Posts mit dem Label Kindesentzug werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kindesentzug werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 8. November 2022

Jugendämter 2022

Ein Krimi
mit wahren
Begebenheiten.
Hier bestellen
Kindesentzug nach überholter PAS-Theorie

Hinter dem Vorwurf, dass die Mutter ihr Kind manipulieren würde, steckt eine veraltete Theorie eines amerikanischen Psychiaters: Sie heißt "Parental Alienation Syndrome" (PAS). Es ist die These einer zu engen, geradezu symbiotischen Bindung zwischen zumeist Mutter und Kind, ohne Platz für den Vater. Dieser werde völlig unbegründet abgelehnt und aus dem Leben des Kindes gedrängt. Eine Folge davon könne sein, dass das Kind keine eigene Identität entwickle.

NDR, 11. Januar 2022

Kein Geld für Ausreise gezahlt

Dieser Vormund habe grundsätzlich ausschließlich im Interesse seines Mündels zu agieren, betont die Rathaussprecherin. Dabei habe der Vormund selbstverständlich aber auch geltendes Recht zu beachten. Es sei zudem nicht Aufgabe der Jugendämter, finanzielle Mittel für eine freiwillige Ausreise zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Berichterstattung könne allerdings durchaus der Eindruck entstanden sein, dass dies in diesem Fall geschehen ist. „Dem ist aber nicht so“, versichert die Sprecherin.

Die Rheinpfalz, 4. Februar 2022

Jugendamtsmitarbeiterin angezeigt

Oerlinghausen. Als das Verwaltungsgericht Minden Ende November vergangenen Jahres die Inobhutnahme des Kindes von Elke D. (Name geändert) für rechtswidrig erklärte (NW berichtete mehrfach), war die Mutter zwar erleichtert, konnte sich aber nicht wirklich freuen. Sie befürchtete damals, dass die Sache noch nicht ausgestanden sei und sie weiter um ihr Kind kämpfen muss. Sie sollte recht behalten. Mittlerweile hat das Landeskriminalamt (LKA) Ermittlungen gegen den Vater des Kindes aufgenommen. Er steht im Verdacht, sein eigenes Kind sexuell missbraucht zu haben.

Neue Westfälische, 13. März 2022

Gesetz soll Kinder besser schützen

Die größten Missbrauchsskandale der deutschen Geschichte haben sich in Nordrhein-Westfalen ereignet. 2018 und 2019 wurden sie aufgedeckt. Daraufhin erklärte die Landesregierung den Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit. Gleich zweifach reagierte sie auf die Verbrechen, die sich in Lügde, Münster und Bergisch Gladbach zutrugen. Zum einen mit viel Geld und Personal für Online-Ermittlungen der Polizei. Zum anderen mit einem Kinderschutzgesetz, das sie nun, kurz vor Schluss der Legislaturperiode, vorlegt. Das soll vor allem Jugendämter befähigen, bei Missbrauch künftig früher einzugreifen.

Die Welt, 22. März 2022

Kindeswohlgefährdung mit System

Eine neue Studie offenbart, dass Familiengerichte und Jugendämter systematisch zugunsten der Väter urteilen – gegen das Wohl der Kinder.

SHZ, 5. April 2022

Jugendamt holt Baby aus Krankenhaus

Eigentlich fühlte sich Nadine E. mit ihrem Neugeborenen sicher im Krankenhaus. Doch als die junge Mutter aus Neubrandenburg ihren Sohn wenige Stunden nach der Geburt zum Flasche-Geben an eine Mitarbeiterin der Klinik übergab, sah sie ihr Kind zum vorerst letzten Mal. Das Jugendamt nahm das Baby gleich vor Ort in Obhut. Derzeit sehen Nadine E. und ihr Verlobter Jörg S. das wenige Wochen alte Kind nach eigenen Angaben nur auf Fotos.

Nordkurier, 10. Mai 2022

Zwei Kinder ermordet-Wo war das Jugendamt?

"Wo waren die Nachbarn, war das Jugendamt, warst du, war ich?" Ein handgeschriebener Zettel flattert vor dem Mehrfamilienhaus in der Hanauer Römerstraße. Blumen, Kerzen und Plüschtiere für den elfjährigen Jannatveer und seine siebenjährige Schwester Mukhmanii, die hier vor knapp einer Woche gestorben sind: mutmaßlich getötet vom eigenen Vater, der bislang zu den Vorwürfen schweigt. Monatelang war die Familie vom Jugendamt und einem freien sozialen Träger betreut worden.

Deshalb prüft die Staatsanwaltschaft neben den Vorwürfen gegen den Vater auch die Rolle der Behörden in dem tragischen Fall. Schlug der freie soziale Träger zu spät Alarm? Schätzte das Jugendamt die Lage falsch ein?

Hessenschau, 18. Mai 2022

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren ein

Der Fall erregte auch über die Region hinaus im vergangenen Jahr Aufsehen: Ein Mann aus dem Steinlachtal hatte zwei Mädchen sexuelle Gewalt angetan, die ihm das Jugendamt als Pflegetöchter anvertraut hatte. Schon im Prozess wurde Kritik an der Arbeit der Behörde laut. Denn nachdem eine Pflegetochter dem Jugendamt von den Übergriffen berichtet hatte, konfrontierten Mitarbeiterinnen den Mann mit den Vorwürfen – noch vor einer Anzeige bei der Polizei.

Später stellte die Kriminalpolizei fest, dass kinderpornografische Bilder und Videos von elektronischen Geräten des Mannes gelöscht worden waren. Außerdem hielt die als Zeugin vernommene Psychologin Heidrun Overberg dem Amt im Prozess vor, bereits vor den Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs auf schwerwiegende Probleme in der Pflegefamilie hingewiesen zu haben. Daraufhin habe die Behörde zu wenig unternommen.

Schwäbisches Tagblatt, 20. Mai 2022

Kind im Krankenhaus weggenommen

Nach einem Unfall wird den Eltern Manuela und Nils H. aus Königswinter ihre drei Monate alte Tochter Lina weggenommen – am 31. März 2022, noch im Krankenhaus. Im Reflex hatte zuvor der Vater nach eigener Aussage das Kind gesichert, als es drohte, auf den Boden zu fallen. Dabei brach sich das Kind den Arm. Im Krankenhaus wurden angeblich weitere, ältere Rippenbrüche festgestellt sowie kleine blaue Flecken am Bauch. Die blauen Flecken seien dem Kinderarzt bei der U4 gezeigt worden, die ein paar Tage vor dem Unfall stattfand, betonen die Eltern.

Honnef heute, 5. Juli 2022

Strafanzeige wegen Lügen und Schlampereien

Das Jugendamt soll Familien helfen. In vielen Fällen tut das das Amt in der Börde. Aber wohl nicht in allen. Es hängen Vorwürfe wie Falschaussagen und das Hinauszögern von Akteneinsicht im Raum – gegipfelt in einer Strafanzeige und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Volksstimme, 8. September 2022

Achtjährige darf Haus nicht verlassen

Ein acht Jahre altes Mädchen soll nahezu sein gesamtes Leben lang in einem Haus im Sauerland festgehalten worden sein. Die Staatsanwaltschaft in Siegen ermittelt gegen die Mutter des Kindes und die Großeltern. Knapp sieben Jahre lang soll das Kind komplett von der Außenwelt abgeschirmt worden sein: Es hat nie einen Kindergarten und keine Schule besucht. Auch mit anderen Kindern soll es in dieser Zeit niemals gespielt haben.

tagesschau, 8. November 2022

Samstag, 30. Dezember 2017

Jugendämter 2017

Besser als ihr Ruf

Jugendämter genießen deutschlandweit einen eher schlechten Ruf. Landauf landab haben die rund 600 Jugendämter mit nahezu immer gleichlautenden Vorwürfen beziehungsweise Vorurteilen zu kämpfen: sie schreiten zu spät ein und holen Kinder nicht aus den Familien. Sie schreiten zu früh ein und holen die Kinder ungerechtfertigt aus den Familien. Sie schreiten gar nicht ein – und Kinder sterben. Auch die Mitarbeiter des Jugendamtes im Landkreis Goslar kennen derartige Vorwürfe und wissen um die negativen Assoziationen vieler Bürger. Volker Weißbach, Leiter des Fachdienstes Sozialpädagogische Dienste des Landkreises Goslar, geht im Interview auf die größten Herausforderungen der Jugendämter ein, nennt Fallzahlen und erklärt, was aus seiner Sicht helfen könnte, um das Bild von Jugendämtern in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Goslar regional, 29. Dezember 2016

Mail an die Redaktion


Dieses Interview offenbart eigentlich nur, dass hier wieder eine Katze um den heißen Brei schleicht. Das hat durchaus Jugendamts-Methode. Wie läuft eigentlich so ein Kindesentzug ab? Manchmal wie im Wilden Westen. Das Jugendamt klingelt frühmorgens aufgrund eines Verdachtes und nimmt das Kind mit. Unterstützung kommt von zwei Polizeibeamten. Manchmal werden Kinder auch aus dem Schulunterricht geholt. Jene Schulleiterin, die Jugendamt und Polizei am langen Arm hat verhungern lassen, bis das Kind vor der Behörde in Sicherheit war, ist doch schon Legende. Eltern sind erst einmal völlig wehrlos. Wenn Eltern Glück haben, gibt es sofort eine Anhörung vor Gericht. Dieses Glück haben Eltern aber nicht immer. Wo die Kinder gerade sind, erfahren die meisten Eltern auch erst einmal nicht.
Eltern, die sich wehren wollen, gehen zu einem Anwalt. Der Anwalt verlangt Akteneinsicht. Das dauert. Nach Wochen oder sogar Monaten gibt es eine Verhandlung vor dem Familiengericht. Den Eltern wird erklärt, dass die Kinder bleiben, wo sie derzeit sind, es werde ein Gutachten eingeholt. Das dauert ebenfalls. Wie wir inzwischen wissen, ist die Hälfte der Familiengutachten falsch oder mangelhaft. Trotzdem folgen Gerichte fast immer der Gutachterempfehlung. Ausnahmen gibt es eigentlich nur, wenn das Jugendamt seine Auffassung durchdrückt, falls diese von der Gutachtermeinung abweicht.
Dann wird es noch unglaublicher, fast schon skandalös, ich kenne diese Begründung aus unzähligen Gerichtsbeschlüssen: Das Kind hat angeblich einen neuen Lebensmittelpunkt und soll dort zur Ruhe kommen, bevor Schritte zur Rückkehr des Kindes ins Elternhaus eingeleitet werden. Das Hilfeplangesetz wird schlicht ignoriert. Gehen Eltern gerichtlich dagegen vor, reagieren Jugendämter sauer: “’Sie sind nicht kooperativ.” Kooperativ ist man immer dann, wenn man einem Jugendamt nicht widerspricht. So muss man sich sogar verhalten, wenn man erfährt, dass die Kinder in der neuen Umgebung leiden!
Irgendwann verschanzen sich Jugendämter hinter dem Datenschutz, nehmen Hilfe von Dritten gar nicht an und machen einfach so weiter wie gehabt. Dazu ein Extremfall: Ein Jugendamt begreift, dass in einer niedersächsischen Einrichtung katastrophale Zustände herrschen und holt ein Kind dort heraus. Und dann? Hat dieses Jugendamt andere Jugendämter über seine Erkenntnisse informiert? Keinesfalls. In der Einrichtung ging es weiter schlimm zu. Als ich fast alle niedersächsischen Jugendämter darüber informierte, fiel der Mantel des Schweigens noch tiefer. Bis die Einrichtung eine neue Geschäftsführung bekam, die sogleich den Leiter entließ. Drei Jahre später wurde die Einrichtung geschlossen. Von der Geschäftsführung, nicht auf Initiative eines Jugendamtes.

Jugendämter haben einen schlechten Ruf. Zu Recht! Um die Qualifikation der Gutachter, die sehr zu wünschen übrig lässt, kümmert sich gerade das Bundesjustizministerium.

Heinz-Peter Tjaden, 1. Januar 2017

Jugendamt als Feind

Die Jugendämter könnten auf mehr Partner zurückgreifen mit Einrichtungen, die den Familien Hilfe bieten. Und dennoch bleibe es ein schmaler Grat, auf dem sich die Jugendämter bewegen, wenn das Kindswohl die Messlatte ist. Renate Stöver hat dann durchaus Verständnis, dass das Jugendamt als Feind gesehen wird, der Druck macht: „Oft sind die Beziehungen der Eltern nicht geklärt. Es ist eine Zeit voller Verletzungen, und dann kommt jemand von außen, moderiert und will Vereinbarungen treffen.“

Westfalenpost, 17. Januar 2017

Warum äußert Jugendamt falschen Verdacht?

Die Staatsanwaltschaft Trier hat nach dem Brand im Trierer Jugendamt im Oktober vergangenen Jahres gegen zwei aus Trier stammende Tatverdächtige, einen 25- jährigen Mann und einen 16-jährigen Jugendlichen, Anklage wegen Brandstiftung und Diebstahls erhoben.

Volksfreund Trier, 22. Februar 2017

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Jugendamt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt angeblich gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamtes in Porta Westfalica. Es geht um den Tod eines kleinen Jungen vor fast zwei Jahren in einer privaten Kita in Veltheim. Das Westfalenblatt schreibt, es werde geprüft, ob Jugendamt und auch Bauamt gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen hätten.

Radio Westfalica, 2. März 2017

Sechs Monate für Hungertod

„Hätten Sie die Kinder angeschaut, wäre der Tod nicht eingetreten.“ So hatte es Amtsrichter Ralf Fischer der Mitarbeiterin des Jugendamtes im sauerländischen Winterberg klar gemacht. Jetzt muss die 29-Jährige mit einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe für die Mitschuld am Tod des kleinen Anakin und am Hungerleiden seiner noch kleineren Schwester bezahlen. Das Mädchen war in letzter Minute von Ärzten gerettet worden.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 5. Mai 2017

Protokoll einer Familienhelferin

Seit einiger Zeit mache ich meine Arbeit mit den vom Jugendamt vermittelten Familien immer leidenschaftsloser. Es ist schwierig für mich, mit Menschen zu arbeiten, von denen ich meine, sie müssten sich dringend ändern, die dann aber doch so bleiben, wie sie sind. Ich habe mich innerlich abgewendet und bin gleichgültig geworden. Ich sitze meine Zeit ab und unterhalte mich nur noch über Belanglosigkeiten wie: "Hausaufgaben gemacht oder nicht". Gleichzeitig tauchen abwertende Gedanken auf: "Wie die schon redet. Wie die aussieht. Wie blöd die ist!"

Die Zeit, 12. Mai 2017


Jugendamtsmitarbeiter medizinisch schulen

Jeden dritten Tag stirbt ein Kind an den Folgen von Misshandlungen: 2016 wurden auf diesem Weg 133 Kinder getötet, (2015: 130 Fälle), in 78 Fällen blieb es im vergangenen Jahr bei einem Tötungsversuch. Das geht aus der Kriminalstatistik 2016 hervor.

Die Zahlen belegen nach Ansicht des Deutschen Kindervereins in Essen, dass körperliche und psychische Kindesmisshandlung nach wie vor Alltag in Deutschland ist. Daher fordert der Deutsche Kinderverein gemeinsam mit den Rechtsmedizinern der Charité eine gesetzlich gebundene rechtsmedizinische Schulung von Mitarbeitern des Jugendamtes.

Ärztezeitung, 12. Juni 2017

Harsche Kritik

Nicht nur ich habe offenbar mehr als üble Erfahrungen mit dem Wilhelmshavener Jugendamt gemacht, im Netz hagelt es Kritik, die bei google immer höher rückt. Ich lese diese Kommentare zum ersten Mal. Sie auch?

Das Jugendamt, 30. Juni 2017

Statistik der bayerischen Jugendämter

Die bayerischen Jugendämter haben im vergangenen Jahr in 14.755 Fällen überprüft, ob das Wohl von Kindern oder Jugendlichen in Gefahr war. In 2.198 Fällen dieser Gefährdungseinschätzungen lag tatsächlich eine akute Kindeswohlgefährdung vor, in 2.783 eine latente, bei 5.386 weiteren Einschätzungen wurde zwar keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber ein Hilfebedarf, wie das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung am Montag (3. Juli) in Fürth mitteilte. In 4.388 Fällen wurden weder Kindeswohlgefährdung noch Hilfebedarf festgestellt.

In Franken, 3. Juli 2017

Jugendamt liest mit

Aus spontanem Unmut heraus beklagt sich eine Mutter auf Facebook darüber, wie ihr Freund ihr kleines Kind behandelt. Nach einer anonymen Anzeige setzt sich der gesamte Staatsapparat in Bewegung. Der Mutter wurde das zwei Monate alte Baby weggenommen. Jetzt wehren sich die Eltern vor Gericht.

Schaumburger Zeitung, 7. August 2017

Weitere Zunahme bei Inobhutnahme

Mehr als 84.000 Kinder und Jugendliche sind im vergangenen Jahr vom Jugendamt in Obhut genommen worden – eine deutliche Zunahme. Das liegt nicht nur an den vielen minderjährigen Flüchtlingen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. August 2017

Ärger mit dem Jugendamt

Leon ist Erstklässler und verhaltensauffällig. Seine Mutter hat für ihn einen Schulbegleiter beantragt, doch das ist, trotz ärztlichem Gutachten, nicht einfach gewesen. „So kann Inklusion nicht funktionieren“, sagt Carl Gundlach, Leiter der Grundschule Auetal.

Schaumburger Zeitung, 7. September 2017

Mit Marks- und Engels-Zungen

Stimmt. Die Betreff-Zeile, sehr geehrte Frau Caren Marks, habe ich bei Wolf Biermann gestohlen. Mit dem ziemlich unrühmlichen Auftritt dieses Liedermachers im Deutschen Bundestag möchte ich mich aber nicht beschäftigen. Mein Thema ist seit 2008 die ziemlich unrühmliche Arbeit vieler deutscher Jugendämter. 

Ich berate seit dieser Zeit ehrenamtlich und unentgeltlich Mütter, Väter und Eltern, die Ärger mit Jugendämtern haben und erleben müssen, dass schon nach kurzer Zeit nicht mehr das Kindeswohl im Vordergrund steht, sondern ein Aktenzeichen, hinter dem Kinder versteckt werden.

Hier weiterlesen Burgdorfer Kreisblatt, 13. September 2017


Jugendamts-Versagen bei Sekte?

Haben Behörden, die in den 1980er und 1990er Jahren mehrfach mit der Glaubensgruppe zu tun hatten, Fehler gemacht oder gar versagt? Diese Frage drängt sich auf. Neben Ermittlern und dem Notarzt, der den Tod von Jan H. feststellte, war das Hanauer Jugendamt mit Mitgliedern der mutmaßlichen Sekte befasst. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau hatte das Amt mit mehreren Jugendlichen, die in der Gruppe sowie in ihrem Umfeld aufgewachsen sind, Kontakt und führte Gespräche. Ein Teil der jungen Leute war durch Delikte auffällig geworden.

Frankfurter Rundschau, 20. September 2017


Jugendamt kennt Familie

Auch dem Jugendamt war die Familie aus Pakistan bekannt. Die Behörden bestätigen: Seit mehr als einem Jahr habe es eine engmaschige Betreuung gegeben. Intern werde der Fall jetzt auf eventuelle Versäumnisse hin geprüft. Laut Polizei hatte die Frau mehrmals häusliche Gewalt angezeigt, aber den Mann später wieder aufgenommen. Keine Seltenheit, sagt Kristina Erichsten-Kruse, die stellvertretende Vorsitzende des Opferverbandes Weißer Ring Hamburg. "Manchmal wird von der Familie Druck ausgeübt, manchmal vom Partner. Und die Frauen wollen glauben, dass alles wieder in Ordnung kommen kann", sagt Erichsten-Kruse. Der Weiße Ring betreut die Mutter. Sie sei völlig zusammengebrochen, werde von Angehörigen unterstützt. Man wolle ihr helfen, mit der Trauer und den Schuldgefühlen umzugehen.

MDR, 25. Oktober 2017

Schwere Vorwürfe

Die Jugendämter in Neuss und Kaarst mussten sich einiges anhören in den vergangenen Wochen. Vor allem in den sozialen Medien wurde nach dem Tod des elf Jahre alten Jörg F. aus Weckhoven, der misshandelt worden war und seinen schweren Verletzungen letztlich erlag, ausgeteilt. Von "Versagen" ist teilweise die Rede. Oder dass nun "Köpfe rollen" müssten. Man wolle die Situation kritisch analysieren, hieß es aus den Verwaltungen, nachdem öffentlich wurde, dass der Onkel, bei dem der Junge zehn Wochen lang wohnte, geständig ist, seinem Neffen die Verletzungen zugefügt zu haben. Doch hätte dieses schreckliche Ereignis seitens der Ämter überhaupt verhindert werden können?

Rheinische Post, 26. Oktober 2017

Jugendamtsmitarbeiterin als Geisel

Der 28-Jährige, der seit heute Früh eine Angestellte des Jugendamtes in Pfaffenhofen in seiner Gewalt hatte, ist festgenommen worden. Laut Polizei wurde der Mann überwältigt. Um die leicht verletzte 31-jährige Sachbearbeiterin kümmert sich ein Arzt.

Bayerischer Rundfunk, 6. November 2017

Was darf ein Vater wissen?

Zunächst wollte Holger Müller allgemein Auskunft über die gesundheitliche Situation des Kindes. Das Amtsgericht wies den Antrag zurück. Auf Müllers Beschwerde verpflichtete das Oberlandesgericht den Ergänzungspfleger, dem Vater Auskunft über die Diagnose, die zur psychotherapeutischen Therapie führte, zu erteilen. Auch über Art und Umfang der Therapie sollte er informiert werden. Das Jugendamt legte Rechtsbeschwerde ein und hatte Erfolg. Der Bundesgerichtshof hob den Beschluss auf und wies die Sache an das Oberlandesgericht zurück.

Anwalt, 19. November 2017

Mutter klagt gegen Jugendamt

Vor einem halben Jahr wurden einer Mutter ihre drei Söhne vom Jugendamt weggenommen – mit der Begründung, dass diese ihre Kinder nicht vor der Gewalt des Vaters habe schützen können. Doch alle vier scheinen zutiefst unter der Trennung zu leiden. Die Mutter hat gegen die Entscheidung geklagt und hofft, ihre Kinder bald zurückzubekommen. Ulrike Steinbach war bei der Gerichtsverhandlung und hat mit Beteiligten gesprochen.

rbb online, 29. November 2017


Eltern fliehen mit Baby vor Jugendamt

Das Krefelder Jugendamt hat nach Angaben der Stadt zuvor einen "Teil der elterlichen Sorge" und das "Aufenthaltsbestimmungsrecht" übernommen und den beiden mitgeteilt. Nun fahndet die Polizei bundesweit nach der 18-jährigen Mutter und ihrem 24-jährigen Freund. Das Paar ist ersten Ermittlungen der Polizei zufolge mit dem Säugling vermutlich auf dem Weg nach Polen.

Rheinische Post, 3. Dezember 2017

4. Dezember 2017. Die Polizei hat die Fahndung eingestellt, die Personenbeschreibungen sind von der "Rheinischen Post" wieder gelöscht worden.

Heißes Eisen

„Da packen wir echt ein heißes Eisen an“, sagt Helga Gund, Bezirksvorsitzende der Frauen Union Südbaden. Bei der jüngsten Sitzung des Bezirksvorstands hat sie die Historikerin und Autorin Karin Jäckel eingeladen. Thema: „Die Willkür von Jugendämtern und die politischen Schlussfolgerungen daraus.“

Wochenblatt, 15. Dezember 2017

Kinderschutz soll verbessert werden

Nach Fällen von Misshandlung wie bei dem getöteten dreijährigen Alessio aus dem Schwarzwald will das Land den Kinderschutz verbessern. Dazu gibt es ein gemeinsames Konzept mit den Städten und Gemeinden.

SWR, 18. Dezember 2017

Der Preis geht nach Viersen

Das Jugendamt Viersen holt sich den Kinderunwohlpreis 2017 vor Wilhelmshaven und Eutin.

Kinderunwohl, 26. Dezember 2017


Keine Ermittlungen gegen Jugendamt
Es werde nicht gegen Mitarbeiter der Behörde ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen am Donnerstag. Der Obduktion zufolge starb das Kind an einem massiven Schädel-Hirn-Trauma. Warum und wie der Vater das Kind tötete, ist nicht bekannt. Das Baby hatte keine äußeren Verletzungen und laut Staatsanwaltschaft auch keine Spuren früherer Gewalt.
Südkurier, 28. Dezember 2017 

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Sankt-Mauritz-Kinderheim

21. Dezember 2011
Münster - das Bermuda-Dreieck für Kinder

Die Weihnachtsbotschaft lautet "Fürchtet euch nicht" - aber vor dem Sankt-Mauritz-Kinderheim in Münster? Vor einem Jahr hat mich eine Mitarbeiterin vor einer Mutter gewarnt: "Da ist noch mehr." Gut sei aber, dass diese Mutter endlich auf die Hilfe eines Anwaltes verzichte, weil: "Sie hat genug Geld ausgegeben. Das tut uns so leid." Aber nicht die zweijährige Tochter, die seit dem 1. April 2011 in einer so genannten Dauerpflegefamilie lebt - und nur das Jugendamt von Münster weiß wo?

Das Sankt-Mauritz-Kinderheim macht im Internet auch Stellenangebote für Pflegefamilien, die angeblich "besonders entwicklungsgestörte Kinder" für immer behalten dürfen. Da müssen Mütter schon fast zwangsläufig als störend gelten. Denn nach Heimauffassung scheinen nicht Familien, sondern Pflegefamilien unter dem besonderen Schutz des Staates zu stehen.

Fall eins hat sich so gestaltet: Einer Mutter wird am 24. September 2009 ihre Tochter im Säuglingsalter weggenommen, weil nach Auffassung einer Diakonie-Mitarbeiterin der zweijährige Bruder der Kleinen eine Gefahr für das Neugeborene darstellt. Geplant ist nach einem Gutachten eine vorübergehende Trennung. Die Mutter darf eine Zeitlang ihre Tochter im Sankt-Mauritz-Kinderheim besuchen. Dann kommt die Kleine weg. Zwei Tage vorher soll noch in der Kapelle des Heimes eine Taufe stattfinden, zu der alle herzlich eingeladen sind. Davon weiß ich bis heute offiziell nichts, obwohl ich seit November 2010 im Taufregister einer katholischen Kirche als Patenonkel stehe.

Kann ja mal vorkommen, wo Mütter stören, da stören sicherlich auch Zeugen bei der Taufe. Inzwischen sind beide Kinder nicht mehr bei dieser Mutter, obwohl den Gerichten ein Netzwerk mit Personen, die der kleinen Familie hilfreich zur Seite stehen wollen, präsentiert worden ist. Außerdem stand  in dem Gutachten nichts von einem Entzug beider Kinder.

Fall zwei verläuft nun so: Beide Kinder, ein Junge, ein Mädchen, einer Mutter aus Münster sind im Sankt-Mauritz-Kinderheim. Nach einem Kuraufenthalt ist für heute ein Besuch geplant gewesen. Die Kinder sollten ihre Weihnachtsgeschenke bekommen. Dieser Besuch wurde gestern abgesagt - nach Heimauskunft auf Anraten eines Psychiaters, der sich angeblich Sorgen um die Kinder macht. Komme die Mutter, gehe bei den Kindern möglicherweise einiges durcheinander.

Samstag soll´s nach Auskunft der Mutter noch anders gewesen sein, da hätten sich die Kleinen am Telefon sehr auf ihren Besuch gefreut. Was ein Psychiater jetzt anders sieht?

Wird bald wohl geschehen, was auch in Fall eins passiert ist: Das Jugendamt von Münster bescheinigt der Mutter erneut eine gestörte Wahrnehmung der Wirklichkeit, dann sind die Kinder endlich so "entwicklungsgestört", dass sie in eine Pflegefamilie müssen. Denn: Wer Stellenangebote macht, will auch Stellen besetzen.

Das System von Münster ist bei Experten höchst umstritten. Aber sich darüber mit dem Jugendamt streiten, ist nicht möglich. Diese Behörde hat immer Recht und bildet mit dem Familiengericht und dem Sankt-Mauritz-Kinderheim ein Bermuda-Dreieck für "entwicklungsgestörte Kinder".

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Jugendämter II

15. Dezember 2011
Jugendamt Lüneburg will nicht existierendes Fax haben

In Lüneburg gibt es seit 1993 eine Einrichtung, die angeblich eine familienorientierte Drogentherapie macht.

Kinderunwohl, 15. Dezember 2011

24. November 2011
Kein gerechter Prozess

Der Petitionsausschuss vermutet aufgrund der Unterlagen, die ihm vorliegen, dass der deutsche Staat einigen Eltern einen gerechten Prozess verweigert hat. Andere Eltern hätten Dokumente, die für ihren Gerichtsprozess wichtig gewesen seien, nicht einsehen können. Mehrere Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, die UN-Kinderrechtskonvention und die Charta der Grundrechte der Europäischen Union seien wahrscheinlich.

FAZ net, 24. November 2011

1. November 2011
Schaltkonferenz der Jugendämter

Irrtümlicherweise gehen viele davon aus, dass so manches Jugendamt gar nicht weiß, was es tut. Behauptet wird das immer wieder über die Behörden in Eutin, Lüneburg, Münster, Mönchengladbach, Verden und Hamburg-Harburg. Diese Behauptung ist falsch. Diese Jugendämter leisten eine hoch qualifizierte Arbeit, die morgens mit einer Schaltkonferenz beginnt. Dann flammen Bildschirme auf.

Familiensteller, 1. November 2011

24. Oktober 2011
Wie wird man Jugendamts-Mitarbeiter?

Jugendämter erfüllen eine wichtige Aufgabe. Meinen die bestimmt auch in Münster, Eutin oder Verden. Wie aber bekommt man in diesen Jugendämtern einen Arbeitsplatz?

Blog dir deine Meinung, 24. Oktober 2011

29. September 2011
Schneller für das Kindeswohl

Vor zwei Jahren wurde das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen, kurz FamFG, geändert. Die Auswirkungen auf die Arbeit des Jugendamtes erläuterte Amtsleiter Martin Frankenstein am Dienstag.

Südwestpresse, 29. September 2011

2. Mai 2011
Bremer Mutter klagt Jugendamt an

Eine Bremer Mutter erhebt jetzt schwere Vorwürfe in BILD. Für Martha K.* (55)  war das Jugendamt „blind und taub“. „Die Beamten hätten Martin N. längst von den Kindern fernhalten müssen“, sagt sie empört. Vergeblich habe sie jahrelang gegen die Sturheit der Beamten gekämpft.

Bild, 2. Mai 2011

18. April 2011
Alptraum für Eltern

Plötzlich ist das Kinderzimmer leer: Was im Sozialgesetzbuch als Inobhutnahme bezeichnet wird, kommt für die betroffenen Eltern einem Alptraum gleich. Sie wehren sich gegen »Behördenwillkür«, schimpfen über »legalen Kinderklau«. Das Jugendamt verweist bei solchen Fällen auf die schwindende Erziehungskompetenz überforderter Eltern und zieht die Reißleine, wenn der Verdacht auf Vernachlässigung oder Gewalt vorliegt. So wie im Fall der vier Monate alten Cheyenne aus Friedberg.

Querdenker, 18. April 2011

15. April 2011
Bundestag beschließt strengere Auflagen

Nach tragischen Fällen von misshandelten und vernachlässigten Kindern bekommen die Jugendämter strengere Auflagen. Der Bundestag beschloss am Abend, dass jeder Vormund ein von ihm betreutes Kind in der Regel einmal im Monat persönlich besuchen muss. Um dies zu ermöglichen, darf er künftig höchstens 50 Minderjährige gleichzeitig betreuen und nicht mehr - wie derzeit - in der Regel 120 Kinder oder - wie in Einzelfällen - noch wesentlich mehr.

tagesschau, 15. April 2011

12. April 2011
Jetzt bei Pflegefamilie

Schon Schweigen ist Betrug. Heißt es in einem Lied von Konstantin Wecker. Genug davon. Und hin zu einer Pflegefamilie, die am 1. April 2011 ein Pflegekind bekommen hat. N. heißt das Mädchen und ist am 9. Juni 2009 in Münster geboren. Die Mutter stammt aus Costa Rica. Die kämpft seit dem 24. September 2009 um ihr Kind.

Readers Edition, 12. April 2011

4. April 2011
Was man tut, ist falsch

Wer Sozialarbeit lernt, kann sich nicht vorstellen, was man hinterher tun muss. Sagt eine Mitarbeiterin im Jugendamt Berlin-Spandau. Und was man tut, ist falsch. Es ist zu wenig oder zu viel, zu früh oder zu spät.

Berliner Tagesspiegel, 4. April 2011

26. März 2011
Deutsche Jugendämter

Auf der Anklagebank

19. März 2011
Jugendamtsmitarbeiter veruntreut mehr als 400 000 Euro

Ein Mitarbeiter des Göttinger Jugendamtes soll jahrelang Konten und Sparbücher von ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen geplündert haben. Insgesamt habe der 56-Jährige mehr als 400 000 Euro veruntreut, berichtete das „Göttinger Tageblatt” unter Berufung auf die Stadtverwaltung.

Bild, 19. März 2011

6. März 2011
Tolles Gespräch mit Jugendamt

Dieser Mitarbeiter kannte die Gesetze und legte sie auch noch im Sinne von Familienerhalt und Kindeswohl aus. Darauf müssten alle Maßnahmen des Jugendamtes gerichtet sein.. Schließlich stehe das so im SGB. Sogar die entsprechenden Paragraphen kannte er, ohne erst einmal nachschauen zu müssen.

OB-Kandidat Tjaden, 6. März 2011

1. März 2011
Stammtisch der verzweifelten Mütter

Denn den fünf Frauen, die sich einmal im Monat in einem Lichtenrader Café treffen, wurde das Sorgerecht entzogen.

Bild Berlin, 28. Februar 2011

22. Februar 2011
Richter wirft Schnüffler aus dem Gerichtssaal

Und nun will Richter Janßen neben dem versetzten Jugendamtsleiter Klaus Plate vielleicht auch den Bürgermeister sowie den Leiter des Rechtsamts laden.

Bild, 21. Februar 2011

18. Februar 2011
Klage gegen Jugendamt von Münster

Dienstag, 8. März 2011, 11 Uhr, Saal II, Raum 5, Piusallee 38, 48147 Münster: Verhandelt wird über eine Klage gegen das Jugendamt von Münster. Das ist mir heute als Beistand einer Mutter aus Münster mitgeteilt worden.

Kinderunwohl, 18. Februar 2011

18. Februar 2011
Königswinter: Akten manipuliert und vernichtet

Am Wochenende war bekannt geworden, dass eine Jugendamtsmitarbeiterin in einem Brief an Wirtz zugegeben hatte, unmittelbar nach dem Tod des neunjährigen Pflegekindes am 22. Juli in Bad Honnef Akten manipuliert und teilweise auch vernichtet zu haben. Sie sei zuvor vom Jugendamtsleiter dazu aufgefordert worden, die Akten "durchzugehen", hatte sie behauptet.

Generalanzeiger, 18. Februar 2011

4. Februar 2011
18-Jähriger verklagt Jugendamt

Ein 18-Jähriger fordert vom Landkreis Amberg-Sulzbach Schmerzensgeld bzw. Schadensersatz. Der junge Mann war 2007 auf Betreiben des Jugendamtes für gut zwei Monate in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Erlangen untergebracht worden. Aus seiner Sicht hätten Mitarbeiter des Amtes dabei ihre Pflichten verletzt, wie gestern beim ersten Verhandlungstag vor dem Landgericht deutlich wurde. Grund für die Unterbringung war offenbar die Schulverweigerung des Jugendlichen.

Mittelbayerische Zeitung, 3. Februar 2011

31. Januar 2011
"Akte Jugendamt": Broschüre geplant

Nach Erscheinen unseres ersten Buches im November 2010, der Anthologie „Kinderherz“, beginnt derzeit die Vorplanung für ein weiteres im Themenkomplex „Familienrecht“ beheimatetes Buch mit dem Arbeitstitel „Akte Jugendamt“. Uns liegen zum jetzigen Zeitpunkt von bundesweit neun Müttern und fünf Männern aus zum Teil binationalen Trennungspartnerschaften Zusagen vor, Ihre Erfahrungen mit Kindesherausnahmen und – entzug sowie weiteren Problemlagen im Zusammenhang mit der Jugendamtsarbeit einzubringen. An diesem anspruchsvollen Projekt, welches auch einen geschichtlichen Anriss des Jugendamtes sowie die Einbeziehung von involvierten Professionen vorsieht, zeigte unser Verlag bereits großes Interesse; als Erscheinungstermin ist Mitte 2012 angesetzt.

Gleichmass-Blogger, 24. Januar 2011

28. Januar 2011
Millionen werden in die Luft gepustet

26 Millionen Euro pusten deutsche Jugendämter jährlich über die Grenzen für Kinder, die angeblich in ausländischen Einrichtungen betreut und gefördert werden. Doch dort gibt es Betreuerinnen, die den Nachwuchs aus deutschen Landen gar nicht zu Gesicht bekommen, sondern alle sechs Monate einen Postboten, der Schreiben besagter Einrichtungen vorbeibringt, weil in betrügerischer Absicht nicht erbrachte Betreuungsleistungen abgerechnet werden sollen. Das Geld aus Deutschland fließt schließlich wie von selbst. Aufgescheucht worden sind deswegen gerade Behörden aus Portugal.

Kinderunwohl, 27. Januar 2011

16. Januar 2011
Kreis Viersen: Jugendamtsleiter beurlaubt

Kreis-Jugendamtsleiter Thomas Weber ist beurlaubt. Der offizielle Vorwurf: "Pflichtverletzung außerhalb des Amtes". Auslöser sollen dem Vernehmen nach pikante Fotos sein, die auf einer Homepage im Internet standen.

Rheinische Post, 13. Januar 2011

1. Januar 2011
Leider zum Jugendamt gegangen

Annette S. hat einen großen Fehler begangen. Sie hat bei der Behörde, die sich auf die Fahnen schreibt, Eltern und Kindern zu helfen, tatsächlich um Hilfe gebeten. Da sie selbst gehörlos, ihr Sohn aber hörend ist, war sie vorausschauend genug, die Kommunikation mit ihrem Kind nicht zum Problem werden zu lassen - und ging freiwillig zum Jugendamt.

taz, 28. Dezember 2010