Samstag, 17. August 2019

Jugendämter 2019 (II)

Keine Fragen zu den Taten
Im Prozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz bei Lügde sollen heute (12.00 Uhr) Kinder als Zeugen aussagen.
Nachdem am Donnerstag zum Auftakt vor dem Landgericht in Detmold alle Angeklagten Geständnisse abgelegt hatten, sollen die Opfer nach Aussage ihrer Anwälte aber nicht zu den Taten befragt werden. Es gehe mehr darum, dass das Gericht sich ein Bild machen wolle, wie es ihnen heute gehe.
Merkur, 28. Juni 2019

Mutter im Hungerstreik
Sie will ihre Tochter wiedersehen. Parisa Jaghubian ist am Montagnachmittag vor dem Amtsgericht in Jever in den Hungerstreik getreten. Laut Medienberichten wolle sie so auf ihre familiäre Situation aufmerksam machen.
Denn die minderjährige Tochter der gebürtigen Iranerin Parisa Jaghubian befindet sich in der Obhut des Jugendamtes.
Wilhelmshavener Zeitung, 11. Juli 2019

Schutz vor sexualisierter Gewalt

NRW-Familienminister Stamp nimmt nach den Behördenfehlern im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs von Lügde die Kommunen in die Pflicht. Wie er im WB sagt, müsste es in den Jugendämtern speziell geschulte Mitarbeiter für Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder geben. Manche Kommunen stünden da noch auf der Bremse, so der Minister. Stamp will, dass diese Experten künftig bei jeder Pflegeentscheidung hinzugezogen werden sollen. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt müsse zusätzlich zum allgemeinen Schutz des Kindeswohls geprüft werden.

Radio Bielefeld, 22. Juli 2019

Das Erinnerungsvermögen
Die Stadt Wilhelmshaven überprüft wegen meiner Dienstaufsichtsbeschwerde die Vorgänge rund um die Durchsuchung meiner Wohnung im Auftrag des Wilhelmshavener Jugendamtes aufgrund der Unterlagen des Jugendamtes und kann im Juli 2013 nicht mehr feststellen, was warum geschehen ist?
Da ich über den Fall im Internet berichte, stellen die beiden Polizeibeamten, die sich bei der Wohnungsdurchsuchung falsche Namen gegeben haben, gegen mich Strafantrag und scheitern damit in zweiter Instanz. Doch einer der beiden Polizisten verklagt mich auch privat.
Hier weiterlesen 27. Juli 2019

Jugendämter zocken Heim- und Pflegekinder ab

Jugendliche, die im Heim oder in einer Pflegefamilie leben, müssen bis zu drei Viertel ihres Einkommens an das Jugendamt abgeben. Viele Betroffene finden das unfair, kommen finanziell kaum auf die Beine. Und Kritiker sagen: Es entmutigt die jungen Berufstätigen, arbeiten zu gehen.

Deutschlandfunk, 4. August 2019

Erstmals Anstieg

Mehr Verdachtsfälle von Kindesmisshandlung haben die Jugendämter im vergangenen Jahr beschäftigt. Die Zahl der sogenannten Inobhutnahmen aus diesem Grund stieg um ein Viertel auf mehr als 6150, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Erstmals seit Einführung der Statistik im Jahr 1995 seien Anzeichen für körperliche oder psychische Misshandlung mit 8,3 Prozent die dritthäufigste Ursache für das Einschreiten der Behörden gewesen.

Deutsche Presseagentur, 16. August 2019  

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