine intakte Familie zerstören und folge dem Willen der Großmutter. Die Eltern geben zu, Fehler begangen, aber nie ein Kind misshandelt zu haben. Sie hätten sich Unterstützung geholt, zum Beispiel an Elternkursen und Erste-Hilfe-Kursen für Kleinkinder teilgenommen. Alles das schreiben die Z. in einer umfänglichen Mitteilung an die Presse. Gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamts Mitte haben die Z. bei der Polizei online Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung gestellt.

Berliner Woche, 15. Januar 2019 

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