Samstag, 1. Januar 2011

Jugendämter









27. März 2008
Ehemalige Familienministerin über Jugendämter

Ins Netz gestellt bei YouTube








1. Januar 2011
Schutzauftrag eindeutiger formuliert

Mit der Ergänzung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes wurde der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung für Jugendamt und freie Träger eindeutiger formuliert. Das Jugendamt muss nun bei Vorliegen „gewichtiger Anhaltspunkte“ das Gefährdungsrisiko mit weiteren Fachkräften abschätzen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Träger und Einrichtungen wie Kindertagesstätten sichern über Vereinbarungen zu, diesen Schutzauftrag wahrzunehmen.


Wormser Zeitung, 29. Dezember 2010


28. Dezember 2010
Zehnjährige in Obhut genommen

In Ulm wurde eine Zehnjährige vom Jugendamt in Obhut genommen. Es bestehe der Verdacht auf Misshandlung. Vor einem Jahr verlor der Bruder bereits einen Arm.

Augsburger Allgemeine, 28. Dezember 2010

26. Dezember 2010
So lügen Jugendämter

Einbruch inbegriffen

23. Dezember 2010
Faxe nach Münster

Ein Jugendamts-Mitarbeiter versinkt in einer Papierflut wegen einer bundesweiten Aktion.

Hier lesen

20. Dezember 2010
Warum schaut der zu?

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr ich mir wünsche, dass SIE Oberbürgermeister werden. Sie wären der erste Oberbürgermeister, der sich mit dem Jugendamt anlegt.

Kennen sie Pia Lehmann? Der wurde gejagt, in einem Kofferraum von der Polizei gefunden, er schrie wie am Spieß, wehrte sich mit Händen und Füßen. Er wollte bei seiner Mutter bleiben. Der Junge hat nie etwas verbrochen, ist gläubig und wurde der Mutter entzogen, weil angeblich eine hochpathologische Bindung zwischen Mutter und Kind besteht.

Der Oberbürgermeister hat dabei tatenlos zugesehen, wie die Polizei ihn mit Handschellen über den Boden schleifte. Er schüttelte zwar mit dem Kopf, aber das hat dem Jungen auch nicht für viel geholfen. Man steckte ihn wegen seiner Aufsässigkeit in die Psychiatrie für Erwachsenen, wo man attestierte, dass er ein völlig normaler Junge sei, der zu seiner Mutter wolle. Die Bevölkerung und die Mutter haben das Jugendamt so lange unter Druck gesetzt, bis sie nachgeben mussten.

Was ist bloß in Deutschland los? Warum werden Familien gejagt?

Tjaden für Wilhelmshaven, 20. Dezember 2010

5. Dezember 2010
Vorwürfe gegen Kölner Jugendamt

Der Prozess um den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Kindes durch seinen Stiefvater beschäftigt auch das Jugendamt der Stadt. „Ein entsetzlicher Fall“, so Schul- und Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein mit Blick auf das Verfahren vor dem Landgericht. Möglicherweise geht es auch um Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter des städtischen Jugendamtes.

Kölnische Rundschau, 2. Dezember 2010

3. Dezember 2010
Virginia und das Jugendamt

1897 hat die kleine Virginia aus New York an die "SUN" geschrieben.

Und heute?

30. November 2010
Rauswurf-Stadt Münster

Wenn ein Patenonkel und Beistand immer wieder rausgeworfen wird, entsteht irgendwann eine Bildergeschichte.

Und zwar hier

18. November 2010
EU-Justizkommissarin droht Deutschland

Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding ist sauer auf Deutschland. Seit drei Jahren gebe es die Hotline 116 000 für vermisste Kinder, aber im Kristina-Schröder-Land sei diese Notfallnummer immer noch nicht frei geschaltet worden. Bleibe das so, werde sie gesetzliche Verpflichtungen auf EU-Ebene in die Wege leiten. Schließlich sei das Verschwinden eines Kindes - so Viviane Reding - immer eine Tragödie.

Allerdings birgt die Einrichtung der Hotline 116 000 in Deutschland Gefahren, da sie auch von Eltern gewählt werden könnte, die ihre Kinder vermissen, weil sie unter den Fittichen eines Jugendamtes verschwunden sind. Behördenflügel können schwer werden wie Blei - und bleiern vergeht die Zeit.

Wenn man es dann noch - wie aktuell in Münster - mit einem Jugendamtsmitarbeiter und einem juristischen Vertreter der Stadt zu tun bekommt, die auf der Zeitschiene erfundene und tatsächliche Ereignisse durcheinander würfeln, stirbt der Vogel.

Da beklagt sich doch ein im Oktober 2010 nachweislich Urlaub machender Jugendamtsmitarbeiter darüber, eine Mutter habe in dieser Zeit den Kontakt zu ihr abgebrochen. Hätte sie ihm hinterher reisen sollen? Nein, sie hat mit einer Kollegin des Urlaub machenden Mitarbeiters gesprochen.

Diese Mutter wartet derweil auf ein mündliches Verfahren vor dem Oberlandesgericht in Hamm, das am 23. November 2010 stattfinden soll. Von dem Vorwurf, sie habe den Kontakt mit jenem Jugendamtsmitarbeiter abgebrochen, erfährt sie am 17. November 2010, also sechs Tage vor dem Gerichtstermin. Der Rechtsbeistand hat deswegen umgehend die Einstellung des Verfahrens beantragt, weil eine angemessene Verteidigung (Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention) kaum noch möglich sei. Somit sei auch ein faires Verfahren fraglich.

Diesen Rechtsbeistand hat sich jetzt ein juristischer Vertreter der Stadt Münster vorgeknöpft. Der schreibt an das Verwaltungsgericht in Münster, dieser Rechtsbeistand habe für eine "Eskalation der Situation" gesorgt: "Er strebt eine Vielzahl von Verfahren an. Aktuell liegen drei Verfahren neu zur Entscheidung beim Familiengericht Münster."

Mit dem Fall betraut ist dieser Rechtsbeistand seit Ende September 2010. Zu jener Zeit gab es bereits einen Familiengerichtstermin für den 29. November 2010. Ursprünglicher Termin war der 11. Oktober 2010. Für diesen Termin stellte jener Rechtsbeistand am 4. Oktober 2010 einen Eilantrag.

Außerdem bat der juristische Vertreter der Stadt Münster das Verwaltungsgericht von Münster um Aufschub. Die Akten könne er erst Anfang Dezember 2010 übersenden. Diesen Zeitaufschub hat der Rechtsbeistand der Mutter umgehend für sinnlos erklärt. Begründung: "Das Jugendamt von Münster benötigt keine Akten für die Geschichten, die von diesem Jugendamt erzählt werden."

Die inzwischen fast eineinhalbjährige Tochter ist seit dem 24. September 2009 nicht mehr bei der Mutter, der inzwischen dreijährige Sohn seit über einem halben Jahr. Doch bis heute hat das Jugendamt von Münster dafür keinen rechtskräftigen Gerichtsbeschluss.

Trotzdem sucht das Jugendamt von Münster auch schon emsig nach einer Pflegefamilie für die fast Eineinhalbjährige. Begründet wird das mit der Ablehnung eines Verfahrenskostenhilfeantrages der Mutter vom 17. August 2010 für das Verfahren vor dem Oberlandesgericht Hamm. Eine solche Ablehnung stellt zwar immer einen Wink mit dem Zaunpfahl dar, ersetzt aber keinesfalls einen Gerichtsbeschluss in der Hauptsache.

Schließlich wird am 23. November 2010 auch ein Vertreter des Jugendamtes in Hamm erscheinen müssen. Der Pflegefamilien-Sucher wird wohl kaum kommen, der stellvertretende Jugendamts-Leiter hat bereits sein Kommen signalisiert. Er wolle die Sache in Ruhe besprechen, sagt er. Mit solchen Vorgaben? Auf der Basis von Tatsachenverdrehungen eines Mitarbeiters?

Die Richter, die der Mutter keine Verfahrenskostenhilfe gewährt haben, sind inzwischen von dem Rechtsbeistand der Mutter wegen Befangenheit abgelehnt worden. Über diesen Antrag ist noch nicht entschieden worden. Was aber an der Munterkeit des Jugendamtes von Münster nichts ändert? Pflegefamilie suchen ist ja nie weg?

Mit welcher Dreistigkeit Jugendamt und juristischer Vertreter der Stadt Münster mittlerweile Wirklichkeit und Fiktion vermischen, wäre für jeden Vogel eine tödliche Mischung. Dass dieser Vogel stirbt, weiß auch der Oberbürgermeister von Münster. Der rührt sich aber nicht. Und da wundert sich die EU-Justizkommissarin Viviane Reding darüber, dass Deutschland die Hotline 116 000 nicht frei schaltet? Kinderfreundliches Behörden-Verhalten in diesem Land ist doch nicht erst seit gestern nur auf EU-Ebene durchzusetzen. Durch zu drücken wäre wohl treffender.

Inzwischen freut man sich doch schon über jede Ausnahme...So sieht er aus: der Ausnahme-Zustand im Kristina-Schröder-Land...

4. November 2010
Nach Babymord: Ja-Mitarbeiterin vor Gericht

Die Eltern der zu Tode gequälten Siri aus Wetzlar sind schon verurteilt, vor Gericht geht es nun um die Rolle des Jugendamts: Eine Mitarbeiterin soll die Verletzungen des Babys ignoriert haben. Zeugen bestätigen jedoch das Bild einer nach außen hin heilen Familie.

Süddeutsche Zeitung, 28. Oktober 2010

2. November 2010
Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ja-Mitarbeiter

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen einen Mitarbeiter des Jugendamtes. Dem Jugendamtsmitarbeiter wird vorgeworfen, als Amtsvormund von drei Waisenkinder 13.000 Euro unterschlagen zu haben. Der betreffende Jugendamtsmitarbeiter wurde von Dienst suspendiert.

shortnews, 2. November 2010

2. November 2010
Ja-Mitarbeiter klaut über 460 000 Euro

463.090 Euro in 67 Raten hatte der Sachbearbeiter im Jugendamt von April 2005 bis zu seiner Festnahme in diesem Frühjahr abgezweigt. Seine Methode: Er legte im Computersystem einen Jugendhilfefall an, tippte Rechnungssummen ein, bestätigte das mit seiner Unterschrift und gab es zur Zahlungsstelle.

SHZ, 29. Oktober 2010

28. Oktober 2010
Deutsche Jugendämter: Staat im Staate

Man hat´s verhindern wollen nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus: Militär als Staat im Staate. Soldaten sollten "Bürger in Uniform" sein. Man hat´s nicht verhindert: Jugendämter als Staat im  Staate. Die Mitarbeiter sind keine "Bürger ohne Uniform".

Und so gibt es in einigen Rathäusern einen weißen Fleck im Rechtsstaat, den nicht einmal Oberbürgermeister und Bürgermeister beseitigen können. Munter werden in solchen Amtszimmern Familien zerstört, Beziehungen zertrümmert, Kinder von ihren Eltern getrennt. Jede Trennung gilt als Erfolgsmeldung, je länger eine Trennung dauert, desto erfolgreicher wähnen sich solche Jugendämter.

Dieser Wahnsinn hat auch noch Methode. Die Trennung wird zur Begründung für eine Trennung. Die Uhr läuft gegen Mütter und Väter. In einer westfälischen Stadt sogar ohne Uhr. Die tickt so: Ein nicht verheiratetes Paar bekommt zwei Kinder, Sohnemann landet beim Kindesvater, die Tochter bei einer Bereitschaftspflegemutter. Das Jugendamt sucht für den Kindesvater eine Wohnung, der Anwalt des Kindesvaters stellt in Absprache mit dem Jugendamt einen Antrag, dass der Junge beim Vater bleiben darf. Geschehen im Juni 2010. Behauptet wird, dass die Distanz zwischen Kindesmutter und Kindesvater inzwischen groß ist. Der Kindesvater erklärt sich damit einverstanden, dass für die Tochter eine Dauerpflegefamilie gesucht wird.

Das Jugendamt ist außer sich vor Begeisterung. Dieser Mann macht alles, was die Behörde will. Nur eins tut er nicht: Er bricht den Kontakt zur Kindesmutter nicht ab, besucht sie immer häufiger. Sagt, dass er Angst vor dem Jugendamt habe. Fragt sich: Was machen die, wenn ich dafür bin, dass beide Kinder wieder zur Mutter kommen? Sind dann beide Kinder futsch?

Da kann man diesem Jugendamt doch nur gratulieren:  Angst machen für das Kindeswohl. Könnte aber strafbar sein. Inzwischen läuft gegen diese Behörde ein Ermittlungsverfahren nach § 235 StGB.

Dieser Paragraph lautet:

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer


1. eine Person unter achtzehn Jahren mit Gewalt, durch Drohung mit einem empfindlichen Übel oder durch List oder

2. ein Kind, ohne dessen Angehöriger zu sein,

den Eltern, einem Elternteil, dem Vormund oder dem Pfleger entzieht oder vorenthält.

(2) Ebenso wird bestraft, wer ein Kind den Eltern, einem Elternteil, dem Vormund oder dem Pfleger

1. entzieht, um es in das Ausland zu verbringen, oder

2. im Ausland vorenthält, nachdem es dorthin verbracht worden ist oder es sich dorthin begeben hat.

(3) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 und des Absatzes 2 Nr. 1 ist der Versuch strafbar.

(4) Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter

1. das Opfer durch die Tat in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt oder

2. die Tat gegen Entgelt oder in der Absicht begeht, sich oder einen Dritten zu bereichern.

(5) Verursacht der Täter durch die Tat den Tod des Opfers, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.

(6) In minder schweren Fällen des Absatzes 4 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 5 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.

(7) Die Entziehung Minderjähriger wird in den Fällen der Absätze 1 bis 3 nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

Die Vorgangsnummer für dieses Verfahren lautet 2010102600010003.

27. Oktober 2010
Ehemalige JA-Mitarbeiterinnen verurteilt

Bereits am gestrigen ersten Verhandlungstag hat das Amtsgericht Neuruppin Dörte K. und Roswitha R., zwei ehemalige Mitarbeiterinnen des Kreisjugendamtes, zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt. Möglich wurde dies durch ein sogenanntes Rechtsgespräch zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht. Dörte K. (42) und Roswitha R. (52) räumten ein, dass sie zwischen 2004 und 2007 zu Unrecht Zuschüsse für Projekte für zwei Vereine kassiert haben, in denen sie Mitglied waren.

Märkische Allgemeine, 27. Oktober 2010

24. Oktober 2010
Auflagen erfüllt - Kind weg

Vor wenigen Tagen ist Kirsten L.* Mutter geworden. Zum achten Mal. Schon vor der Geburt wurde ihr das Sorgerecht für Niklas* entzogen. Auch die übrigen sieben Kinder leben nicht bei ihr und ihrem Mann. Das Jugendamt sieht das Kindeswohl gefährdet.

Braunschweiger Zeitung, 15. Oktober 2010

18. Oktober 2010
Jugendämter haben Angst

Weil sie aufgrund von Medienberichten über vernachlässigte Kinder Angst vor eigenen Fehlern hatten, haben die Mitarbeiter des Jugendamtes im zweiten Halbjahr 2009 häufiger stationäre Unterbringungen anstelle ambulanter Familienbetreuungen veranlasst als zuvor. Das sagte Sozialdezernentin Elona Müller am Dienstag auf einer Tagung der Fachstelle Kinderschutz.

Märkische Allgemeine, 30. September 2010

1. Oktober 2010
Empathie - Empathaa - oder: Kindeswohl in Münster

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29. Mai 2010
Kampf um die Tochter

Frühlingssonne taucht die Mariendorfer Vorstadtgärten in zartes Grün. Auf den Grundstücken spielen Kinder. Die Hektik der Berliner City scheint weit entfernt. Im kleinen Einfamilienhaus von Viola Fechner ist der Frühstückstisch gedeckt. Doch die Idylle trügt. Seit zwei Jahren kämpft Viola Fechner um die Rückkehr ihrer Tochter in die Familie. Im April 2008 nahm das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg die damals 15-jährige Tochter von Viola Fechner in Obhut.

Märkische Allgemeine, 29. Mai 2010

1. Mai 2010
Grundlos in ein Heim gesteckt

In einem Fall, der monatelang für Schlagzeilen gesorgt hatte, hat das Jugendamt Erlangen vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof nun eine heftige Niederlage einstecken müssen: Im Umgang mit einer 15-jährigen »Schulverweigerin« hätten die Mitarbeiter zum Teil ratlos agiert, nur dürftige Argumente für ihre Einweisung in ein Heim gehabt und sich auf Vermutungen statt Fakten gestützt.

Nürnberger Nachrichten, 29. April 2010

7. April 2010
Lea: Jugendamt räumt Fehler ein

Im Fall des Hungertodes der zweijährigen Lea haben die Behörden eigene Fehler eingestanden. Es sei ein Versäumnis gewesen, dass Mitarbeiter des Jugendamtes vor einem halben Jahr trotz des Hinweises einer Nachbarin auf einen Hausbesuch verzichtet hätten, sagte Amtsleiter Albert Müller auf einer Pressekonferenz in Tirschenreuth: "Ich wünschte mir, man könnte die Zeit zurückdrehen." Regierungsdirektor Alfred Meyer kündigte an, interne Verstöße von Mitarbeitern des Jugendamtes zu überprüfen.25. März 2010

Süddeutsche Zeitung, 2. April 2010

17. März 2010
In die Hände spucken

Jetzt wird in die Hände gespuckt: Tipps für Jugendämter.

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26. Februar 2010
Gebt uns unsere Kinder wieder

Ungewöhnliche Demo gestern in der Oldenburger City. Verzweifelte Mütter und Väter versammelten sich vor dem Jugendamt, riefen über Megaphon: „Gebt uns unsere Kleinen zurück.“ Sie alle sehen sich als Opfer der Behörde, die ihnen die Kinder weg nahm.

Bild, 26. Februar 2010

18. Januar 2010
Jugendamt und Diakonie düsen zu einer Schule

Bei einer Tagung des Instituts für Urbanistik haben sie lernen wollen, wie sie mit Medien umgehen sollten und wie sie ihr Image verbessern können: die deutschen Jugendämter, deren Organisation bekanntermaßen europäischem Recht nicht genügt. Keine Kontrolle für niemanden, lautet das Motto.


Was harmlos klingt, kann deshalb gelegentlich zu Unglaublichem führen. „Das Duisburger Jugendamt besteht aus der ´Zentrale´ im Verwaltungsgebäude Kuhstraße 6 und aus sieben Außenstellen in den Bezirksrathäusern“, klingt nicht besonders gefährlich für eine fast 60-jährige Pflegemutter. Wird es aber. Eines Morgens düsen das Jugendamt aus Duisburg und die Diakonie aus Mülheim zu einer Grundschule in Oberhausen und wollen einen Neunjährigen abholen, der in ein Heim gesteckt werden soll. Bei diesem Ansinnen berufen sich die Eindringlinge auf einen Gerichtsbeschluss. Der besagt: Die erwähnte fast 60-Jährige ist mit der Erziehung des Jungen überfordert.

Doch Jugendamt und Diakonie bekommen das Kind nicht. Die Schulleiterin macht bei der eigentlich gut organisierten Entführung nicht mit. Stundenlang leistet sie verbale Gegenwehr. Dann rücken die Behörden- und Kirchenvertreter wieder ab. Nach dieser Belagerung einer öffentlichen Einrichtung steht der Neunjährige unter Schock, die Schulleiterin ist entsetzt, sagt, dass sie so etwas noch nie erlebt habe. Warum die fast 60-jährige Pflegemutter mit der Erziehung des Jungen überfordert sein soll, kann sie ganz und gar nicht nachvollziehen.

Also wird alles wieder gut? Von wegen! Das Jugendamt von Duisburg pocht auf den Gerichtsbeschluss. Der müsse umgesetzt werden. Wie wäre es mit morgens um 7 Uhr mit Hilfe der Polizei? Machen andere Jugendämter doch auch so. Kinder aus dem Schlaf reißen. Weg sind sie. Ob nun mit oder ohne Gründe, die man auch Außenstehenden begreiflich machen kann. Muss man schließlich nicht. Jugendämter entpuppen sich so immer wieder als Gefahr für das so genannte „Kindeswohl“.

21. Dezember 2009
50 Hinweise im Jahr

Etwa 50 Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung geht das Jugendamt des Landkreises Passau im Jahr nach. „Unsere Mitarbeiter stehen mei st noch am selben Tag bei der Familie vor der Tür“, sagt Rupert Hösl, stellvertretender Kreisjugendamtsleiter. „Uns wird Schritt für Schritt vorgeschrieben, wie wir vorzugehen haben.“

Passauer Neue Presse, 21. Dezember 2009

15. Dezember 2009
Frühe Hilfen

Das Projekt „Frühe Hilfen“ stand gestern auf der Tagesordnung der letzen Sitzung des Jugendhilfeausschusses in diesem Jahr. Frühe Hilfen zielen darauf ab, Risiken für das Kindeswohl zu erkennen, vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken.

Nordhäuser Zeitung, 15. Dezember 2009

10. Dezember 2009
Warum weitere 800 000 Euro für Heimunterbringung?

Mit vielen Zahlen und Fakten unterfütterte das Jugendamt seinen Bericht über Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Kinder. Zufrieden war Dagmar Gerber (DKP) im Jugendhilfeausschuss dennoch nicht, denn sie vermisste die Antwort auf ihre Frage, aus welchem Grund der Stadtrat im November zusätzliche 800000 Euro für die Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen genehmigen musste.

Der Westen, 9. Dezember 2009

18. November 2009
Lüneburger Jugendamt gewinnt Kindesunwohl-Preis 2009

Heinz-Peter Tjaden, Redakteur und Schriftsteller aus Wilhelmshaven, hat über ein Dutzend Jugendämter ins Umfrage-Rennen geschickt. Die Frage lautete: "Welches Jugendamt tut das meiste für das Kindesunwohl?"

Das Ergebnis

16. November 2009
Opfer tun sich zusammen

Jugendamtsopfer haben einen Aufruf gestartet.

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7. November 2009
Jugendamt rettet Baby

Im Februar 2008 rettete das Jugendamt in Datteln einen fünf Monate alten, völlig unterernährten Säugling aus einer verwahrlosten Wohnung. Am Donnerstag wurden die Eltern des Jungen in Recklinghausen zu jeweils sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Der Westen, 5. November 2009



23. Oktober 2009

Haben bei Jugendämtern nichts zu suchen

Diese ruchlosen Richter übersenden komplette an sie adressierte Parteischreiben und sogar komplette psychologische oder auch psychiatrische Sachverständigengutachten ohne Rechtsgrundlage gem. BayDSG an Jugendämter, wo sie auch der Sache nach überhaupt nichts zu suchen haben.

Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten


12. Oktober 2009
Mutter will ihre Kinder zurück

Es klingt wie ein schlechtes Horror-Märchen und hat sich doch mitten im Kreis Teltow-Fläming zugetragen. Angela Holzinger aus Wünsdorf ist Mutter von sechs Kindern und alleinerziehend. Für ihre vier noch minderjährigen Kinder hat sie das Sorgerecht. Die heute 44-Jährige erkrankte Ende 2006 an Krebs, ein Unterschenkel musste ihr amputiert werden.

Märkische Allgemeine, 7. Oktober 2009

6. Oktober 2009
Jugendamt zeigt 35-Jährigen nicht an

Weiden. (rns) Hart ins Gericht ging Landgerichtspräsident Bernhard Ring am Montag mit einer Reihe von Fachstellen. Unter anderem das Jugendamt am Landratsamt Neustadt/WN hatte erfahren, dass sich ein 35-Jähriger an seinen beiden Stieftöchtern verging. Dennoch zeigte es den Mann nicht an. Mehrfach soll er die Mädchen, damals sechs und acht Jahre alt, sexuell missbraucht haben.

Oberpfalz-Netz, 5. Oktober 2009

27. September 2009
Köln: Institut stellt Jugendamt auf den Prüfstand

Das Jugendamt der Stadt will ein externes Institut damit beauftragen, die Arbeit mit Missbrauchsfällen zu untersuchen. Die Verwaltung zieht damit die Konsequenzen aus der laut gewordenen Kritik einer jungen Mutter.



Kölner Stadtanzeiger, 25. September 2009

16. August 2009
Jugendämter greifen schneller ein

Nach Angaben der Kreisjugendämter in Kleve und Wesel greifen die örtlichen Jugendämter bei Kindeswohlgefährdung jetzt schneller ein. So werden Eltern schriftlich aufgefordert, mit ihren Kindern zur Vorsorgeuntersuchung zu erscheinen, falls sie den Termin nicht wahrgenommen haben.

kuvi, 13. August 2009

29. Juli 2009
Behindertes Kind versteckt

Die Eltern eines behinderten Kindes in Brandenburg sollen das Mädchen seit neun Jahren versteckt gehalten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Eltern wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht sowie wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte.

Rheinische Post, 29. Juli 2009

17. Juli 2009
Jugendämter: Nicht im Einklang mit europäischem Recht

Der Petitionsausschuss bestätigte nun die Auffassung der Petenten, dass der fast unbegrenzte Einfluss der Jugendämter und das Fehlen von klaren Zuständigkeiten für deren Aufsicht nicht im Einklang mit dem europäischen Recht steht. Zugleich stellte der Ausschuss fest, dass die Betroffenen sich vor allem deshalb an das Europäische Parlament gewendet haben, weil die deutsche Justiz dem rechtswidrigen Handeln von Jugendämtern allzu oft keinen Einhalt gebietet.

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17. Juni 2009
Große Erleichterung

Dieses Urteil stellt für die Eltern nach Monaten schwerer Belastung eine große Erleichterung dar. Die Mutter musste ihre Arbeitsstelle aufgeben, da eine Zusammenarbeit mit der Kollegin, die die Anzeige ins Rollen gebracht hatte, für sie nicht zu ertragen war. Und die Unterstellung, sie seien in der Lage, ihrer Tochter ein solches Leid zuzufügen, obwohl die Eltern seit Jahren in Deutschland integriert sind und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, hat sie schwer verletzt.

Badische Zeitung, 16. Juni 2009

12. Juni 2009
Brief an Regionalausgabe des "Hamburger Abendblattes"

Sehr geehrter Herr Hilmes,

Ihr heutiger Bericht in der Lüneburger Regionalausgabe des "Hamburger Abendblattes" beginnt so:

"Die Jugendhilfe Lüneburg setzt sich juristisch gegen Kritiker zur Wehr. Heinz-Peter Tjaden, Betreiber eines Internet-Forums, musste zwei Kommentare löschen. Anderenfalls hätte die beauftragte Anwaltskanzlei Schadenersatz gefordert.

Das geht aus einem Schreiben hervor, das der Lüneburger Rundschau vorliegt. Demnach wurden unter der Online-Adresse kinderunwohl.blogspot.com ´unwahre Tatsachen´ behauptet. Zudem werde der Arzt in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, Ruthard Stachowske, mit ´ehrverletzenden Herabsetzungen und Schmähkritik´ überschüttet.

´Das Internet macht es den Menschen leicht, ungerechtfertigte Vorwürfe gegen andere zu erheben´, sagt Matthias Lange, Geschäftsführer der Jugendhilfe gGmbH. ´Die Anonymität schützt sie.´"

In Ihrem ersten Absatz klingt es so, als hätte ich die beiden Kommentare gelöscht. Das ist nicht der Fall. Sie stehen weiterhin in meinem Forum und bleiben dort stehen, weil ich die behauptete "Schmähkritik" nicht erkennen kann. Außerdem habe ich gegen die Jugendhilfe Lüneburg inzwischen Zahlungsklage erhoben, weil ich der Auffassung bin, dass mit derartigen Anwaltsschreiben meine Arbeitszeit als selbstständiger Internetredakteur verschwendet wird.

Den Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg zitieren Sie mit Anschuldigungen gegen die beiden Kommentatoren. Dass er damit richtig liegt, müsste Matthias Lange aber erst vor Gericht nachvollziehbar machen. Inzwischen haben sich bei mir weitere Betroffene gemeldet, die ihre Erfahrungen schriftlich niederlegen und mir zukommen lassen wollen.

Ein abschließendes Urteil über die Therapeutische Gemeinschaft in Wilschenbruch kann ich mir noch nicht bilden. Aber es muss doch wohl möglich sein, Kritisches zu schreiben, wie es die beiden Kommentatoren getan haben. Da muss man doch nicht gleich einen Anwalt antanzen lassen, der in seinem Schreiben zudem auch noch angekündigt, dass seine Mandantin notfalls (!) auch Geheimnisse aus der Einrichtung lüften werde.

Ich bitte Sie um eine entsprechende Richtigstellung in der nächsten Ausgabe und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Heinz-Peter Tjaden

Der Bericht

4. Juni 2009
Auch Baby weggenommen

Mutter Marion fehlt das Kinderlachen in dem braunen Klinkerhaus im Stadtsüden. Dorthin ist die Familie erst vor kurzem gezogen. Das Jugendamt der Stadt hat ihr die fünf Söhne und Tochter Anna-Sophie am 25. Februar weggenommen, darunter Baby Leon.

Nordwest-Zeitung, 4. Juni 2009

16. Mai 2009
Jugendamt sucht Pflegeeltern

Eine lohnende, wenn auch ganz bestimmt nicht einfache Aufgabe bietet die Stadt Kevelaer Menschen an, die gut mit Kindern umgehen können, Zeit und Platz haben: Der Fachbereich 5 "Jugend, Schulen und Sport" betreut Kinder und Jugendliche, die Familienanschluss brauchen. Kinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern wohnen können, die dauerhaft oder vorübergehend liebevolle "Ersatzeltern" benötigen.

Rheinische Post, 15. Mai 2009

17. April 2009
Verdächtiger geht zum Jugendamt

Der getötete Sechsjährige und sein unter Verdacht stehender älterer Bruder aus dem südhessischen Ober-Ramstadt lebten in schwierigen Familienverhältnissen. Der 16-Jährige, der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt, habe den Behörden im Februar von Misshandlungen bei ihm und dem Sechsjährigen berichtet, sagte ein Sprecher des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Das Jugendamt sei zweimal eingeschaltet worden.

ntv, 15. April 2009

3. April 2009
OLG entscheidet gegen Jugendamt

Der Volksmund hat’s immer schon gewusst: "Früh gefreit, schnell gereut". Bestätigt wurde dieses Sprichwort jetzt durch den Fall einer jungen Bünderin, die mit 18 Mutter wurde, der diese Mutterschaft aber zunächst alles andere als Glücksgefühle eintrug. Gestern aber erlebten Mutter, Vater, Kind und Verwandtschaft zumindest ein vorläufiges Happy End.

Neue Westfälische, 2. April 2009

23. März 2009
"Ich bin Sam" - ein Lehrfilm für deutsche Jugendämter

„Ich bin Sam“, sagt Sean Penn in einem Melodram aus dem Jahre 2001 und nimmt den Kampf um seine siebenjährige Tochter Lucy (Dakota Fanning) auf. Rückendeckung bekommt der geistig zurück gebliebene Alleinerziehende von der Anwältin Rita (Michelle Pfeiffer), vor Gericht muss er sich dumme Fragen des Gegenanwaltes gefallen lassen. Ausgestrahlt worden ist dieser Film gestern Abend auf RTL II.

Liebe gegen Bürokratie - auch ein Lehrfilm für viele Jugendämter und Familiengerichte in Deutschland, die allzu oft von Kindeswohl reden, aber Kindesunwohl anrichten. So berichtet ein Vater aus Lüneburg, dass er sich inzwischen mit mehr als zwei Dutzend Betroffenen trifft, die ähnlich verzweifelt sind wie er.

Nach diesem Anruf ist auch das Jugendamt dieser Stadt ins Rennen um den Preis „Am fleißigsten für das Kindesunwohl“ geschickt worden. Das war am 15. März. In dieser kurzen Zeit sammelte das Lüneburger Jugendamt bereits 13 Stimmen und schob sich hinter Mönchengladbach (31 Stimmen) auf Platz 2. Grund zu Stolz ist das nicht.

Ausgedacht habe ich mir diesen Preis nach über einem Jahr Beschäftigung mit der Arbeit von Jugendämtern, Familiengerichten und Gutachtern. Verliehen werden soll er jedes Jahr im Herbst. Gesucht wird noch eine Künstlerin oder ein Künstler zur Gestaltung einer Negativ-Trophäe. Ein Liedermacher ist bereits dabei.

„Ich bin Sam“ nützt in Deutschland vielen Eltern, allein erziehenden Müttern und Vätern (noch) nichts. So manche Behörde verschanzt sich hinter einmal getroffenen Entscheidungen und zieht bei Gegenwehr die Daumenschrauben an. Entscheiden höhere Instanzen anders, schalten einige Jugendämter erst einmal auf stur und schränken die Besuchsrechte ein. Motto: „Sind die Eltern, sind Vater oder Mutter dem Kind erst einmal fremd geworden, ist die Bahn frei“. Eine Spiel auf Zeit. Beschämend. Eigentlich…

18. März 2009
Gießen: Linke und Parteilose werfen Berliner Behörden "verbrecherisches Verhalten" vor

24. Oktober 2006: Dan W. wird morgens um sechs Uhr aus dem Schlaf gerissen und aus der Wohnung seiner Mutter geholt. Ein gutes halbes Jahr später bescheinigt eine Gutachterin der Mutter schwere psychische Krankheiten. Die wehrt sich dagegen mit Gegengutachten. Sie werden nicht zur Kenntnis genommen.

So stellen es die parteilose Landratskandidatin im Kreis Gießen, Andrea Jacob, der parteilose Stadtverordnete Professor Dr. Aris Christidis, der Vorstandsvorsitzende der Linken, Michael Feuster, das Magistrats-Mitglied der Linken, Kenny Pukownick, und das Vorstandsmitglied der Linken, Alexander Richter, in einem öffentlichen Aufruf dar. Scharf kritisiert wird von diesen Amts- und Mandatsinhabern aus Gießen und aus dem Kreis Gießen die Bezirksstädträtin Manuela Schmidt (Die Linke) aus Berlin-Hellersdorf. Dem dortigen Jugendamt werfen die Verfasser „menschenrechtswidriges Vorgehen“ vor.

Weitere Vorwürfe sind: Amtsmissbrauch, Verstoß gegen die Beratungspflicht und Körperverletzung. Gefordert werden Kontrollorgane für das Jugendamt. An der Kompetenz der Gutachterin müsse gezweifelt werden. Die Diagnose sei derart schwerwiegend, dass sie nur möglich sei, wenn „Anhaltspunkte dieser Störung bereits im Jugendalter dokumentiert“ worden sind. Das sei bei der Mutter von Dan W. nicht der Fall.

Die „Scheindiagnose“ der Gutachterin wirke „wahnwitzig“, denn: „Diese Mutter hat ihre erzieherische Kompetenz im Zusammenhang mit der Erziehung ihrer beiden älteren Töchter unter Beweis gestellt.“

Trotzdem sei dies geschehen: „Entgegen jeder Rechtssprechung, haben es bis heute alle Gerichtsinstanzen versäumt, ein weiteres Gutachten in Auftrag zu geben.“ Drei Gegengutachten habe man bis heute ignoriert. Angemerkt wird dazu in dem öffentlichen Aufruf: „Vom Verdacht einer unsäglichen Verflechtung zwischen Jugendamt, Gutachterin und Familiengericht kann man sich im vorliegenden Fall nur sehr schwer frei machen.“

Die Mitverfasserin Andrea Jacob habe den Fall studiert und sei „über dieses verbrecherische Vorgehen entsetzt“. Abschließend heißt es: „Wir fordern hiermit die Behörden umgehend zum Handeln auf. Das Kind Dan muss sofort in seine Familie zurück gebracht werden, damit das Leiden ein Ende hat. Die Gesetzgeber in Berlin werden aufgefordert, das SGB VIII zu überdenken und für die Jugendämter eine Fachaufsicht zu installieren.“

15. März 2009
Dieser Kommentar ist keiner

Manche Kommentare sind keine. Wie der von Matthias Iken im „Hamburger Abendblatt“ vom 14. März 2009. Überschrift: „Wenn Kinder verhungern - Wider die Staatsgläubigkeit“. Einerseits stellt sich dieser Kommentator schützend vor die Behörden, die sich um das so genannte „Kindeswohl“ kümmern sollen, und schreibt über eine „unselige Debatte“, die immer dann von der Politik geführt werde, wenn wieder einmal ein Kind zu Tode misshandelt worden ist. Schlussfolgerung von Matthias Iken: „In einem Land, in dem es so prekäre Familienverhältnisse gibt, muss sich der Staat kümmern, eingreifen, helfen.“

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24. Februar 2009
Nichts zum aktuellen Fall

Über die Funktionen und Möglichkeiten des Jugendamtes bei einer möglichen Kindeswohlgefährdung sprach Redakteur Gerald Dunkel mit Heidi Pahmeyer und Andreas Spilker vom Jugendamt der Stadt Herford. Da es sich im Fall der Familie Ismaili (wir berichteten Samstag) um ein noch laufendes Verfahren handelt, nehmen die beiden ausdrücklich keine Stellung zu diesem konkreten Fall.

Vlothoer Anzeiger, 24. Februar 2009

24. Februar 2009
Umfrage: Wie arbeiten Jugendämter?

Auf den Internet-Seiten der Autorin und freien Journalistin Dr. phil. Karin Jäckel soll es vornehmlich vergnüglich zugehen. Die 60-Jährige lebt im Schwarzwald, aus ihrer Feder stammen 80 Kinder- und Jugendbücher, Ratgeber, sozialkritische Werke und Veröffentlichungen in Anthologien.

Seit geraumer Zeit widmet Karin Jäckel ihre Arbeit auch Familien im Alltag, in schweren Lebenskrisen, vor Gericht und in der Politik. Zu den heißen Eisen gehört die Rolle von Jugendämtern. Gestartet hat die Autorin zu diesem Thema eine Umfrage, die im Sommer 2009 beendet sein soll. Dazu schreibt die 60-Jährige: „Ich, Dr. Karin Jäckel, arbeite an neuen Publikationen über die Beteiligung der Institution Jugendamt an Kindesentziehung, Kindesentführung, Kindeswegnahme, Umgangsverweigerung, Sorgerechts- und Aufenthaltsbestimmungsrechtsverlust, Heimunterbringung von Kindern, Verschiebung von Kindern in Pflegefamilien.“

Das klingt nach starkem Tobak, gehört aber zu den bitteren Erfahrungen vieler Alleinerziehender und von Familien. Mischt sich erst das Jugendamt ein, heißt das noch lange nicht, dass sinnvolle Hilfe gewährt wird. Oft lassen die Behörden ihre Muskeln spielen und stellen Mütter und Väter in die neutrale Ecke, die sie nicht wieder verlassen sollen. Tun Eltern das doch, heißt es: „Sie sind nicht kooperativ.“ Dieser Vorwurf reicht vor so manchem Familiengericht für weitere Unbill.

26 Fragen stellt Karin Jäckel im Internet, sie versichert: „Alle Angaben werden vertraulich behandelt.“

Zur Umfrage

23. Februar 2009
Umfrage: Mönchengladbach an der Kindesunwohl-Spitze

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“ schunkeln sie am Niederrhein - nicht als Fußballspieler, da sieht es schlecht aus, noch schlechter wohl: im Jugendamt. Bei einer Umfrage, welche Behörde in Deutschland sich am wenigsten um das Kindeswohl kümmert, liegen die Gladbacher zurzeit in Führung, gefolgt von Viersen und Stuttgart. Aber auch andere Jugendämter werden von Umfrageteilnehmerinnen und Umfrageteilnehmern ins Rennen geschickt.

Ein leider nicht erfundener Fall: Ein Mädchen wächst bei der Großmutter auf, bis die Mutter das Sorgerecht verlangt. Bekommt sie umgehend. Es vergehen danach nur wenige Stunden, bis diese Mutter beim Drogenhandel erwischt wird. Da haben wir aber nun wirklich und in der juristischen Tat falsch entschieden, erkennt messerscharf ein Familiengericht am niederen Rhein. Und: Steckt das Mädchen in eine Pflegefamilie.

Nun recherchieren Sie mal: Nahe liegend sind Fragen an den Landschaftsverband Rheinland (LVR), der diese Behörden unter seinen Fittichen hat. Doch es regt sich nichts im Federkleid. Auch den Oberbürgermeister von Mönchengladbach können Sie so lange fragen wie den Pressesprecher dieser Stadt. Ernten werden Sie: Schweigen! Nahe liegend, heißt es in diesem Text? Unsinn: Mönchengladbach liegt gar nicht an der Nahe…

10. Februar 2009
Big Brother is watching you

20 Seiten mit 74 Fragen werden in diesen Tagen den Mädchen und Jungen der Klassen 7 bis 10 vorgelegt. Schüler der weiterführenden Schulen sollen über ihr Freizeitverhalten und ihre konkrete Lebenssituation Auskunft geben. Mit der Jugendbefragung 2009, an der sich alle Jugendämter im Kreis mit Ausnahme von Wermelskirchen beteiligen, wollen die Kommunen ihre oftmals veralteten Daten aktualisieren.

Kölner Stadtanzeiger, 10. Februar 2009

8. Februar 2009
Behördenwillkür - hilfloses Kind

Es ist nur eine von vielen Ungereimtheiten in dieser Geschichte, die sich wie eine kafkaeske Parabel auf die Willkür des Behördenapparates liest. Die Verantwortlichen weigern sich, ihre Entscheidung zu begründen. Ein Kind ist ihrer Macht hilflos ausgeliefert, es weiß nicht mehr, wem es noch vertrauen kann.

Frankfurter Rundschau, 8. Februar 2009

3. Februar 2009
Dann ist Janine weg

Am Freitag wurde Janine – sie besucht die Volksschule in Krumbach – nach dem Unterricht von Sozialarbeitern des Jugendamtes abgeholt. „Sie wird nun vorübergehend in einer betreuten Einrichtung untergebracht“, erklärt Enzinger. Sonja Brandstetter wurde kurz davor telefonisch von dem Vorhaben des Jugendamtes informiert und ist fassungslos: „Wir hatten weder die Möglichkeit, uns von Janine zu verabschieden, noch konnte sie irgendetwas Persönliches mitnehmen.“

NÖN, Wien

27. Januar 2009
Verfolgt von einem Verdacht

Ein Ehepaar äthiopischer Herkunft lebt gut integriert in einer badischen Kleinstadt - bis plötzlich das Jugendamt und ein Gericht der Familie pauschal unterstellen, sie wolle die Tochter beschneiden lassen. Wie sollen die Eltern je beweisen, dass sie diese Absicht nie hatten?

Süddeutsche Zeitung, 27. Januar 2009

23. Januar 2009
Die Allmacht der Jugendämter

Nur einmal im Monat darf Bettina S. ihre Kinder sehen. Das Jugendamt hat sie ihr weggenommen, weil sie Ehestreitigkeiten und Depressionen hatte. Darunter würden die Kinder leiden, so die Begründung.

Panorama, 22. Januar 2009

Die Sendung

21. Januar 2009
Auch hier lesen

Manche Jugendamts-Meldungen erscheinen jetzt hier.

17. Januar 2009
Von Erlanger Jugendamt enttäuscht
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8. Januar 2009
Jugendamt muss Schmerzensgeld bezahlen

Ein kleines Mädchen fällt aus dem Fenster der elterlichen Wohnung im ersten Stock, kommt aber wie durch ein Wunder mit ein paar Kratzern davon. Ein paar Monate später erscheint die Kleine mit dick geschwollenem blauen Auge im Kindergarten - es sei "gegen eine offene Tür gestürzt", erklären die Eltern. Das Jugendamt fackelt nicht lange und nimmt das Kind aus der Familie. Hätte sich hier ein neuer Fall Talea, Lea-Sophie, Jonny Lee, Kevin, Jessica angebahnt - alles von ihren Eltern zu Tode geschundene Kinder in verschiedenen Teilen des Landes -, wäre der Behörde Beifall sicher gewesen. Doch in diesem Fall muss sie sich jetzt Schelte gefallen lassen, gar Schmerzensgeld bezahlen.

Süddeutsche Zeitung, 8. Januar 2009

7. Januar 2009
Professionelle Hilfe

In Konflikten zu vermitteln und Familien bei der Findung von Lösungsmöglichkeiten zu unterstützen, ist eine Aufgabe des Jugendamtes. Die Ursachen einer Krise in der Familie können vielgestaltig sein.

Kann eine Familie für ihr Problem keine Lösung finden, so besteht die Möglichkeit, sich Hilfe zu organisieren. Professionelle Hilfe kann in diesen Fällen über das Jugendamt vermittelt werden.

Nachrichten für Mecklenburg-Vorpommern, 7. Januar 2009

31. Dezember 2008
Popstars-Siegerin Gabriella will ihr Kind zurück

Gabriella zu BILD: „Ich könnte inzwischen sehr gut für uns beide sorgen. Ich habe eine neue Wohnung, verdiene regelmäßig Geld. Ich möchte endlich wieder meine Tochter in die Arme schließen!“ Seit neun Monaten hat Gabriella sie nicht mehr gesehen, im Sommer das letzte Mal mit Alicia (heute 4) telefoniert.

Bild-Zeitung, 30. Dezember 2008

28. Dezember 2008
Jugendämter: Schwere Aufgabe für Petitionsausschuss

„Auch ich bin ein vom JuA geklautes Kind“, steht in einer weitergeleiteten Mail, die von einer Organisation mit Sitz in Paris durch die Internet-Welt gejagt wird. JuA ist die Abkürzung für Jugendamt. Mitgeteilt wird außerdem: „Vor genau 2 Jahren, zwischen Weihnachten und Neujahr 2006, starteten wir mit der ersten Runde gegen das familienzerstörerische und ausländerfeindliche Verhalten einiger weniger Deutschen, die in den Ministerien und in den Familiengerichten der Bundesrepublik sitzen, mit der Petition der 10 Eltern.“ Inzwischen sei die dritte Runde eingeläutet, das Europäische Parlament werde sich mit dem Thema beschäftigen. Das stimmt: Dem Petitionsausschuss dieses Parlaments liegen um die 200 Eingaben von Eltern und Heimkindern vor, in denen deutschen Jugendämtern Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

Die Organisation, die sich zurzeit derart ins Internet-Zeug legt, heißt Ceed. Sie vertritt nach ihren Angaben Großeltern, Eltern und Kinder, die Opfer von „amtlichen Kindesentführungen“ geworden sind - und schon vermisst man als Kenner der Szene Glaubwürdigkeit und Seriosität. Denn: Veröffentlicht werden auf den Internetseiten dieser Organisation zwei „detaillierte Erfahrungsberichte“. Einer dieser Berichte stammt von einem 56-jährigen Südafrikaner, der seit 1995 um seine beiden Kinder kämpft, die angeblich von der deutschen Mutter zu einem ihm damals unbekannten Ort in Wilhelmshaven (Niedersachsen) entführt worden sind. Eine aktive Rolle sollen dabei die ebenfalls an der Nordsee lebenden Großeltern gespielt haben.

Mit dieser Entführungsgeschichte hat dieser Südafrikaner anfangs in Deutschland öffentliche Aufmerksamkeit erregt, seine Forderungen stießen durchaus auf Sympathie. Bis die Aktionen des 56-Jährigen aus dem Ruder liefen. Mit dem Jahr 2002 ist seine Geschichte auf den Ceed-Seiten beendet, doch zu Ende ist sie immer noch nicht.

Spätestens zwei Jahre darauf startete der Südafrikaner eine Mail-Kampagne. Jede für ihn erreichbare Internet-Adresse wurde mit wüsten Beschimpfungen von Lokalpolitikern, Anwälten, Jugendamtsmitarbeitern und Familienrichtern aus Wilhelmshaven zugepflastert. Die Frage, warum kein Betroffener dagegen strafrechtlich vorging, beantwortete ein Sprecher der Kripo eher achselzuckend: „Der ist doch wahrscheinlich inzwischen in Neuseeland. Außerdem hat er etwas erreicht. Es nimmt ihn niemand mehr ernst.“

Das muss auch dem 56-Jährigen inzwischen klar sein. Wohl deshalb hat er sich in den folgenden Jahren gefälschter Mail-Adressen bedient, um weiter Gehör zu finden. Fand er aber nicht. In einem Gutachten war ihm mittlerweile bescheinigt worden: „Die paranoide Entwicklung von Herrn H. scheint so weit fortgeschritten, dass die Einräumung eines Umgangsrechtes mit seinen beiden Kindern nicht mehr dem Wohl der Kinder dienen dürfte.“ Aus diesem Grund verlor der 56-Jährige am 23. Juli 2004 vorerst das letzte Mal vor dem Wilhelmshavener Familiengericht. Dagegen setzte sich der Südafrikaner auf privaten Internet-Seiten noch einigermaßen sachlich zur Wehr. Dann drehte er durch.

In ähnlicher Gefahr schwebt wohl ein ehemaliges Heimkind, das 1991 in die USA ausgewandert ist und sich als 43-Jährige ihre Erlebnisse von der Seele schrieb. Sie gründete drüben eine Hilfsorganisation und richtete ebenfalls Internet-Seiten ein, auf denen jüngst eine 52-Jährige über ihre Kindheit berichtete. Wenn sie an das Heim denke, in dem sie ab 1956 gelebt habe, falle ihr zuerst „Folter“ ein, schreibt sie. Der Name dieser Frau taucht auch in der eingangs erwähnten weitergeleiteten mail von Ceed auf, er wird außerdem im Zusammenhang mit einer Strafanzeige genannt, die am 13. April 2008 von einer deutschen Hilfsorganisation bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim erstattet worden ist. Der Tatvorwurf lautet: Mord.

Es geht um das ehemalige Kinderheim „Rübezahl“ in Holzen (1955 bis 1972, Landkreis Holzminden). Das zweifelsfreie Ergebnis von Recherchen: In diesem Heim ist es zu schweren Misshandlungen gekommen. Aber Mord? Darüber werde „Frontal 21“ demnächst berichten, hat vor zwei Monaten die 1991 in die USA Ausgewanderte in Mails behauptet. Das Magazin habe sich die Exklusivrechte gesichert, mehr dürfe sie noch nicht verraten. Doch eine Nachfrage bei dem Sender ergab: „Von diesem Heim haben wir noch nie etwas gehört.“

Der zuständige Hildesheimer Staatsanwalt beklagt sich derweil darüber, dass er weder aus den USA noch von der deutschen Hilfsorganisation erhärtendes Material bekomme, die 52-Jährige, die im Internet über derart Grauenhaftes wie „Ein Kind fiel in eine Mistgrube und die Erzieherinnen ließen es untergehen, ohne Hilfe zu leisten“, hat auf eine Bitte um Aufklärung so reagiert: „Ich habe nicht das Bedürfnis, mit Medien über Holzen zu korrespondieren.“ Ein ähnliches Verhalten legt sie offenbar gegenüber der Staatsanwaltschaft in Hildesheim an den Tag, über „polizeiliche Vorermittlungen“ wird das Ermittlungsverfahren deshalb wohl kaum hinauskommen.

Da veranlasst also eine in die USA Ausgewanderte eine deutsche Hilfsorganisation zu einer Strafanzeige, anschließend veröffentlicht sie einen schrecklichen Internet-Bericht über das Kinderheim „Rübezahl“ - und der Rest wird die vierte Stufe, über die auch Eltern im Petitionsausschuss des Europäischen Parlamentes stolpern, die gern bei der Wahrheit bleiben würden? Die Spreu vom Weizen trennen, wird eine schwere Aufgabe für diesen Ausschuss.

23. Dezember 2008
Jugendamt holt Kind ab

Doch wie läuft ein solcher Prozess ab? Was können betroffene Eltern machen? Ein Beispiel im Gifhorner Nordkreis macht deutlich, wie hilflos sich Eltern in einer solchen Situation fühlen können. "Es wird wohl ein trübes Weihnachtsfest", sagt die 31-jährige Mutter. Ihr Kind wurde am 25. November von Mitarbeitern des Gifhorner Jugendamtes mitgenommen. Seitdem dürfen die beiden Eltern das Kind nur noch mit Erlaubnis des Amtes sehen.

Allgemeine Zeitung, 23. Dezember 2008

21. Dezember 2008
Kindeswohl geht über die Wupper?

Zwei Jahre haben Kinder, die in einer Pflegefamilie untergebracht waren, in Kellerräumlichkeiten gelebt. Es handelt sich laut Gutachten um einen Kellerraum ohne Fenster, der sehr klein sein soll und kaum Platz zum Spielen lässt. Das Jugendamt teilte auf Anfrage mit, dass es sich nicht um einen Keller handeln würde, da das Haus keinen Keller habe. Dem Elternverein liegen die Pläne des Hauses vor, die leibliche Mutter der beiden Kinder hat sich selbst davon überzeugen müssen, dass es sich sehr wohl um „Kellerräume" handelt.

Presseanzeiger, 21. Dezember 2008

12. Dezember 2008
Flunkert die Bundeskanzlerin?

Einspruch, Frau Bundeskanzlerin! Auf den Internet-Seiten von Angela Merkel hat eine Bundesbürgerin vor knapp einem halben Jahr eine Antwort zu kritischen Anmerkungen über die Arbeit von deutschen Jugendämtern bekommen, die weiterhin falsch ist. Damals schrieb das Bundespresseamt im Auftrag der Regierungschefin: „Zu Diskriminierungen durch Träger der öffentlichen Jugendhilfe kam es dabei nur in einigen wenigen Fällen. Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat sich intensiv mit den Petitionen an den EU-Petitionsausschuss befasst. Die Befürchtung, dass die Petitionen auf ein grundlegendes Problem hindeuten, hat sich erfreulicherweise nicht bestätigt.“

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Brief an FAZnet-Redakteurin

11. Dezember 2008
Keine Eingriffsverwaltung

Er machte deutlich, dass das Jugendamt immer noch mit seinem teilweise schlechten Image einer Behörde, die Familien Kinder wegnimmt, zu kämpfen habe. «Dabei sind wir eine Leistungsbehörde und keine Eingriffsverwaltung».

Allgäuer Zeitung, 11. Dezember 2008

Gründe für schlechtes Image

»Der Schutzauftrag der Jugendämter bei Kindeswohlgefährdung wird in der Öffentlichkeit meist negativ aufgegriffen. Wenn erst was passiert ist, finden sehr schnell Schuldzuweisungen statt. Das führt zu Diskreditierungen und zu Verunsicherungen in den entsprechenden Berufsständen«, erläutert Rolf Schneider, Leiter des Kommunalen Sozialen Dienstes (KSD) Kehl, die Gründe für das schlechte Image des Jugendamtes.

Baden online, 9. Dezember 2008

9. Dezember 2008
Die Reichen steigen aus

Rhein-Sieg-Kreis - Aus dem Jugendamtsverbund auf Kreisebene haben sich inzwischen alle elf Städte des Rhein-Sieg-Kreises verabschiedet. Acht kleinere Gemeinden sind übrig geblieben, fünf davon im rechtsrheinischen Kreisgebiet. Die Jugendamtsumlage ist für diese Gemeinden in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden, was zum Teil mit dem Ausstieg der „reicheren“ Städte aus dem Solidarverbund begründet wird.

Kölner Stadtanzeiger, 8. Dezember 2008

7. Dezember 2008
Ab nach Deutschland!

Noch vor kurzem dementiert das Mag11 (Jugendwohlfahrt Wien) Gerüchte gegenüber der Tageszeitung DER STANDARD, demnach keine Kinder und Jugendliche in deutsche Jugendhilfeeinrichtungen gesteckt werden. Doch Xlarge Reporter wissen bereits mehr. Demnach soll das MagElf Kinder und Jugendliche regelmäßig ins benachbarte Deutschland, genauer gesagt nach Brandenburg, schicken, da in Wien jede Menge freie Plätze fehlen. Auch die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in anderen Bundesländern ist keine Seltenheit.

XLarge, 5. Dezember 2008

4. Dezember 2008
Fünfjährige zwischen allen Fronten

Grund: Weil zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen (die WZ berichtete), führte das Gericht den Schriftverkehr zwischen Jugendamt, Taleas Kindergarten und der Pflegefamilie in den Prozess ein. Und so wurden reihenweise Dokumente verlesen, die vor allem Eines zeigen: Die fünfjährige Talea befand sich offensichtlich zwischen allen Fronten.

Westdeutsche Zeitung, 2. Dezember 2008

20. November 2008
Neues Gesetz geplant

Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur weiteren Verbesserung des Kinderschutzes in Deutschland. Die vorgesehenen Neuregelungen beträfen vor allem die Arbeit der Jugendämter, sagte ein Sprecher des Familienministeriums am Mittwoch in Berlin und bestätigte einen Bericht der Hannoverschen „Neuen Presse“.

Ärzteblatt, 19. November 2008

1. November 2008
Jugendamt fassungslos

Die Pflegemutter der fünfjährigen Talea steht derzeit in Wuppertal vor Gericht, Talea wurde geschlagen und erstickt. Das Jugendamt ist fassungslos, doch Talea war kein Einzelfall.

Focus online, 27. Oktober 2008

31. Oktober 2008
Jugendamt-Skandale: Der nächste

Stuttgart: Ein Mädchen, noch nicht einmal ein Jahr alt, lebt bei Pflegeeltern, die leiblichen Eltern dürfen ihr Kind einmal in der Woche sehen - in den Räumen des Kinderschutzbundes. Vom Parkplatz bis zum Gebäude sind es 300 Meter. Zu weit, sagt jetzt das Jugendamt. Die Kleine könnte auf diesem Weg traumatisiert werden.

Mönchengladbach: Eltern kämpfen um die Rückkehr ihrer Tochter, die seit über vier Jahren in einem Kinderheim lebt. Das Oberlandesgericht in Düsseldorf hat im Sommer alle Entscheidungen des Familiengerichtes und des Jugendamtes rückgängig gemacht. Die Richterin, die für diese Entscheidungen verantwortlich zeichnet, zieht das Verfahren wieder an sich. Auch die Jugendamtsmitarbeiterin wechselt nicht. Die Eltern dürfen ihre Tochter im Kinderheim nicht mehr besuchen.

Viersen: Nach dem Explosionstod eines Heimkindes im November 2006 versichert das Jugendamt, dass diese Behörde einwandfrei arbeitet. Dann gehen der Amtsleiter und eine Kollegin. Die Presse wird darüber informiert und bekommt den Hinweis, dass die Arbeit der Behörde verbessert werden soll. Die Rheinische Post titelt am 29. Oktober 2008: „Viersen auf neuen Wegen“.

Landkreis Gießen: „Ich bin fast gelyncht worden“, berichtet Andrea Jacob, Arbeits- und Sozialpolitische Sprecherin der Kreistagsgruppe der Linken, nach einer Sitzung des Sozialausschusses. Sie schildert den Fall einer allein erziehenden Mutter, die sich an das Jugendamt im Vogelbergkreis wendet und eine Haushaltshilfe beantragt, damit sie wieder arbeiten kann.

Eine Haushaltshilfe bekommt sie nicht, dafür eine „aufsuchende Familientherapie“. Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes und der Jugendamtsleiter führen im Beisein von Familientherapeutinnen mit der vierfachen Mutter ein Gespräch. Die Diagnose: Die Frau leidet unter Persönlichkeitsstörungen. Dazu merkt Andrea Jacob vor dem Sozialausschuss an: „Diese Personen dürfen aber allesamt nicht diagnostizieren. Aufgrund ihrer Ausbildung können sie es auch gar nicht.“

Doch diese Rettungssanitäterin, diese Sozialpädagogin und diese Sozialarbeiterin sind in dieser Hinsicht keine unbeschriebenen Blätter, erfährt Andrea Jacob von anderen Eltern.

Die vier Kinder sind inzwischen aus Kindergarten und Schule abgeholt worden. Den dafür nötigen Gerichtsbeschluss holt sich das Jugendamt erst später. Die Mutter sucht sich im benachbarten Landkreis Gießen eine kleinere Wohnung und bekommt Hartz IV. Andrea Jacob bittet den Fachdienstleiter Jugend und Soziales am 25. September 2008 um ein Gespräch. Die Mutter soll dabei sein. Das Jugendamt lehnt ab.

„Am 10. November 2008 geht es weiter“, lässt Andrea Jacob nicht locker. Uhrzeit und Ort: 18 Uhr, Bürgerhaus, Lollar/Kreis Gießen.

Brüssel: Nach einer Sitzung des Petitionsausschusses des Europäischen Parlamentes sagt der Vorsitzende Marcin Libicki im Juni 2007: „Deutsche Jugendämter wenden brutale Methoden an.“

23. Oktober 2008
Immer am Ziel vorbei

Seit Jahren will die Stadt Halle (Saale) bei den Kosten für die Hilfen zur Erziehung sparen. Doch seit Jahren schlittert sie immer wieder deutlich an diesem Ziel vorbei. Und auch in diesem Jahr muss die Saalestadt für HzE 1,7 Millionen Euro mehr als die geplanten 16,58 Mio. Euro auf den Tisch legen.

Halle-Forum, 23. Oktober 2008

21. Oktober 2008
Fragen nach Tod eines Kindes

Pohl informiert: Der 34-jährigen Mutter, die selber das Jugendamt um Hilfe gebeten habe, stand nach der Geburt des Babys im Dezember 2007 anfangs täglich eine Familienhelferin eines freien Trägers zur Seite. Seit September kam diese wegen der positiven Entwicklung nur noch zwei Mal wöchentlich, um im Haushalt zu helfen.

Echo Münster, 21. Oktober 2008

13. Oktober 2008
Österreich: Anzeige gegen Jugendämter

Luca ist tot. Er wurde gerade einmal 17 Monte alt. Fritz Stefan Dorazil, der dafür verantwortlich sein soll, wurde vor 16 Tagen zu einer lebenslangen Haft verurteilt (nicht rechtskräftig) - wegen schweren sexuellen Missbrauchs mit Todesfolge. Doch dem Kinderschutzverein LUCA genügt das nicht. "Es gibt in dem Fall nicht nur einen Täter, sondern einige Mitschuldige", so der stellvertretende Obmann Alfred Grünberger. Die Konsequenz: Der Verein will mit einer Anzeige erreichen, dass neben den Jugendämtern in Schwaz (Tirol) und Mödling (NÖ) auch jenes in Schwechat von der Staatsanwaltschaft unter die Lupe genommen wird. Juristische Schützenhilfe bekommt der Verein vom Wiener Strafverteidiger Nikolaus Rast.

Kurier, 13. Oktober 2008

Start für Konzertreihe

Ende dieses Jahres startet das Jugendamt Bottrop in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche und der Band ESC-Crew das Projekt "Jam4Bottrop". Dabei handelt es sich um eine Konzertreihe, die jungen Bands und Musikern aus der Umgebung eine Plattform bietet, sich einem breiten Publikum vorzustellen. Unterstützt und organisiert wird das Projekt von einem Team freiwilliger Helfer, das aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Kirchhellen besteht.

Pressedienst Bottrop, 8. Oktober 2008

Jugendamt greift gerade noch rechtzeitig ein

Chemnitz. Die Ämter haben wohl gerade noch rechtzeitig eingegriffen: Als Jasmin (damals 3) nur noch 7,8 Kilo wog, ließ das Jugendamt sie vom Kindergarten weg in die Klinik bringen, übernahm die Aufsicht. Die Eltern sollen versucht haben, die Kleine allein mit Rohkost und Getreidebrei zu ernähren, weil sie auf viele Lebensmittel allergisch reagierte und erbrach.

Sächsische Zeitung, 30. September 2008

Um Hilfe gebeten - Kinder weg

Kirchheimbolanden. Diese Familie wurde durch das Jugendamt getrennt, obwohl die Eltern selbst um Familienhilfe beim Jugendamt gebeten haben.

Jennifer und Manuela

24. September 2008
Weniger Heimunterbringungen

Mehr investieren, um schnell Geld zu sparen – das ist die Strategie der Neuausrichtung des Stadtdienstes Jugend. Wie berichtet bekommt die Behörde zwölf neue Stellen (vor allem Sozialarbeiter) um die Qualität der Arbeit zu erhöhen. So sollen Zahl und Dauer der teuren Heimunterbringungen von Kindern und Jugendlichen gesenkt werden.

Solinger Tageblatt

24. September 2008
Zuhören und da sein

Kreis Warendorf. Glücklicherweise sind es Ausnahmen. Trotzdem muss das Jugendamt immer wieder eingreifen und Kinder aus der Familie nehmen. Sie brauchen dann einen Vormund.

Ahlener Zeitung, 24. September 2008

23. September 2008
In Viersen explodieren die Kosten

Es geht um Viersener Kinder in Not: Im Jugendamt explodieren die Kosten für den Bereich „Hilfen zur Erziehung“. Allein die Mehrausgaben werden den Haushalt 2008 mit zusätzlich rund einer Million Euro belasten.

Rheinische Post, 23. September 2008

4. September 2008
Erzieherinnen üben Kritik

Die Kita-Leiterin berichtet von „blauen Flecken und Löchern im Kopf“. In ihrer Einrichtung sei „ein Kind so auffällig, dass wir manchmal wöchentlich dem Jugendamt Meldung machen. Es wird sehr lange gewartet. Dem Kind geht es nicht gut. Will man warten, bis etwas Schlimmes passiert?“, sagt Beate Kettler, Leiterin der Kita Tausendfüßler in Belzig.

Märkische Allgemeine

23. August 2008
Wuppertal: Mutter tritt vor Jugendamt in Hungerstreik

13. Juni 2008: Vor dem Oberlandesgericht (OLG) in Düsseldorf erzielt Sinavere Mataj als Mutter von zwei Kindern einen Teilerfolg. Gut zwei Monate später muss sie vor dem Wuppertaler Jugendamt in einen Hungerstreik treten und RTL West einschalten, damit endlich jemand den OLG-Beschluss umsetzt. Das berichtet Paul Bludau vom Elternverband Bergisches - Land & Väterberatung Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung.

„Im Rahmen des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland, namentlich von Seiten der Jugendämter, kommt es zu Verletzungen der Menschenrechte, insbesondere der Artikel 3, 5, 6, 8, 13 und 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Jugendämter in Deutschland unterstehen keiner wirksamen Kontrolle, weder fachlich noch rechtlich. Jugendämter setzen sich oft über rechtskräftige Entscheide von Gerichten zum Sorgerecht und zum Umgang hinweg.“

Jugendämter und Menschenrechte

So steht es in der „Bamberger Erklärung“, die während eines internationalen Symposiums zum Thema „Deutsche Jugendämter und Europäische Menschenrechtskonvention“ verabschiedet worden ist. Dieses Symposium fand am 20. und 21. Oktober 2007 statt, die Leitung hatte Anneliese Oeschger, Präsidentin der Konferenz der Internationalen Nichtregierungsorganisationen des Europarates. In Wuppertal ist diese Erklärung möglicherweise noch nicht bekannt.

Viele Gespräche sind dem Bericht von Paul Bludau zufolge geführt worden, bevor die Düsseldorfer Richter für Sinavere Mataj in die juristische Bresche sprangen. Sie entschieden demnach: Bei der Traumtherapie, die ihre Kinder Kijano und Lush machen müssen, sollen das Jugendamt und der Vormund die Mutter einbeziehen. Das Ziel: ein regelmäßiges Umgangsrecht für Sinavere Mataj.

Doch mit den Sommermonaten kamen die Vertröstungen. Das Wuppertaler Jugendamt wies auf Personalmangel und Urlaubszeiten hin, auf die Frage, wie die Traumpsychologen ihrer beiden Kinder heißen, bekam die Mutter keine Antwort.

Vormund widerspricht

Anfang August suchten Sinavere Mataj und ihre Anwältin erneut das Gespräch mit dem Jugendamt, doch erst eine Klageandrohung brachte die Behörde auf vorläufigen Trab. Nun sollte nur noch eine Woche vergehen, bis die Weichen gestellt sind.

Damit allerdings war der Vormund nicht einverstanden, er legte Widerspruch ein. Als Sinavere Mataj das aus einem Brief des Jugendamtes erfahren hatte, sah sie nur noch eine Möglichkeit: Hungerstreik am 20. August 2008 ab 11 Uhr.

Dieser Streik dauerte nicht einmal eine Stunde. Vertreter des Jugendamtes erschienen auf der Bildfläche von RTL West und versprachen, dass innerhalb von zwei Tagen alles geregelt sei. Dann bekomme die Mutter Bescheid.

Sinavere Matej kündigte bereits an: „Sollte auch dieses Versprechen gebrochen werden, setze ich den Hungerstreik fort.“

Siehe auch

12. August 2008
Jugendamtsmitarbeiterin bedroht

Die Beleidigungen waren deutlich. "Ihr Gehirn hat die Größe einer Erbse. Ihre Arbeit beschränkt sich auf Kaffetrinken. Das kann auch ein Ein-Euro-Jobber übernehmen", beschimpfte der frühere Getränkehändler Frank J. (47) eine Mitarbeiterin des Jugendamtes am Telefon. In Rage geraten, drohte er ihr sogar: "Wenn meiner Tochter etwas passiert, dann gehen Sie mit. Ich bin sehr groß. Bei Ihnen wird es dann ganz dunkel!"

Seiner Ex-Frau, bei der die Tochter lebt, schickte er die Polizei in die Wohnung.

Welt online, 12. August 2008

8. August 2008
Schulung von Paten

Wenn die Eltern unter Depressionen oder anderen psychischen Störungen leiden, hat das oft Schuldgefühle und Verhaltensauffälligkeiten beim Nachwuchs zur Folge. Plan A schult die Paten, damit sie Kindern und Eltern beistehen können.

Delmenhorster Kreisblatt, 8. August 2008

29. Juli 2008
Ex-Jugendamtsmitarbeiterin schreibt Buch

Der Buchtitel verrät ebenso, dass es um keine Enthüllung einer vermeintlich schmutzigen Arbeit eines Jugendamtes geht. Vielmehr berichtet Barbara Eickhoff, was Jugendämter und deren Mitarbeiter trotz guter Arbeit über sich ergehen lassen müssen. Es ist ein Erlebnisbericht, der die Arbeit solcher Ämter würdigen soll, die sonst immer nur öffentlich „geprügelt“ würden.

Mehr

10. Juli 2008
Keine Jugend-Polizei

Mönchengladbach. Es geht nicht um Kontrolle. Und es geht nicht darum, Eltern zu reglementieren. „Wir sind nicht die Jugend-Polizei“, sagt Norbert Deckers, Leiter des sozialen Dienstes im Stadt-Jugendamt, „die Eltern ihre Kinder wegnehmen will.“ Es geht um Hilfe zugunsten des Wohles des Kindes, bevor das in den Brunnen gefallen ist „oder unter Blumen vergraben gefunden wird“, erinnert er an traurige Fälle der jüngsten Vergangenheit.

Eingebunden in das Netzwerk, das die Stadt kontinuierlich aufbauen will, waren seit 2006 die Kinderkrankenhäuser. Seit November 2007 gibt es eine schriftliche Vereinbarung mit der Arge (Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung).

Westdeutsche Zeitung

1. Juni 2008
Kinder kommen zu schnell in Heime

Bremen. Nach dem tragischen Tod des kleinen Kevin aus Bremen werden viele Jungen und Mädchen nach Meinung des Deutschen Kinderschutzbundes vorschnell in Heimen oder Pflegefamilien untergebracht.

«Viele Mitarbeiter in den Jugendämter haben nun Angst und Sorge», sagte Präsident Heinz Hilgers vor der Mitgliederversammlung des Bundes in Bremen. «Sie denken, dann nehme ich das Kind lieber aus der Familie, ehe nachher der Staatsanwalt bei mir steht.»

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21. Mai 2008
Kinderschutz: Zusammenarbeit verbessern

Hannover. Zum besseren Schutz von gefährdeten Kindern sollen künftig Kinder- und Jugendhilfe sowie 80 Familiengerichte in Niedersachsen intensiver zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis der Dritten Niedersächsischen Kinderschutzkonferenz, die heute auf Initiative von Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann in Hannover stattgefunden hat.

"Familiengerichte und Jugendämter stehen beim Kinderschutz in einer engen Verantwortungsgemeinschaft. Tragische Fälle von Kindestoden in Folge von Misshandlungen müssen Anlass sein, die Rolle beteiligter Professionen immer wieder zu reflektieren", so Ross-Luttmann.

"Ziel muss immer sein, gute und dauerhafte Lösungen insbesondere für die betroffenen Kinder zu erreichen. Wir brauchen eine systematischere interdisziplinäre Verständigung über die Kriterien von Kindeswohlgefährdung. Nur dann können frühzeitig ergriffene Maßnahmen einer Kindeswohlgefährdung wirksam vorbeugen."

Sozialministerium und Justizministerium werden an vier Standorten in Niedersachsen gemeinsam eine Fortbildungsreihe für Familienrichterinnen und Familienrichter, Jugendamtsmitarbeiterinnen und Jugendamtsmitarbeiter sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte anbieten. Die Kosten für voraussichtlich 12 Veranstaltungen werden ungefähr 100.000 Euro betragen.

Ziel sind erweiterte Kenntnisse über die entwicklungspsychologischen Grundlagen kindlicher Entwicklung und über die zahlreichen Hilfemöglichkeiten der Jugendhilfe. Thema ist auch ein intensiveres Einwirken auf die Eltern, damit diese notwendige öffentliche Hilfen zur Wiederherstellung ihrer Elternkompetenz in Anspruch nehmen. Künftig sollen Richter Erziehungsgespräche anordnen können.

12. Mai 2005
21 Abgeordnete kümmern sich um Kindeswohl

Als es kürzlich um den Schutz von Kindern vor Misshandlungen gegangen ist, verstreuten sich 21 Politikerinnen und Politiker im Plenarsaal. Die anderen hatten sich mit Hinweisen auf wichtige Termine in ihrem Wahlkreis längst verabschiedet, denn samstags sind Fotos von Empfängen und Jubiläumsfeiern mit den örtlichen Abgeordneten in der Lokalpresse wichtiger als jedes politische Thema in Berlin.

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9. Mai 2008
Familiäres Umfeld für geistig behinderte Kinder

Familienpflege muss als Leistung der Eingliederungshilfe im SGB XII jetzt ausdrücklich geregelt werden, damit mehr körperlich und sogenannte "geistig" behinderte Kinder in einem familiären Umfeld aufwachsen können.

Können körperlich und "geistig" behinderte Kinder nicht in ihrer Herkunftsfamilie verbleiben, so sind die Sozialämter gegenüber Jugendämtern vorrangig leistungsverpflichtet. Die Sozialämter bringen die Kinder fast ausschließlich in Heimen und nicht in einer Pflegefamilie unter.

JuraForum, 9. Mai 2008

9. Mai 2008
Positive Zwischenbilanz

Der SPD-Ortsverein Holzhausen hat sich vom Ersten Beigeordneten Kai Abruszat über die Erfahrungen mit einem eigenständigen Jugendamt informieren lassen. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus, wie die SPD in einem Presseschreiben mitteilt. "Die Erwartungen bezüglich finanzieller Einsparungen und insbesondere engeren Verzahnungen Jugendamts-Mitarbeitern haben sich offensichtlich erfüllt. Durch das damit geschaffene feinmaschige Kontrollnetz ist auch die immer aktuelle Gefahr von unentdeckten Kindesverwahrlosungen sicherlich minimiert worden."

Vlothoer Anzeiger, 9. Mai 2008

6. Mai 2008
Wohlwollende Beurteilung des Inzest-Täters Josef Fritzl

Das zuständige Jugendamt soll im österreichischen Inzest-Fall der Familie Fritzl und deren Pflegekindern durchgehend eine wohlwollende Beurteilung ausgestellt haben. Josef Fritzl spielte offenbar die Rolle des naiven Großvaters.

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Netzwerke für Kinderschutz

Potsdam. Der Aufbau von interdisziplinären Netzwerken für den Kinderschutz in Brandenburg ist nach Einschätzung von Familienministerin Dagmar Ziegler (SPD) landesweit abgeschlossen. Diese Einrichtungen seien inzwischen flächendeckend vorhanden, antwortete die SPD-Politikerin auf eine parlamentarische Anfrage.

Welt online, 3. Mai 2008

23. April 2008
Wenn ein Jugendamts-Mitarbeiter zwei Mal klingelt...

40 bis 50 Prozent aller weiblichen Arbeitnehmerinnen und zehn Prozent der männlichen Arbeitnehmer sind schon einmal sexuell belästigt worden. So steht es in einer Studie der Europäischen Kommission. Zwei deutsche Gerichte sind dagegen wohl der Auffassung, dass es mehr sexuelle Belästigungen geben sollte: das Amtsgericht in Minden am 4. Oktober 2006, das Landgericht Bielefeld am 25. Juni 2007 - wenn ein Mitarbeiter eines Jugendamtes zwei Mal klingelt…

Geklingelt hat dieser in Minden und in Bielefeld Freigesprochene am 17. August 2005 gegen 10.30 Uhr an der Wohnungstür einer Mutter, deren Sohn zu jener Zeit im Kindergarten war. Anlass des Besuches war das Umgangsrecht des Vaters mit dem gemeinsamen Kind.

Nicht weiter schlimm fand das Bielefelder Landgericht und hielt schriftlich fest, dass sich jener Jugendamtsmitarbeiter an diesem Vormittag nicht nur für das Wohlergehen des Kindes interessierte, sondern noch viel mehr für das Privatleben seiner Gesprächspartnerin.

Läuft da noch was?

So fragte er sie, was denn noch so laufe, wenn der Partner gut 13 Jahre älter ist. Viel konnte das nach seiner Auffassung nicht mehr sein, notierte das Bielefelder Gericht und konnte auch nachvollziehen, dass der Jugendamtsmitarbeiter dies bedauerlich fand, schließlich saß ihm eine schöne Frau gegenüber, die er folgerichtig auf den Sofaplatz neben sich bat, nicht zuletzt, damit sie einen besseren Blick in die von ihm mitgebrachten Unterlagen wagen konnte. Er aber hatte nur Augen für sie, brachte dafür das Bielefelder Gericht volles Verständnis auf, doch sie - sie kehrte an ihren Platz zurück.

Sie hat die Faxen dicke

Nach einer Dreiviertelstunde hatte sie die Jugendamts-Faxen dicke und gab ihrem Besucher die Hand zum Abschiedsgruß, die er sogleich ergriff und sie auf diese Weise zu sich heranzog. Das war aber nur der erste Schritt zur vom Bielefelder Gericht begrüßten Bürgernähe, die sogar noch größer wurde, als er ihren dünnen Pullover nach oben schob und sich an ihren Brüsten zu schaffen machte. Nach den erforderlichen Streicheleinheiten stellte er den alten Pulloverzustand wieder her und verhielt sich nach Auffassung des Bielefelder Gerichtes auch sonst so, wie es heute wohl in einigen Amtsstuben gelehrt wird: “Er vergewisserte sich kurz, dass niemand den Vorgang von draußen durch die Fenster der Wohnung wahrnehmen konnte.”

Jetzt die linke Mutterbrust

Konnte niemand - also widmete sich der Jugendamtsmitarbeiter der linken Mutterbrust. Da sich in diesen Augenblicken bei ihm mehr tat als bei einem Mann, der über 13 Jahre älter ist als seine Partnerin, bedurfte es noch einer Bestandsaufnahme, die das Bielefelder Gericht mit diesen Worten verewigte: “…führte der Angeklagte ihre Hand jedoch an seine Hose im Bereich des Geschlechtsteils.”

So weit war nicht nur für das Amtsgericht in Minden, sondern auch für das Landgericht in Bielefeld alles in Ordnung, denn ohne Vollzug der Bürgernähe wäre dieser Besuch irgendwie… doch es gibt immer noch Staatsanwälte, die derlei Treiben unsittlich finden, dazu gesellt sich das Oberlandesgericht in Hamm und demnächst “eine andere kleine Strafkammer des Landgerichts Bielefelds”, die sich von Neuem mit diesem Behördenverhalten beschäftigen muss.

Siehe auch

Sieben Millionen Euro für Hilfsprogramme

"Wir müssen in die Familien hinein und sie bei der Erziehung unterstützen", informierte Schnell, dass im Kreis jährlich sieben Millionen Euro für Hilfsprogramme des Jugendamts ausgegeben werden.

Schwäbische Zeitung, 21. April 2008

Auch Jugendamt hat versagt

Der Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie hat eine Stadt verändert, in Schwerin ist nichts mehr wie es war. Der tragische Tod lastet auf der Landeshauptstadt. Die Zahl der Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung steigen, der Fall hat aber auch das politische Gefüge der Stadt zum Wanken gebracht.

stern, 15. April 2008

Mitarbeiter unternimmt nichts

Die Stadt Lüneburg zieht Konsequenzen aus dem Fall einer 17 Jahre alten Mutter, die Anfang Januar ihr Kind nach der Geburt erstickt hat: Noch im April werden Experten des Deutschen Jugendinstituts (DJI) aus München im Jugendamt Akten sichten und die Praxis der Jugendhilfe in Lüneburg begutachten, teilte die Stadt mit. Ein entsprechender Vertrag sei nun geschlossen worden. Ein Mitarbeiter des Jugendamtes hatte von der Schwangerschaft der Minderjährigen gewusst, aber nichts unternommen.

Welt Online, 2. April 2008

Schädlicher Einfluss von Jugendämtern

In einem in der März-2008-Augabe von "MUT" erschienenen Artikel geht Karin Jäckel mit dem Jugendamt hart ins Gericht und fordert mehr Aufsicht für diese Behörde.

Die Autorin und freie Journalistin malt ein düsteres Bild des Alltags des Jugendamtes sowie seines negativen Einflusses auf Familien-Strukturen. Die schädliche Wirkung auf die Kinder wird anhand von Beispielen erklärt.

Eucars, 28. März 2008


Ermittler durchsuchen Jugendamt

Nach dem gewaltsamen Tod der fünfjährigen Talea S. aus Wuppertal sind neben deren Pflegemutter auch Mitarbeiter des städtischen Jugendamtes ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. "Wir ermitteln gegen die zuständigen Sachbearbeiter wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen und wegen unterlassener Hilfeleistung", erklärte der Wuppertaler Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt am Donnerstag der Süddeutschen Zeitung. Zuvor hatten Ermittler die Räume des städtischen Jugendamtes in Wuppertal-Elberfeld durchsucht und Akten beschlagnahmt.

Süddeutsche Zeitung, 27. März 2008

Ermittlungen im Jugendamt

Es hätte ein weiterer Fall mit trauriger Berühmtheit wie der von Kevin, Jessica oder Lea-Sophie werden können: Doch die zwei Mädchen und der Junge eines Solinger Paares (24 und 26) sind – anders als diese drei – mit dem Leben davon gekommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen zwei Stadtbedienstete.

Rheinische Post, 7. März 2008

26. März 2008
Öffentliche Anklage auf Grundlage der Bamberger Erklärung
Hier lesen

26. März 2008
Im Netz gefunden: Jugendämter verletzen Menschenrechte

In Bamberg hat am 20. und 21. Oktober 2007 ein Symposium zum Thema „Deutsche Jugendämter und Europäische Menschenrechtskonvention“ unter Leitung von Annelise Oeschger, Präsidentin der Konferenz der Internationalen Nichtregierungsorganisationen des Europarates, stattgefunden. In einer Erklärung wurde festgestellt, dass deutsche Jugendämter Menschenrechte verletzen und dass es in Deutschland weder eine fachliche noch eine rechtliche Kontrolle der Jugendämter gebe.

Die Bamberger Erklärung

24. März 2008
Mönchengladbach: Jugendamt war in Mordwohnung

Unklar ist, was das Jugendamt der Stadt Mönchengladbach über die Situation in der Familie wusste. Laut Polizei war das Jugendamt in der Wohnung bereits vorstellig geworden, genauere Angaben konnten die Ermittler dazu noch nicht machen. Für eine Stellungnahme war von Seiten der Stadt niemand zu erreichen.

Gefunden in der "Zeit" vom 5. Februar 2008. Es geht um die Ermordung von zwei Kindern.

24. März 2008
Mönchengladbach: Doppelmord nach Gerichtstermin

"Am Freitag, dem 9. März 2007 sind eine 37-jährige Frau und deren 18-jährige Tochter nach den mir derzeit vorliegenden Erkenntnissen von dem von der Frau getrennt lebenden Ehemann in Mönchengladbach erschossen worden. Unmittelbar zuvor hatte vor dem Amtsgericht in Mönchengladbach-Rheydt ein familiengerichtlicher Anhörungstermin stattgefunden, bei dem auch der mutmaßliche Täter zugegen war. Obwohl gegen ihn ein Haftbefehl erlassen worden war, war eine Festnahme unterblieben."

Rede von Ministerin Müller-Piepenkötter im Rechtsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen am Mittwoch, 21. März 2007 "Doppelmord von Mönchengladbach". Darin verwickelt ist auch das Jugendamt von Mönchengladbach. Die atemberaubende Geschichte

24. März 2008
Mönchengladbach: Viele Behörden sind überfordert

Justicia, sagen einige, ist blind. Denn: Justicia hat verbundene Augen. Damit soll jedoch symbolisiert werden, dass vor den Schranken des Gerichtes alle gleich sind. Aber auch das ist ein Irrtum. Denn Justicia nimmt die Binde immer wieder ab, und dann ist Schluss mit der Gleichheit vor dem Gesetz. Das wird niemand bestreiten. Doch: Justicia ist auch noch vergesslich. Sogar Entscheidungen, die noch nicht einmal zwei Monate alt sind, geraten bei ihr in Vergessenheit.

Bei der Präsidentin des Mönchengladbacher Landgerichtes ebenfalls, die auf eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Amtsrichterin Oles erst einmal mit Hinweisen auf die Unabhängigkeit der Gerichte reagiert und dann schreibt: „So weit Sie des Weiteren behaupten, dass Richterin am Amtsgericht Oles sich Ihnen bzw. der Familie Müller gegenüber diskriminierend und demütigend geäußert habe, weise ich diese Anschuldigung als haltlos zurück. Richterin am Amtsgericht Oles hat mir glaubhaft versichert, die von Ihnen in Ihrer Eingabe in Bezug genommene Äußerungen niemals getätigt zu haben. Ich habe keine Veranlassung, an der Richtigkeit der Darstellung von Frau Oles zu zweifeln und bitte Sie, derartige haltlose Anschuldigungen und Vorwürfe künftig zu unterlassen.“
Haltlos sind die in der Dienstaufsichtsbeschwerde gemachten Vorwürfe aber keineswegs, sie sind Satz für Satz festgehalten worden und können somit von der Beschwerdeführerin bewiesen werden. Auch die Diskriminierung der Familie Müller kann bewiesen werden, denn es gibt einen schriftlichen Beschluss des Mönchengladbacher Amtsgerichtes in Sachen Frank und Sabine Müller gegen Almut D. vom Mönchengladbacher Betreuungsbüro PaS und das Jugendamt Mönchengladbach.

Mit diesem Beschluss vom 30. Januar 2008 ist es dabei geblieben, dass Frank und Sabine Müller kein Sorgerecht für ihre Tochter Jessica haben, die seit vier Jahren in einem Kinderheim lebt. Erneut sollen sich die Eltern der Zehnjährigen daran erinnern, dass es zu „Drohungen und gewalttätigen und sexuellen Übergriffen des Antragsstellers“ gekommen sei, heißt es in diesem schriftlichen Beschluss. Das ist keine Demütigung, das ist keine Diskriminierung von Frank Müller?

Da Jugendamt und Amtsgericht diesen Vorwurf immer und immer wieder wiederholen, habe ich am 2. Februar 2008 gegen die Amtsrichterin Oles und gegen die Jugendamtsmitarbeiterin Strafantrag wegen Strafvereitelung im Amt gestellt. Davon weiß die Landgerichtspräsidentin aber noch nichts, schreibt sie an die Beschwerdeführerin: „Ein Strafantrag des Herrn Tjaden gegen Frau Oles ist hier eben so wenig bekannt wie ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt, der Frau Oles zur Last gelegt werden könnte.“

Damit steht auch noch fest: Justicia arbeitet langsam, und Frank Müller muss den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs weiter mit sich herumschleppen. Ist dieser Vorwurf erst vom Tisch, haben Amtsrichterin Oles und die Jugendamtsmitarbeiterin ein neues Problem, sie hätten sich mit einer falschen Anschuldigung strafbar gemacht. Dafür muss Justicia nicht die Binde abnehmen.
Doch es drängen sich weitere Fragen in den Raum, in dem immer noch kein Platz ist für das Wohl von Jessica Müller. Denn das Mönchengladbacher Jugendamt ist keineswegs ein unbeschriebenes Blatt. In einem Prozess wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassung ist ein Mitarbeiter dieser Behörde laut Bericht der „Frankfurter Rundschau“ vom 3. August 2005 mit einem milden Urteil davongekommen, weil er aussagte: "Ich habe keinen 24-Stunden-Job. Ich bin kein Psychologe oder Psychiater und habe auch keine entsprechende Zusatzausbildung. Ich habe noch eine Vielzahl weiterer Familien in Krisen zu betreuen. Es gibt keine eindeutigen Empfehlungen oder Vorgehensweisen im Umgang mit psychisch kranken Eltern. Es gibt keine Arbeitsanweisungen des Jugendamtes Mönchengladbach zur Vorgehensweise bei Kindeswohlgefährdungen. Es gibt keine Kooperationsvereinbarungen oder Absprachen über die Betreuung von psychisch kranken Eltern zwischen Gesundheitsamt, Psychiatrie und Jugendamt."

Was es in diesem Jugendamt so alles nicht zu geben scheint, kann man kinderleicht im Internet finden. Ähnliche Zeugnisse muss man übrigens auch anderen Jugendämtern ausstellen, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die schwere Aufgabe, die sie zweifellos haben, nicht ausreichend qualifiziert sind und auch nicht ausreichend qualifiziert werden, weil es vielen Städten und Gemeinden am nötigen Geld für Aus- und Weiterbildung mangelt.
Ausbaden müssen es: Kinder!

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das sind sehr informative Seiten. Es wird höchste Zeit, dass Jugendämter von einer unabhängigen Instanz kontrolliert werden.

Heimkinderverband hat gesagt…

Ich fordere eine sofortige DNA Analyse sämtlicher Adoptionen in Österreich!
Die Jugendämter haben die Pflicht Inzest-Fälle aufzudecken!

Der Heimkinderverband Deutschland