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Montag, 11. Dezember 2017

Heimnachrichten 2017

Ermittlungsverfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft schließt die Akten: Die Ermittlungsverfahren gegen Betreiber und Mitarbeiter eines privaten Kinder- und Jugendheims in Salchendorf stehen vor der Einstellung. „Es hat keine konkreten Hinweise auf Straftaten gegeben“, sagt Patrick Baron von Grotthuss, Sprecher der Staatsanwaltschaft Siegen. Teilweise ging es in den Strafanzeigen auch um schon länger zurückliegende Vorfälle, die bereits verjährt wären. Gegen die Einstellung der Verfahren können die Anzeigenerstatter Beschwerde einlegen.

Westfalenpost, 11. Januar 2017

Alpträume kehren zurück

Als sie Anfang des Jahres das Bild vom Kinderheim im Schloss Molsdorf in unserer Zeitung sah, seien ihre Erinnerungen erwacht, schrieb uns eine Leserin. Auch ihre Albträume kehrten zurück.

Thüringer Allgemeine, 26. Januar 2017

Zehnjährige reißen aus

Die beiden Kinder waren augenscheinlich ohne Begleitung von Erwachsenen auf dem Bahnhofsvorplatz unterwegs. Ein Junge ergriff beim Anblick der Polizisten die Flucht. Vermutlich war es sein schlechtes Gewissen, da beide aus einem Düsseldorfer Kinderheim abgehauen waren.

Kölner Stadtanzeiger, 2. Februar 2017


Tür aufgebrochen
Ein Großvater und eine Großmutter brechen in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG, bis 2012 Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, dann Step gGmbH Hannover, 2014 geschlossen) eine Tür auf, ihre Enkelin sitzt allein mit Fieber und Schüttelfrost in einem Zimmer, dort gibt es nur eine Isomatte und eine Decke für den Schlafplatz.
Hier weiterlesen, 9. Februar 2017

Licht ins Medikamenten-Dunkel

In den 50er und 60er Jahren sollen Medikamente in Kinderheimen erprobt worden sein, ohne die Betroffenen nach einer Einwilligung zu fragen. Auch an der Universität Gießen könnte es solche Versuche gegeben haben. Volker Roelcke, Professor für Geschichte der Medizin, ist von der Uni beauftragt worden, Licht ins Dunkel zu bringen.

Frankfurter Rundschau, 9. Februar 2017

Medikamententests als Ausschussthema

Der Verdacht auf umfangreiche Medikamententests an Heimkindern vor Jahrzehnten in Hessen hat Ende vergangener Woche den Sozialausschuss des Landtags in Wiesbaden beschäftigt. Gehört wurde unter anderem die Pharmazeutin Sylvia Wagner, die bei ihren Forschungen auf entsprechende Hinweise gestoßen war.

Deutsche Apothekerzeitung, 13. März 2017

Aufenthaltsdauer entscheidend

Die Forscher schlussfolgern, dass Vernachlässigung nicht zwangsläufig zu seelischen Narben führt. Die Dauer ist entscheidend. Manche der rumänischen Kinder waren bis zu 43 Monate im Heim gewesen, bevor britische Paare sie adoptierten. Bei ihnen zeigten sich Züge von Autismus, andere waren hyperaktiv, fielen durch soziale Anpassungsschwierigkeiten auf und alle erreichten insgesamt ein niedrigeres Bildungsniveau.

Paradisi, 15. März 2017

Späte Hilfe für Heimopfer

Opfer der erschreckenden Missstände in deutschen Kinderheimen und Psychiatrien zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren leiden bis heute unter dieser Zeit. So wie in Schleswig, wo NDR Recherchen unter anderem folgenschwere Medikamentenversuche im ehemaligen Landeskrankenhaus ans Licht brachten. Bund, Länder und Kirchen wollen das Geschehene nun in einer gemeinsamen Stiftung aufarbeiten und den Betroffenen helfen. Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) hat am Mittwoch in Neumünster eine Anlauf- und Beratungsstelle für damalige Opfer eröffnet.

NDR, 29. März 2017

Enormer Gesprächsbedarf

„Wir wollen Impulse geben. Es gibt enormen Gesprächsbedarf“, sagte Dr. Wiebke Janssen, Leiterin des Dokumentationszentrums des Bürgerkomitees Magdeburg. Das ist Auftakt und Resümee einer Veranstaltung rund um das Thema „Heimkinder“, zu der gut 70 Betroffene und Interessierte jüngst in den Räumen der Gedenkstätte am Moritzplatz in Magdeburg zusammenkamen. Heimkinder in der DDR und in der alten Bundesrepublik haben oft im Ergebnis ähnliche Demütigungen, Missbräuche, Diskriminierungen und Ausbeutung erlitten, obwohl die politischen Systeme sehr unterschiedlich waren.

Volksstimme, 6. April 2017

Missbrauch in evangelischem Kinderheim

Nach einem Aufruf des Kirchenkreises Hamburg-Ost im Oktober haben sich mehrere ehemalige Bewohner des evangelischen Kinderheimes gemeldet, in dem in den 80er-Jahren mehrere Kinder sexuelle missbraucht worden sein sollen. Die Aussagen seien schlüssig und glaubwürdig, erklärte Pröpstin Ulrike Murrmann am Donnerstag. Die Gespräche mit den Personen stünden erst am Anfang. Es habe sich aber gezeigt, so Pröpstin Murmann, „dass wir auf dem richtigen Weg sind“. Nun werde nach weiteren Zeitzeugen gesucht.

Welt N24, 4. Mai 2017

Immer mehr Heimkinder

Die Zahl der in Kinderheimen und anderen Fürsorgeeinrichtungen untergekommenen Heranwachsenden ist in Sachsen-Anhalt stark gestiegen. 2016 waren mehr als 2800 Plätze belegt, wie eine Sprecherin des Landesverwaltungsamts sagte. 2013 waren es nur knapp 2150.

Mitteldeutsche Zeitung, 25. Mai 2017

Kindersex im Heim

Mindestens 20-mal soll ein heute 20-jähriger ehemaliger Bewohner eines christlichen Kinderheimes in Murrhardt Geschlechtsverkehr mit einem damals Zwölfjährigen gehabt haben. Der Jüngere wohnte ebenfalls in dem Heim.

Winnender Zeitung, 26. Mai 2017

Erinnerungen an Heim-Kindheit

Für den heute 76-jährigen Helmut Liske war der Rundgang durch die Räume des Kinder- und Jugendheims eine emotionale Angelegenheit. Unmittelbar nach Gründung der Einrichtung im Jahr 1947 zählte der damals sechsjährige Junge zu den ersten Bewohnern. Die Umstände waren dramatisch: „Wir stammten aus Schlesien und mussten vor dem Krieg fliehen. In Chemnitz wurde unser Zug bombardiert, meine Mutter starb dabei. Mein Vater galt schon längere Zeit als vermisst“.

Ostthüringer Zeitung, 20. Juni 2017

Prügelnde Ordensschwestern

Im Kinderheim Steig in Appenzell Innerrhoden wurden Kinder zwischen 1945 und 1984 von Ordensschwestern zum Teil exzessiv körperlich bestraft. Auch sexueller Missbrauch soll im Heim passiert sein. Nun hat die Kantonsregierung die Opfer um Entschuldigung gebeten.

Neue Zürcher Zeitung, 3. Juli 2017

Schlimme Erfahrungen

„Kinderheim“ sei doch eigentlich aus zwei positiven Wörtern zusammengesetzt, sagte der Rheinfelder Hobbyhistoriker Jost Baier in seiner Begrüßung zum Vortrag mit Zeitzeugen im Rahmen der Ausstellung „Verwahrlost und gefährdet?“ im neuen Schauraum der Tourist-Info Rheinfelden. Im Publikum saßen zahlreiche ehemalige Bewohner des Evangelischen Kinderheims in Schloss Beuggen, die es besser wussten.

Südkurier, 18. Juli 2017 

Deeskalation eine wichtige Aufgabe

Auch Gewalt ist in den Jugendheimen ein Thema. „Die allermeisten unserer Betreuten haben wenig soziale Fähigkeiten, um ihren Stress und ihren Frust verbal zu kommunizieren“, erklärt Helenenberg-Leiterin Schmitz. Daher gehöre die Pädagogik zur Deeskalation zu den wichtigsten Aufgaben der Betreuung. Die Jugendlichen könnten so lernen, emotionale Verletzungen mit Worten und nicht mit der Faust zum Ausdruck zu bringen.

Mannheim 24, 19. Juli 2017 

Krefelderin läuft für Kinderrechte bis nach Berlin

Das war ein Heim für Mädchen; ich war eine Sinti; vielleicht lag es auch daran, dass ich die Neue war. Jedenfalls haben die anderen Mädchen mir das Leben zur Hölle gemacht, mich gequält. Ich hab es nicht mehr ausgehalten und bin weggelaufen.

Rheinische Post, 24. Juli 2017

Panzer als Schutz

Soost entstand aus einer Affäre, sein eigener Vater wollte nichts von ihm wissen, seine Mutter wurde nach der Scheidung von ihrem Ehemann manisch-depressiv. Um den kleinen Detlef und seine Halbschwester Evelyn konnte sie sich nicht kümmern. Also musste der damals Vierjährige ins Heim, wo er elf Jahre lang blieb: "Ich hab mir damals einen dicken Panzer als Schutz aufgebaut, um nicht an ihrem Desinteresse kaputtzugehen."

t-online, 31. Juli 2017

Ermittlungen gegen Kinderheim Silz eingestellt

Die durchgeführten Ermittlungen haben keine Beweise dafür ergeben, dass Mitarbeiter und Verantwortliche des Kinderheims Silz Straftaten zum Nachteil von Heimbewohnern begangen haben. Die Verfahren wurden deshalb nach § 170 Absatz 2 der Strafprozessordnung eingestellt. Ein Teil der vorgebrachten Vorwürfe – wie etwa, dass ein Kind die Treppe heruntergetreten worden sei oder ein Erzieher sich zur Fixierung auf ein am Boden liegendes Kind gekniet hätte – hat sich bereits deshalb nicht bestätigt, weil einige der mutmaßlich Geschädigten im Rahmen ihrer Vernehmung in Abrede stellten, dass es zu den vorgebrachten Geschehnissen gekommen sei.

Metropolnews, 7. August 2017

Ausstellungsthema Kinderheime

Welche Spuren haben die Erfahrungen in den Kinderheimen bei ehemaligen Heimkindern zwischen 1949 und 1975 hinterlassen? Das ZfP Südwürttemberg und das Institut für Soziale Berufe Ravensburg suchen in der Wanderausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg nach Antworten auf diese und weitere Fragen, ist einer Pressemitteilung zu entnehmen. Seit 10. August bis 18. Oktober gibt die Ausstellung im Zentralgebäude des ZfP Südwürttemberg in Weißenau Einblicke in die Institutionen der damaligen Zeit.

Schwäbische Zeitung, 16. August 2017

Wiedersehen nach 72 Jahren

In den Kriegswirren verlieren die beiden sich aus den Augen. Sie flüchtet im November 1944 aus Ostpreußen nach Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern, er landet mit zwei Jahren mit einem Kindertransport im Erzgebirge und durchlebt fortan eine Odyssee durch Kinderheime und Krankenhäuser, kommt schließlich bei einer Pflegefamilie unter.

Frankfurter Rundschau, 30. August 2017

Das Schicksal der jüdischen Schüler

Die Situation für die Juden und somit auch für die ehemaligen Schüler auf dem Foto ändert sich schlagartig mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Auch der Boykott der jüdischen Geschäfte beginnt. Mit dem Reichsparteitag 1935 verschärft sich die Situation. Es gibt offene Angriffe gegen die jüdischen Mitbürger. Die Eltern reagieren, indem sie versuchen, ihre Kinder in die Anonymität von Großstädten zu bringen, sie im sicheren Hort eines Kinderheimes oder Internates unterzubringen.

Augsburger Allgemeine, 5. September 2017

Stille Schreie ehemaliger DDR-Heimkinder

„Die stillen Schreie ehemaliger Heimkinder der DDR“ - schon der Arbeitstitel zeigt, es ist kein einfaches Projekt, dem sich Jana Franziska Schmidt im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes in der Stadtverwaltung Jena widmet.

Focus, 12. September 2017


Drohung mit Gewalt
Ein größeres Polizeiaufgebot hat am Donnerstagabend ein 15 Jahre alter Bewohner eines Kinderheimes in Büchlberg (Landkreis Passau) auf den Plan gerufen. Der Heranwachsende kündigte sich und anderen gegenüber Gewalttätigkeiten an. Er wurde in ein Bezirkskrankenhaus zur weiteren Behandlung eingeliefert. Die Kripo Passau hat die Ermittlungen übernommen.
Der 15-Jährige kündigte die Gewalttätigkeiten gegenüber einer Bediensteten gegen 21.15 Uhr an. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Die Beamten der Polizeiinspektion Passau konnten den jungen Mann in der Einrichtung widerstandslos in Gewahrsam nehmen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte keine Waffen oder andere gefährliche Gegenstände. Da er sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

22. September 2017

Religiöse Gewalt

Wer die Worte Kinderheim und Nachkriegszeit hört, ist mittlerweile alarmiert. Unverzüglich stehen Fragen nach der Prügelstrafe, sexuellem Missbrauch oder – weil sich die meisten Heime in konfessioneller Trägerschaft befanden – religiöser Gewalt im Raum.

Stuttgarter Nachrichten, 15. Oktober 2017

Heimkinder gequält

Die Vorwürfe sind gewaltig: Führungskräfte und Mitarbeiter einer intensivpädagogischen Einrichtung in Niedersachsen sollen dafür verantwortlich gewesen sein, dass Jugendliche dort zur Strafe tagelang in Zimmern eingesperrt wurden. Laut Anklage sollen Betreuer die Bewohner auch mit Schlägen und Tritten verletzt haben. Nun wird den drei Männern und einer Frau der Prozess gemacht.

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 17. Oktober 2017


Haasenburg: Verhandlungstermin aufgehoben

Der Termin für die Verhandlung über die Betriebserlaubnis der Haasenburg-Erziehungsheime ist aufgehoben. Als Grund nannte das Verwaltungsgericht Cottbus am Donnerstag weitere Sachaufklärung, die noch erfolgen müsse. Eigentlich war der Verhandlungsbeginn für den 23. November geplant. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, heißt es. 2013 waren Vorwürfe gegen Betreuer laut geworden, sie hätten Heimbewohner drangsaliert und gedemütigt. Ende 2013 mussten die Haasenburg-Heime für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche auf Weisung der damaligen Jugendministerin Martina Münch (SPD) schließen. Der Betreiber klagte gegen den Entzug der Betriebserlaubnis.

Schüler beschäftigen sich mit DDR-Heimgeschichte

Manchmal fällt es Shari Leuthäuser schwer, die richtigen Worte zu finden. Ebenso wie bei Anna-Victoria Lehnert, Celine Georg und Lukas Klink haben sich die Erzählungen ehemaliger Insassen von DDR-Kinderheimen tief in ihre Erinnerungen eingegraben. Im Geschichtsunterricht haben sie sich mit diesem dunklen Kapitel der DDR-Geschichte befasst.

Main-Spitze, 29. November 2017

Noch ist Polen nicht verloren?
In Breit (Hunsrück) geschieht im Dezember 2012 ein Mord. Der Mörder wird im Juni 2013 zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe verurteilt. Eine polnische Pflegemutter kümmert sich seit Anfang 2014 um zwei Kinder, die nach dem Mord traumatisiert sind. Im Dezember 2016 (einen Tag vor Heiligabend!) werden ihr die Kinder wieder weggenommen. Sie leben seitdem in einem Kinderheim. Und sollen dort bleiben. Die Pflegemutter ist Schauspielerin, Dichterin, Dolmetscherin und Lehrerin.

"Ich werde verleumdet", sagt sie. Wie man sich fühlt, wenn man von einem Jugendamt verleumdet wird, weiß ich. Das machen einige dieser Behörden bedenkenlos. Besonders dreist ist allerdings das Jugendamt von Wilhelmshaven gewesen.

Das Jugendamt, 9. Dezember 2017  

Sonntag, 18. Dezember 2016

Jugendämter 2016

Radtour zu einem Gerichtsvollzieher

Zuverlässigen Quellen zufolge ist mein erster Satz "La li lap" gewesen. Meine Eltern übersetzten dieses Kleinkind-Sprech  mit "Lachst dich schlapp". Gesagt haben soll ich das immer, wenn ich auf einen Tisch kletterte und mich fallen ließ, um Sterne sehen. Das hat nun hoffentlich kein Jugendamts-Mitarbeiter der Stadt Wilhelmshaven gelesen, sonst wird meinen Eltern noch nach ihrem Tod rückwirkend das Sorgerecht für mich entzogen. Bei dieser Behörde muss man inzwischen mit allem rechnen. Das wäre das erste Thema meiner heutigen Ausführungen. Also merken: Jugendamt Wilhelmshaven.

Blog dir deine Meinung, 25. Januar 2016

Scharfe Kritik an Jugendamt Altona

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat im Fall Tayler erneut die Arbeit des Jugendamts Altona scharf kritisiert. «Offenbar haben manche ein Problem damit, neue Regeln für sich anzunehmen. Das muss sich ändern. Alle in der Jugendhilfe - vom Mitarbeiter bis zur Führungskraft - müssen dafür sorgen, dass Regeln bekannt sind und befolgt werden», sagte sie der «Bild»-Zeitung (Freitag). Gleichzeitig kündigte die Senatorin an: «Wir werden die Jugendämter künftig deutlich mehr daraufhin kontrollieren, ob umgesetzt wird, was verabredet ist.» Der einjährige Tayler war im Dezember vergangenen Jahres mutmaßlich an Misshandlungen gestorben, obwohl er vom Jugendamt Altona betreut worden war. Unter Verdacht stehen seine Mutter oder sein Stiefvater.

SHZ, 26. Februar 2016


Ohne Jugendamt wohnt man schöner

Mit dieser Mitarbeiterin des Wilhelmshavener Jugendamtes kann man auch als Polizeibeamter von Wilhelmshaven eigentlich nur zweimal auftauchen: einmal zum Vorstellen und einmal zum Entschuldigen. Der Polizeibeamte Christopher Baier ist am 17. Juni 2013 gegen 21.40 Uhr aber nicht nur mit dieser Jugendamtsmitarbeiterin aufgetaucht, er hatte auch einen Kollegen dabei, die beiden drangen mit Gewalt in meine Wohnung ein, während die Jugendamtsmitarbeiterin draußen schweigend verharrte und der Dinge harrte, die sie angeordnet hatte. Sie war offenbar der Meinung, dass ich Kinder klauen könnte, um sie in meiner Wohnung zu verstecken. Ich hatte aber kein Kind geklaut.

Hier weiterlesen 22. März 2016

Pflegeeltern verklagen Hamburg

Antragsteller ist Herr M. vom Jugendamt – obwohl er für die Schusters gar nicht zuständig ist. Und hier findet sich wohl die Antwort für die skandalöse Eskalation des Falls: Kaum vorstellbar, dass vorher alle an dem Fall Beteiligten irrten oder dass sich die Schusters im Handumdrehen von liebevollen Pflegeeltern zur Gefahr für Jule verwandelten. Nein, im Sommer 2009 beginnt ein perfides Machtspiel zwischen dem ASD-Mitarbeiter Herrn M., der von seiner Leitung gedeckt wird, und Pflegeeltern, die sehr genau um ihre Rechte wissen, weil Holger Schuster als Diplom-Sozialpädagoge selbst Jahrzehnte beim ASD gearbeitet hat. Und die sich fortan mit allen Mitteln gegen den Sorgerechtsentzug und die später drohende Herausnahme von Jule aus ihrer Pflegefamilie wehren.

Hamburger Abendblatt, 1. April 2016

Tritt eines Polizisten gegen ein Kind?
Das Video eines Polizeieinsatzes vom Donnerstagabend verbreitet sich derzeit im Netz. Zu sehen: Ein rabiat verlaufender Einsatz des Jugendamtes, durchgeführt von Polizisten. 10 000 Klicks hat das Video bereits bei Youtube. Der große Aufreger ist der mutmaßliche Tritt eines Beamten gegen das Kind!
Bild, 26. April 2016

Streit mit Jugendamt um Sozialleistungen 

Im Landkreis Nordwestmecklenburg gibt es Streit zwischen Jugendamt und Eltern. Der Grund: Die Eltern fordern eine angemessene Beschulung und Eingliederungshilfe für ihre Kinder. Doch das Jugendamt verweigert jegliche Leistungen. Auch der Autist Andreas Lindner ist betroffen gewesen. Erst durch ein Gerichtsurteil erhielt die Familie die Leistungen des Jugendamts.

NDR, 4. Mai 2016


Kinder als Spielball 

Immer größere Sorgen bereitet der Verwaltungswirtin der Bereich Trennungen und Scheidungen von Partnerschaften mit Kindern. Nahezu jeder zweite Jugendliche unter 16 Jahren musste bereits ein- oder gar mehrfach die Auflösung von elterlichen Partnerschaften verkraften. „Wir erleben leider immer häufiger, dass Eltern ihre Kinder zum Spielball der Trennung machen“, sagt Wehle. Sie trügen auf ihrem Rücken all ihre Enttäuschung, ihre Kränkungen oder manchmal gar ihre Verzweiflung über die gescheiterte Partnerschaft aus.

Märkische Allgemeine Zeitung, 7. Mai 2016


Burgdorfer Kreisblatt startet Umfrage

Das "Burgdorfer Kreisblatt" hat eine Umfrage über Jugendämter gestartet. Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit dieser Behörden - oder hatten Sie noch nie etwas mit einem Jugendamt zu tun?

Wordpress, 1. Juni 2016

Jugendämter vor Kollaps
Jugendämter stehen besonders in der Kritik, sie haben die undankbare Aufgabe, es möglichst allen recht zu machen: den Eltern, der Öffentlichkeit. Hinterher haben es alle besser gewusst: das Amt hat zu früh eingegriffen, das Amt hat zu spät reagiert, die Vorwürfe sind austauschbar. Für die Mitarbeiter keine leichte Situation. "Seit Jahren fehlt Personal, zugleich nimmt die Zahl kritischer Fälle zu", klagt Monika Wallor vom Jugendamt Berlin-Mitte über den offensichtlichen Notstand. Für sie ein Dilemma, die Sozialpädagogin will Kindern helfen und sie beschützen, kann es aber oft nicht.
RTL, 24. Juni 2016

Sonderblog für Jugendamt Wilhelmshaven

Dem Jugendamt von Wilhelmshaven habe ich einen Sonderblog gewidmet. Diese Behörde setzt Polizeibeamte ein, die sich falsche Namen geben.

Das Jugendamt, 24. Juli 2016


Nach Missbrauch viele Fragen offen
Nach dem Kindesmissbrauch im Verein Power for Kids, der Verurteilung von Peter B. zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft und der Vorlage des Abschlussberichtes des Sonderausschusses der Stadtvertretung zur Rolle des Jugendamtes im Missbrauchsprozess sind drei Punkte offen geblieben. Erstens: Der Jugendhilfeausschuss hat seinem Vorsitzenden das Misstrauen ausgesprochen und ihn zum Rücktritt aufgefordert. Passiert ist danach nichts. Zweitens: Der Sonderausschuss rät der Oberbürgermeisterin, den Bereich Jugendhilfe vom Großamt Jugend, Soziales und Sport abzuspalten. Auf dem neuesten Organigramm der Stadtverwaltung gibt es immer noch das Großamt. Und drittens: Warum ist die Jugendamtsleiterin von der Oberbürgermeisterin wieder mit allen Aufgaben betraut worden?
Schweriner Volkszeitung, 27. Juli 2016

Immer mehr Kontrollen von Jugendämtern

Die deutschen Jugendämter prüfen immer häufiger, ob das Wohl eines Kindes in Gefahr ist. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, gab es im vergangenen Jahr rund 129.000 solcher Verfahren. Das entspricht einem Zuwachs von rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von allen im Jahr 2015 eingeleiteten Verfahren bewerteten die Behörden rund 20.800 als akut. Das ist ein Anstieg gegenüber 2014 um 11,7 Prozent. Bei knapp 24.200 Verfahren erkannten die Jugendämter eine latente Kindeswohlgefährdung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Oktober 2016


Eltern kämpfen gegen Jugendamt
Manchmal bekommt Bastian einfach einen Wutanfall. Oder er beschimpft ältere Mitschüler auf dem Schulhof. Der Elfjährige lebt wegen einer Entwicklungsstörung nicht mit seinen Eltern und Geschwistern zusammen, sondern in einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Doch nun ist ein Streit zwischen Eltern und Jugendamt darüber entbrannt, was das Beste für den Elfjährigen ist.
Stern, 14. Oktober 2016

Jugendämter schärfer kontrollieren
Kinder dürften nur noch dann von ihren Eltern und Geschwistern getrennt und „fremdplatziert“ werden, wenn wirklich nachweisbar triftige Gründe vorliegen – und nicht etwa nur aufgrund eines von den Jugendämtern in Auftrag gegebenen Gefälligkeitsgutachtens, in dem es schon ausreicht, wenn ein Sozialarbeiter oder -pädagoge bemängelt, dass die Familie nicht eine 100prozentige Perfektion erreicht hat.
Rechtsanwalt Rainer Bohm, 24. Oktober 2016

Probleme in vielen Jugendämtern

Nach dem gewaltsamen Tod des fünfjährigen Luca gibt es Kritik am Jugendamt der Stadt Viersen. Denn Berichte über Misshandlungen in der Familie waren der Behörde schon seit Monaten bekannt. Laut Friedhelm Güthoff vom Kinderschutzbund NRW gibt es in vielen Jugendämter strukturelle Probleme.

WDR, 27. Oktober 2016

Lesetipp zum Jugendamt Viersen Hier klicken

Bei sich selbst eingekauft
Jahrelang hat ein früherer Beamter des Jugendamtes die Bonner Stadtkasse geschröpft, indem er unter anderem für städtische Kitas Handcremes und andere Pflegeprodukte seiner eigenen Firma über Strohleute erwarb und der Stadt in Rechnung stellte. Außerdem kaufte er auf Kosten der Stadt ganze Wohnungseinrichtungen ein. Vor Gericht legte der 32-Jährige nun ein umfassendes Geständnis ab.
Generalanzeiger Bonn, 13. Dezember 2016

Fiktiver Weihnachtsgruß an einen Neunjährigen

Lieber J.,

wie du siehst, haben wir uns bei der Auswahl unserer Weihnachtskarte große Mühe gegeben. Einiges wirst du noch nicht verstehen, deswegen solltest du unseren Gruß immer wieder lesen, bis du alles verstanden hast. Solltest du dann einmal bei uns vorbeischauen wollen, so sei dir jetzt schon gesagt, dass wir das nicht besonders gut finden würden, denn du würdest uns sicherlich Fragen stellen, die wir nur ungern beantworten. Das ist nicht nur bei dir so.


Jugendamt Wilhelmshaven, 17. Dezember 2016

Donnerstag, 6. November 2014

Jugendämter 2014

90 Fälle für einen Mitarbeiter

Die Grüne Jugendpolitikerin Christiane Blömeke hat den Fall Yagmur zum Anlass genommen, den Senat zu fragen, wie hoch die Fallbelastung der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) in den Jahren 2012 und 2013 war. Das Mädchen Yagmur wurde im Dezember in ihrem Elternhaus zu Tode geprügelt, obwohl nacheinander die Jugendämter Bergedorf, Eimsbüttel und Mitte für ihren Schutz zuständig waren. Heraus kamen erschreckende Zahlen. Im Jahr 2013 war ein ASD-Mitarbeiter im Durchschnitt für knapp 90 Fälle zuständig.

taz, 23. Januar 2014



Ich schreibe nichts Falsches
Aber sicher, Herr (Rechtsanwalt) Laß! Ich werde auch weiterhin keine unrichtigen Angaben über den Polizeieinsatz veröffentlichen. Allerdings hätte ich da ein paar Fragen: “Welche meiner Veröffentlichungen ist denn bisher unzutreffend gewesen? Dass sich die Polizeibeamten Wiegand und Schweiger genannt haben? Dass sie in meine Wohnung eingedrungen sind, ohne sich auszuweisen und mir einen Grund zu nennen?”
Was hat mir der Anwalt da eigentlich geschickt?, 10. April 2014

Radikalste Maßnahme
Im vergangenen Jahr mussten 221 in Not geratene Kinder und Jugendliche im Kreis Pinneberg aus ihren Familien herausgenommen werden. Die Inobhutnahme ist die radikalste Maßnahme des Jugendamtes, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Insgesamt 118 jugendliche Mädchen und 50 Jungen fanden im Kinderschutzhaus des gemeinnützigen Vereins Perspektive in Elmshorn Schutz. Die Perspektive arbeitet im Auftrag der Jugendämter und Sozialen Dienste im Kreis. Die Kleinsten kommen in Bereitschaftspflegefamilien unter. Im Jahr 2013 waren es 53 Säuglinge und Kinder. Das geht aus dem Jahresbericht der Perspektive hervor.
Hamburger Abendblatt, 21. April 2014


Wie ein Rollkommando

Das Jugendamt kommt wie ein Rollkommando. Erst bittet eine Mutter wegen eines Rückenleidens um eine Haushaltshilfe. Dann sind die Kinder weg.

Explosiv, 28. Oktober 2014


Der Arschloch-Faktor

Arschlöcher sitzen in Behörden. Beispielsweise in Jugendämtern. Weiß ich aus Erfahrung, weil ich Eltern, Mütter und Väter berate, die Stress mit diesen Behörden haben. Wir müssen nur hinhören. Bei Jugendämtern, wenn sie schweigen. Das machen viele derzeit geradezu betreten. Während sich der Richterbund fragt, warum Richter auf falsche Familiengutachten hereingefallen sind, fragen sich Jugendämter - nichts?

blogdirdeinemeinung, 6. November 2014