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Montag, 29. April 2024

Heimnachrichten 2024

Über Jahrzehnte Missbrauch

Jahrzehntelang bis in die 1990er wurden zehntausende Jungen und Mädchen aus vielen Teilen Deutschlands zur Erholung oder auch zur Therapie in das "Adolfinenheim" geschickt, unter anderem aus Bremen und Niedersachsen. Für manche war das einfach nur Erholung am Meer – andere leiden bis heute an den Erfahrungen.

Solche sogenannten Kinderverschickungen gab es in der Nachkriegszeit in ganz Deutschland. Zu den Trägern des Hauses auf Borkum gehörten die evangelische Kirche und das Diakonissenmutterhaus in Bremen. Diakonissen aus der Hansestadt hatten über Jahrzehnte die Leitung. Und nachdem sich 2019 ein paar wenige Betroffene gemeldet haben, gab es hier Bewegung und jetzt eine neue Studie.

buten und binnen, 23. Januar 2024

Siebeneinhalb Jahre für Kindesmissbrauch

Nach dem Tod einer Zehnjährigen in einem Kinderheim in Oberfranken ist am Mittwoch ein 26-Jähriger wegen Vergewaltigung des Mädchens zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Die Jugendkammer des Landgerichts Hof sprach den Angeklagten unter anderem der Vergewaltigung und des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig. Eine Beteiligung am Tod des Mädchens konnte dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden, wie der Vorsitzende Richter Christopher Feulner sagte.

Welt, 20. März 2024

Gewalt in jeder Form

In den 80er- und 90er-Jahren soll es im ehemaligen St. Augustinusheim in der Wintererstraße in Freiburg zu Gewalt durch Erzieherinnen und Erzieher und zwischen Kindern gekommen sein. Auch gibt es Missbrauchsvorwürfe gegenüber den damaligen Heimleiter. Eine externe Studie des Münchner Forschungsinstituts IPP, im Auftrag des verantwortlichen Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), ergab nun: Es gab Fälle sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt. Laut Studie habe es auch daran gelegen, dass das Personal unterbesetzt und überlastet gewesen sei.

SWR, 24, April 2024

Samstag, 9. September 2023

Heimnachrichten (2023)

Und was macht Serdar Saris?

"Laute Misstöne deuten jetzt an: Das Ordnungsdezernat der Stadt (Hannover) hat die ausgeschlossen, um die es geht. Und die, die sonst für sie da sind." Schreiben Sie und meinen Obdachlose und Rauschgiftsüchtige, für die es einen neuen Treffpunkt geben soll einerseits und u. a. die Step gGmbH Hannover mit Serdar Saris an der Spitze andererseits, den Sie als Step-Chef mit diesen Worten zitieren: "Die Stadt hatte sich für einen halbjährigen Planungsprozess unter strikter Geheimhaltung entschieden, unter Ausschluss der Hilfeträger, das muss man akzeptieren. Gut ist das aber nicht."

Step gGmbH Hannover, 3. April 2023

Mord im Kinderheim?

Ein Mädchen wurde am Dienstag tot in einer Kinderhilfe-Einrichtung in Wunsiedel gefunden. Viele Fragen sind noch offen. Angestellte hatten die Zehnjährige am Dienstag in einem Zimmer der Einrichtung leblos gefunden, ein Notarztteam konnte nur noch den Tod feststellen. Eine Obduktion des Leichnams ergab nach ersten Erkenntnissen Anzeichen für ein Fremdverschulden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Das Mädchen war laut Polizei in der Einrichtung betreut worden.

msn, 6. April 2023

Täter 10 Jahre alt


Nach dem Tod einer Zehnjährigen in einer oberfränkischen Kinderhilfe-Einrichtung in Wunsiedel in Oberfranken (Bayern) geht die Polizei nach Spurenfunden davon aus, dass ein elfjähriger Junge an der Tat beteiligt war.

Dies teilte die Polizei am Karfreitag in Wunsiedel mit. Da der Junge nicht strafmündig sei, sei er präventiv in einer gesicherten Einrichtung untergebracht worden. Eine Anhörung des Elfjährigen stand nach Polizeiangaben vom Freitag noch aus. Die weiteren Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit den Jugendbehörden erfolgen.

Der Westen, 7. April 2023

Tödliche Fehlentscheidung?

Es ist ein Fall, der immer mehr Kopfschütteln verursacht: Am 4. April wurde Lena in einem Kinderheim getötet. Dort sollte sie aber eigentlich gar nicht sein, sondern auf einem Kreuzfahrtschiff mit ihrem Vater. Alles war genehmigt und gebucht. Dann machte das Jugendamt einen Rückzieher. Warum, weiß Lenas Vater nicht. Aber das itsat nur eine von vielen ungeklärten Fragen.

RTL, 6. Juni 2023

Systematische Vertuschung

Für mich war 2010 ein Jahr der Befreiung: Nach drei Jahrzehnten des Schweigens begann ich über die sexuelle Gewalt zu sprechen, die ich als Kind in einer katholischen Schule des Jesuitenordens erlebt hatte. Und ich war nicht allein. Hunderte Männer und Frauen berichteten von dem, was ihnen von Priestern in der Kindheit angetan worden war. w sie erkannten das Verbrechen hinter den Verbrechen: die systematische Vertuschung.

Zeit online, 21. Juni 2023

Zwangsernährung und sexueller Missbrauch

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kinder bis weit in die Sechzigerjahre hinein von ihren Familien zur Erholung in Kinderheime geschickt. Frische Luft, Körperertüchtigung und Gewichtszunahme sollten das Ergebnis der so genannten "Verschickungen" sein, die bis zu sechs Wochen währten. Doch der Heimaufenthalt wurde häufig zur körperlichen wie psychischen Plage, wie die Autorin Lena Gilhaus an Weihnachten 2016 erstmals vom eigenen Vater erfuhr. "ARD History: Verschickungskinder - Missbrauch und Gewalt bei Kinderkuren" erzählt nun von dieser bislang kaum beleuchteten Nachkriegsgeschichte.

Lena Gilhaus begann zu recherchieren, sie ging den Erlebnissen ihres Vaters nach und brachte ein Buch heraus, nach dessen Veröffentlichung sich zahlreiche Betroffene meldeten. Über 15 Millionen Kinder sollen es gewesen sein, die nach 1945 in Heime verschickt wurden und dort nicht selten Qualen erlitten. Die Gewalt reichte von der Zwangsernährung bis hin zu schwerem sexuellem Missbrauch.

Weserkurier, 30. Juni 2023

Auch Babys in Kinderheimen

In Kinderheimen leben nicht nur Jugendliche. In den letzten Jahren kamen auch viele kleine Kinder dort an, zwei, vier, fünf Jahre alt, auch Babys. Mal nur für wenige Tage, mal für Wochen, manchmal für Jahre.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2023

Von Müllmann vergewaltigt-von einem Heimkind ermordet

Die Ermittlungen im Fall des getöteten Mädchens im Kinder- und Jugendhilfezentrum Wunsiedel sind abgeschlossen. Der 25 Jahre alte Müllfahrer soll das Kind vergewaltigt haben.

Frankenpost, 5. September 2023

Dienstag, 20. Dezember 2022

Heimnachrichten 2022

Vom Ende der Kindheit

Das Kloster Ramsau bei Haag im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn liegt malerisch auf einem Hügel am Waldrand, oberhalb von Ramsau- Reichertsheim. Aber die Idylle trügt. Die Klostermauern bergen ein dunkles Geheimnis. Seit über 40 Jahren kommen die heute 64-jährige Renate und ihr 68-jähriger Bruder Manfred erstmals wieder an den Ort, der wie kein anderer ihr Leben prägte. Die Geschwister verbrachten hier im Heim der Franziskanerinnen ihre Kindheit und erlebten Gewalt und sexuelle Übergriffe.Das Kloster Ramsau bei Haag im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn liegt malerisch auf einem Hügel am Waldrand, oberhalb von Ramsau- Reichertsheim. Aber die Idylle trügt. Die Klostermauern bergen ein dunkles Geheimnis. Seit über 40 Jahren kommen die heute 64-jährige Renate und ihr 68-jähriger Bruder Manfred erstmals wieder an den Ort, der wie kein anderer ihr Leben prägte. Die Geschwister verbrachten hier im Heim der Franziskanerinnen ihre Kindheit und erlebten Gewalt und sexuelle Übergriffe.

Bayerischer Rundfunk, 25. Januar 2022

Was geschah in Sankt Peter-Ording?

Was Kinder in den 1950er bis 1980er Jahren in den Kurheimen in St. Peter-Ording alles erdulden mussten, das untersuchen jetzt Wissenschaftler aus Kiel – im Auftrag der Gemeinde.

Husumer Nachrichten, 17. März 2022

Heimkind auf Tik Tok

Wie ist es, wenn ein neues Kind in das Heim kommt? Was passiert, wenn man ein schlechte Note mitbringt? Wie läuft der Tag ab, wenn man mal frei hat? - All das erklärt der Schüler in seinen Videos. Michael zeigt auf TikTok nicht nur seinen Alltag im Kinderheim, er antwortet auch auf solche Fragen seiner Community.

Den größten Unterschied im Vergleich zu anderen Jugendlichen sieht er darin, dass er weniger Freizeit hat. "Ich komme nach Hause und muss putzen, kochen, einkaufen (...) und währenddessen noch eine Wohnung suchen. Und die anderen kommen nach Hause und können sich um die Schule kümmern und haben sehr viel Zeit, vielleicht noch für ein Sportverein."

WDR, 4. Mai 2022

Leichen in Senkgrube

Ein ganz normaler Arbeitstag – so beschreibt Peter Steinbach, ehemaliger Zögling im Erziehungsheim in Eggenburg den 20. März 1970. Ganz normal, bis „plötzlich alle von den Werkstätten abgeholt und in die Zimmer gebracht wurden.“ Die Kinder werden informiert, „dass in der Senkgrube ein Toter gefunden wurde“ – in der zum Heim gehörenden Landwirtschaft.

ORF, 17. Juni 2022

NDR verpasst Journalisten Maulkörbe

Es ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte von Schleswig-Holstein: In den 1950er-Jahren schickten viele Eltern ihre Kinder ans Meer, hier sollten sie in Heimen "aufgepäppelt" werden. Stattdessen kehrten sie verängstigt oder gar traumatisiert aus der Kur zurück. Noch heute durchleben die Betroffenen schlaflose Nächte: Dann kommen die Bilder wieder hoch – die Tasse Salzwasser zum Frühstück, die Ohrfeigen, der Strafappell, das stundenlange Sitzen vor einem Teller Milchreis, ganz allein in der Kantine.

stern, 31. August 2022

Jugendamtsleiterin glaubt Heimkindern

„Ich habe keine Zweifel, dass den Heimkindern Leid widerfahren ist, und glaube den Schilderungen hier drin vorbehaltlos“, sagt Anja Beckmann, die Leiterin des Ludwigsburger Jugendamtes. Vor ihr liegt ein dicker Stapel Papier, es ist der Endbericht der Aufarbeitungsstudie zum St. Josefsheim in Hoheneck, der im Juli veröffentlicht wurde. Ein Kapitel in dem Bericht, in dem von emotionaler Kälte, Vernachlässigung, Gewalt und sexuellem Missbrauch vor allem in den 1970er Jahren in dem ehemaligen Kinderheim die Rede ist, ist auch der öffentlichen Jugendhilfe gewidmet. 

Ludwigsburger Kreiszeitung, 14. September 2022 

Hühnerei in der Hosentasche

An viel erinnert sie sich nicht, aber ein Bild ist noch immer ganz klar: Sie sitzt an einem Tisch, vermutlich allein neben einer Säule, und versucht ein Hühnerei in ihre Hosentasche zu stecken. Es ist noch ganz. Damals, 1975, ist Claudia Terpe vier Jahre alt. Der fischige Geruch - Hühner wurden damals häufig mit Fischmehl gefüttert - verursacht ihr Übelkeit. Essen möchte sie das Ei auf keinen Fall, das darf aber niemand erfahren, das Ei muss also verschwinden.

Terpe ist damals in einem Verschickungsheim in Gohrisch in der Sächsischen Schweiz. Mit vier und mit acht Jahren wurde sie jeweils für sechs Wochen von ihrem Zuhause in Berlin-Lichtenberg zur Kur in ein DDR-Kinderkurheim geschickt, ohne ihre Eltern.

rbb24, 9. Oktober 2022

Junge bekommt mit 14 Brüste

Yannik lebt in einem Augsburger Kinderheim, als sich sein Körper verändert. Immer deutlicher treten die Brustwarzen hervor, schließlich wachsen dem 14-Jährigen Brüste - so wie bei den Mädchen um ihn herum. Yannik schämt sich. Manchmal zieht er mehrere T-Shirts übereinander an, um die Brüste zu verdecken.

Bevor die Brüste zu wachsen beginnen, bekommt Yannik Olanzapin und Risperidon verordnet, beides sedierende Antipsychotika. Dann kommen die Sommerferien. Seine Wohngruppe macht einen Ausflug in ein Erlebnisbad. Doch Yannik will seinen nackten Oberkörper nicht zeigen. "

Bayerischer Rundfunk, 19. Oktober 2022

Vom Jugendamt nicht für voll genommen

"Ich musste jedes halbe Jahr zum Hilfeplan-Gespräch. Wenn ich mich da beschwert habe, dass etwas in der Wohngruppe nicht so gut läuft, wurde ich als die Böse dargestellt", erinnerte sich die 28-Jährige in einem Interview mit Bild. Man habe ihr damals vorgeworfen, sie würde sich alles nur ausdenken, um Aufmerksamkeit zu bekommen. "Mich hat nie jemand für voll genommen. Meine Probleme waren denen nicht wichtig genug", klagte das Model.

Promiflash, 18. Dezember 2022

Montag, 27. Dezember 2021

Heimnachrichten 2021

Kinder werden diszipliniert

Zwischen 1954 und 1973 habe es geradezu einen „Boom stärkster Verschickungstätigkeit“ gegeben. Weit über 1 000 Heime soll es allein in Westdeutschland gegeben haben, in die Kinder, zumeist zwischen drei und elf Jahren alt, für sechs Wochen „verschickt“ wurden. Die „Verschickung“ knüpfte offenbar an die NS-Kinderlandverschickung an. Es gab, nicht überraschend, eine Vielzahl personeller Kontinuitäten sowohl bei den Propagandisten der Verschickungen, meist Ärztinen und Ärzte, wie auch bei den betreuenden Schwestern und „Tanten“ in den Heimen. Übernommen wurden auch, folgt man Röhl, ungebrochen deren auf eine Disziplinierung der Kinder abzielende Erziehungsmethoden.

Ärzteblatt, März-Ausgabe

Massengrab auf ehemaligem Heimgrundstück

 Wie der britische Sender BBC berichtet, wurde das Massengrab bei Radar-Untersuchungen gefunden. Es besteht die Vermutung, dass es sich um indigene Kinder handelt. Das katholische Internat war 1890 eröffnet worden. Es war eines von zahlreichen Umerziehungsheimen für indigene Kinder in Kanada. 1969 übernahmen staatliche Behörden die Leitung, 1978 wurde das Heim geschlossen.

Kanadas Premierminister Trudeau erklärte, die Nachricht breche sein Herz. Er sprach von einer schmerzhaften Erinnerung an ein dunkles und beschämendes Kapitel der Geschichte Kanadas.

Deutschlandfunk, 29. Mai 2021

Keine Hinweise auf Missbrauch

Die Erlöserschwestern in Würzburg haben bisher nach eigenen Aussagen keine Hinweise auf einen rituellen Missbrauch durch Priester in einem Kinderheim. Noch lebende Ordensfrauen könnten den Vorwurf nicht nachvollziehen, erklärte der Orden am Donnerstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zudem hätten sich zwei ehemalige Heimkinder gemeldet. "Die beiden ehemaligen Heimkinder widersprechen sogar vehement den gemachten Aussagen zum mutmaßlichen rituellen Missbrauch in der Kapelle." Dies ergebe sich etwa auch aus der Rekonstruktion baulicher Gegebenheiten.

Katholisch, 23. Juli 2021


Gewalt in zwei katholischen Kinderheimen

Die Projektgruppe zur Aufklärung von Gewalt in zwei kirchlichen Kinderheimen im Bistum Augsburg hat ihren Schlussbericht vorgelegt. Es geht um das Josefsheim Reitenbuch und das Marienheim Baschenegg im Landkreis Augsburg, beide in Trägerschaft des katholischen Vereins Christliche Kinder- und Jugendhilfe.

Zwischen 1950 und 2004 hätten dort unter anderen Geistliche und Schwestern des Ordens der Dillinger Franziskanerinnen Taten verübt, teilte die Projektgruppe am Donnerstag in Augsburg mit. Es habe sexualisierte, körperliche und seelische Gewalt gegeben. Die genaue Opferzahl sei unklar, mindestens seien 15 Buben und vier Mädchen betroffen gewesen.

Domradio, 9. September 2021

Endlich eine Antwort

Es geht um die Step gGmbH Hannover und um die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch, die 2012 an die Step gGmbH verschenkt und 2014 geschlossen worden ist. Will der Oberbürgermeister von Hannover nun mehr wissen?

Wordpress, 29. November 2021

In Psychiatrie weggesperrt

"Mir stehen die Tränen in den Augen, man rührt ja alles hoch … Gut geht es einem nicht dabei", sagt Beate Runge. Sie blieb ihre gesamte Kindheit und Jugend in der Psychiatrie weggesperrt, war in der DDR abgeschrieben, als "nicht entwicklungsfähig" eingestuft worden. Dennoch hat sie sich bereit erklärt, für den Film ihres Bruders Peter Wawerzinek und des Regisseurs Steffen Sebastian an den Ort ihrer Kindheit zurückzukehren, das Krankenhaus Stralsund West. Bei der Premiere von "Lievallen" auf dem Filmkunstfest Schwerin 2019 hat sie öffentlich über ihre Vergangenheit gesprochen. Das hat Überwindung gekostet.

NDR, 30. November 2021

Das Geschäft mit den Heim- und Pflegekindern

„Kinder in Deutschland landen häufiger bei Pflegeeltern oder im Heim. Wurden
2005 knapp 26.000 Minderjährige von den Jugendämtern in ihre Obhut
genommen, lag diese Zahl 2014 schon bei mehr als 48.000. Dabei gibt es frappierende Unterschiede zwischen den Bundesländern, stellt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fest, die der „Welt“ vorliegt.“

Stadtspiegel, 24. Dezember 2021

Donnerstag, 12. November 2020

Heimnachrichten (2020)

Kinderheime in Rumänien nicht gut fürs Gehirn

Ein Forscherteam hat Erwachsene untersucht, die als Kinder in rumänischen Kinderheimen untergebracht waren. Durch die starke Vernachlässigung seien die Gehirne kleiner als bei Vergleichspersonen, so die Psychologin und Studien-Mitautorin Nuria Mackes im Dlf. Auch der IQ sei im Durchschnitt geringer.

Deutschlandfunk, 9. Januar 2020

Kinderheim Reitenbuch: Licht ins Dunkel bringen
Es geht um Prügelattacken und sexuellen Missbrauch: Das Bistum Augsburg möchte die Vorfälle im Kinderheim Reitenbuch aufklären, wo es vor mehreren Jahrzehnten zu Übergriffen auf Kinder gekommen sei. Jetzt werden weitere mögliche Opfer gesucht. Alle Hinweise würden vertraulich behandelt. "Wir wollen Licht ins Dunkel bringen", so Elisabeth Mette, die frühere Präsidentin des Bayerischen Landessozialgerichts. "wir wenden uns an alle, die bisher geschwiegen haben oder nicht ausreichend gehört wurden". Sie zieht dabei eine Parallele zu den Vorfällen im Kinderheim Hl. Kreuz/Cassianeum in Donauwörth: "Ich habe den Bericht übers Cassianeum gelesen, das ist so harte Kost, das können Sie nicht an einem Stück durchlesen. Und ich fürchte, dass mir solche schwere Kost auch bevorsteht".

Bayerischer Rundfunk, 4. Februar 2020

Die Abspeisung der missbrauchten Kinder

Beim Geld hört der Missbrauch noch lange nicht auf: Nächste Woche will sich die Frühjahrskonferenz der katholischen Bischöfe mit der Entschädigung einiger Opfer in katholischen Kinderheimen beschäftigen. Von den im Herbst versprochenen Summen ist schon jetzt keine Rede mehr.

Hier weiterlesen 27. Februar 2020


Teilschließung des Heims Neustart reicht nicht

taz: Herr Richert, Brandenburgs Jugendministerin Britta Ernst hat dem Heim Neustart in Jänschwalde eine Teilschließung verordnet. Warum halten Sie das für falsch?

Jörg Richert: Wir haben den Bericht des Ministeriums über das Heim vorliegen. Die groben Verstöße lassen auf einen Träger schließen, der ein zu missbilligendes falsches Verständnis von pädagogischer Arbeit hat. Deshalb reicht es nicht, dort nur Gruppe 1 und 2 zu schließen und die Gruppen 3 und 4 weiterlaufen zu lassen. Die pädagogische Haltung und die ethisch moralischen Vorstellungen der Mitarbeiter in den Gruppen unterscheiden sich nicht.

taz, 18. März 2020

Kinderheime in der Corona-Krise

Auch im Augustinusheim in Ettlingen will man „so lange wie möglich vermeiden, die Jungs heimzuschicken“, sagt die pädagogische Leiterin Jana Geßner. Dabei geht es Geßner auch um die Angehörigen. „Wir müssen die Großeltern schützen.“ Den Jungs den Ernst der Lage zu vermitteln, ihnen klarzumachen, dass es nicht um sie geht, sondern um den Schutz anderer, sei schwierig gewesen.

Badische Neueste Nachrichten, 24. März 2020

Nicht einmal Spaziergänge

Marianne K. war wegen einer Borderline-Störung für erziehungsunfähig erklärt worden und hatte das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Nina verloren. Das Sorge- und Umgangsrecht aber behielt die Mutter. Ihr Gesundheitszustand ist nach mehreren Therapien inzwischen stabil. „Gerade stand eine Ausweitung des Umgangs an, bei der nächsten Hilfekonferenz sollte über Ninas endgültige Rückkehr nach Hause beraten werden. Dann kam Corona“, sagt Marianne K. Mutter und Tochter bleibt nur das Telefon.

„Nicht mal Spaziergänge sind drin“, sagt K. „Sie vertrauen uns nicht, dass wir uns dabei nicht umarmen.“
Die Welt, 21. April 2020

Flüchtlingskind missbraucht?
Einer 27-jährigen Frau aus Kevelaer werden sexueller Missbrauch und sexuelle Nötigung eines 16-Jährigen vorgeworfen. Dafür muss sie sich jetzt vor dem Krefelder Amtsgesicht verantworten. Die Angeklagte war seit dem Frühjahr 2016 als Sozialpädagogin in einem Kinderheim in Kempen beschäftigt, wo sie ab Januar 2017 eine Wohngruppe für unbegleitete männliche Flüchtlinge leitete. Darunter war auch ein 16-jähriger männlicher Jugendlicher.
Rheinische Post, 17. Juli 2020


Studie über DDR-Kinderheime
Rund 500 000 Menschen haben in der DDR ihre Kindheit in Heimen verbracht. 500 000 Geschichten, die ganz unterschiedlich verlaufen sind. Diese Bandbreite will jetzt eine Studie der Universität Leipzig erforschen.

Heide Glaesmer leitet die vom Bund finanzierte Forschungsarbeit. Sie ist Professorin für medizinische Psychologie an der Universität Leipzig. Glaesmer findet, dass die Geschichte der DDR-Heimkinder noch zu wenig psychologisch erforscht sei. Deshalb sucht Glaesmer nun nach ehemaligen DDR-Heimkindern, um sie für die Studie zu befragen. Und man wolle erfahren, wie es ihnen dort gegangen sei, was sie für Erfahrungen gemacht hätten:

"Aber uns interessiert auch, wie man mit diesen Erfahrungen weiter umgegangen ist, mit wem man darüber gesprochen hat, welche Bedeutung das heute noch für einen hat und so weiter.", sagt Glaesmer.
MDR, 23. Juli 2020
Opfer-Verbände enttäuscht
Die Opfer von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche sollen künftig bis zu 50.000 Euro bekommen können. Darauf hat sich die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda geeinigt. Opfer-Verbände hatten sich viel mehr erhofft.
hessenschau, 24. September 2020

Film von Frank Bauer über "Kleine Strolche"

Asendorf/Bassum – Anke Bartel ist auf dem Weg nach Hannover. Direkt aus der Klinik muss sie einen Säugling holen, weil seine Mutter ihn verlassen hat. Wieder ein Kind, das dringend Zuwendung und Liebe braucht – und über das Kinderheim „Kleine Strolche“ ein Zuhause auf Zeit bekommt. In diesem Fall in einer Bereitschaftserziehungsstelle bei Eltern auf Zeit.

Mehr als 400 Jungen und Mädchen haben in den vergangenen fünf Jahren dringend notwendige Unterstützung im Kinderheim oder in einer Bereitschaftserziehungsstelle erhalten. Insgesamt 70 Fachkräfte gehören zum Team.

Kreiszeitung, 11. November 2020

Sonntag, 8. September 2019

Margot merkt was?

Die Heuchlerin. 
Niemand darf wegsehen-nur die Kirche?

Demnächst beschwert sich die Mafia noch darüber, dass nicht alle Verbrechen aufgeklärt werden.

Margot Käßmann, ihres Zeichens ehemalige niedersächsische Landesbischöfin und Kolumnenschreiberin in der "Bild am Sonntag", beklagt heute die Opfer des 56-jährigen Andreas V. und des 34-jährigen Mario S., die auf einem Campingplatz in Lügde fast 300 Mal Kinder missbraucht haben. Sie könne nicht verstehen, wie diese scheußlichen Verbrechen so lange unbemerkt geblieben sind.

Margot, dann frag doch mal die Leiter und die Teams der evangelischen Kinderheime, wie die es geschafft haben, jahrzehntelang den Missbrauch, die Erniedrigung und die Qualen von Heimkindern zu verheimlichen, und warum diese Opfer widerlicher Verbrechen zwei Jahre lang darum kämpfen mussten, bis der Bundestag einen Ausschuss einrichtete, der sich bei der Aufklärung großen Problemen gegenüber sah.

Die damalige Ausschussvorsitzende Dr. Antje Vollmer schrieb mir am 15. Dezember 2008: "Sicher würde es meine Möglichkeiten bei Weitem übersteigen, für jeden Einzelfall eine gute Lösung zu finden. Aber den Betroffenen mit offenen Ohren ausführlich zuzuhören, ist der erste Schritt, dem wir uns verpflichtet haben." Die Aufklärung sollte sich auf Fälle bis 1975 beschränken. Als ich dem Ausschuss auch spätere Fälle schilderte, teilte mir die Ausschussvorsitzende mit, damit könne man sich nicht auch noch beschäftigen. Der Ausschuss sei jetzt schon überfordert.

Margot, erklär den Leserinnen und Lesern der "Bild am Sonntag" doch einmal, warum Dr. Antje Vollmer mir diese Antwort gegeben hat...Für deine Kolumne kannst du den gleichen Anfang nehmen wie heute: "Es kann doch nicht sein, dass über so lange Zeit derart viele Kinder sexuell missbraucht wurden! Wo war die Aufmerksamkeit der anderen rundherum? Sie müssen doch etwas bemerkt haben!" Der nächste Satz könnte lauten: "Oder sahen alle weg wie die evangelische Kirche?" Aber das ist nur ein Vorschlag.

Lesetipp: "Die Teufelin aus dem Ith" (Margot Käßmann soll nach Auskunft eines ehemaligen Heimkindes auf meine Recherchen höchst seltsam reagiert haben) Hier bestellen 

Donnerstag, 2. August 2018

Jugendamts-Satire

Bitterböse und witzig
Wenn ein Jugendamt Akten vertauscht
Hier bestellen

Eine Satire mit Anhang

-Ritalin
-Das Schweigen der Suchthelfer (Step gGmbH Hannover)
-Die Frau, die schummelte (Jugendamt Hamburg)
-Die getrennten Geschwister aus Münster
-600 unerforschte Sekten

Dienstag, 22. November 2016

Stiftung gegründet

Entschädigungen für weitere Heimkinder

Hannover. Künftig haben deutlich mehr Menschen, denen als Heimkindern Leid zugefügt wurde, Anrecht auf Entschädigung. Die Niedersächsische Landesregierung hat am (heutigen) Montag der Gründung der Stiftung „Anerkennung und Hilfe" durch den Bund, die Länder und die Kirchen zugestimmt. 

Die Stiftung wird Hilfen für Menschen anbieten, die als Kinder oder Jugendliche in den Jahren 1949 bis 1975 (in der ehemaligen DDR bis 1990) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen Unrecht erfahren ha­ben. 

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt sagte: „Endlich erhalten auch die Men­schen Aufmerksamkeit und Entschädigungen, denen in dieser Zeit in stationären Einrichtun­gen der Behindertenhilfe oder Psychiatrien Leid zugefügt wurde." Sie seien von den beste­henden Fonds „Heimerziehung West" und „Heimerziehung in der DDR" ausgeschlossen. Sie sei sehr froh, dass sich Bund, Länder und Kirchen auf dieses Hilfesystem einigen konnten.

Die Stiftung soll im Januar 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Betroffene können sich bis Ende 2019 melden. Dazu wird das Land Niedersachsen eine qualifizierte Anlauf- und Beratungs­stelle einrichten, die ihnen beratend, begleitend und unterstützend zur Seite steht. Mit den erforderlichen Arbeiten ist bereits begonnen worden.


Das Hilfesystem der Stiftung „Anerkennung und Hilfe" sieht nicht nur einmalige pauschale Geldleistungen in Höhe von 9.000 Euro sowie gegebenenfalls Rentenersatzleistungen in Höhe von bis zu 5.000 Euro für die betroffenen Menschen vor. Die vorgesehene öffentliche Anerkennung des erlittenen Leids und Unrechts sowie die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschehnisse in den genannten Einrichtungen sind weitere wichtige Aufgaben der Stif­tung. 

Sozialministerin Rundt: „Zur individuellen Anerkennung gehört neben den Geldleistun­gen auch, dass betroffene Menschen die Gelegenheit haben werden, über ihr Schicksal zu sprechen - ein wichtiger Aspekt des Hilfesystems."

Montag, 22. Dezember 2014

Heimnachrichten 2014

Schwere Vorwürfe gegen Brüdergemeinde Korntal

Mehr als 200 ehemalige Heimkinder haben schwere Vorwürfe gegen die Brüdergemeinde Korntal erhoben. Zwischen 1949 und 1975 sollen sie sexuell missbraucht worden sein. Die Glaubensgemeinschaft hat die Landshuter Professorin Mechthilf Wolff mit der Aufarbeitung der Fälle beauftragt.

Stuttgarter Nachrichten, 18. Dezember 2014

Heimkind berichtet über sexuelle Übergriffe

Kommissar Internet hat heute eine mail von einem ehemaligen Heimkind bekommen, das sich Heiko nennt und nach seinen Angaben in Südfrankreich lebt. Die meiste Zeit hat der 43-Jährige seinen Schilderungen zufolge auf den Straßen Europas verbracht. Heiko erzählt: “Ich habe gebettelt oder Straßenmusik gemacht.” Heiko würde gern Kleinbauer werden.

Hier weiterlesen, 14. November 2014

Für Bauern schuften

Viele Verding- und Heimkinder erlebten Gewalt, Erniedrigung, Missbrauch. Sie wurden schamlos ausgenutzt – auch Paul Richener. Erst Jahre später begriff er, warum er fast nie zur Mutter durfte: Die Bauersleute sparten mit jedem gestrichenen Wochenendausflug das Geld für sein Billet.

Oberbayerisches Volksblatt, 10. November 2014

Großes Thema in der Schweiz

Die Aufarbeitung der Si­tua­tion in Kinderheimen vor vierzig, fünfzig, sechzig Jahren ist derzeit ein grosses nationales Thema. Stichworte dazu sind fürsorgerische Zwangsmassnahmen, adminis­tra­tive Versorgung, Verdingkinder, Gewalt und Übergriffe in Heimen und Waisenhäusern. Welche dunklen und welche hellen Kapitel dieser Geschichte in Winterthur geschrieben wurden, ist bisher nur in Einzelfällen bekannt. 

Der Landbote, 24. September 2014

Ehemalige Heimkinder werden wieder schikaniert

Menschen, die früher in Heimen gelitten haben und noch unter den Folgen leiden, können bis zu 10 000 Euro erhalten, das meiste davon als Sachleistungen. Therapien können von dem Geld genauso bezahlt werden wie altersgerechtes Mobilar oder Kuren. Außerdem gibt es für diejenigen, die vom 14. Lebensjahr an arbeiten mussten, Rentenersatzansprüche.

Das ehemalige Heimkind Weisensell erkennt diese Geste an. Was ihn aber wütend macht, ist die „schikanöse Bürokratie“, welche die Antragsteller über sich ergehen lassen müssten. „Sie wurden als Kinder in den Heimen gedemütigt und werden es jetzt erneut. Diejenigen, die früher geschunden wurden, werden weiter geschunden.“

Frankfurter Neue Presse, 8. August 2014

Hilflose Kinder

Gleich vier A4-Seiten braucht der entrüstete Flugblattschreiber, um seinen Unmut kundzutun. Ernst Madörin schreibt vom «Skandal-Kinderheim» in Sissach und von den «fünf hilflosen Pflegekindern», die wie in einem Gefängnis eingeschlossen seien. Oftmals müssten die Kinder auf der Strasse spielen, unbeaufsichtigt und «in Gefährdung von sich selber wie auch der übrigen Verkehrsteilnehmer».

Basellandschaftliche Zeitung, 23. Juli 2014

Neues Konzept für Einrichtung in Lohne

Die Einrichtung wurde als „Kinderknast“ geschmäht. Seit dem Regierungswechsel im vergangenen Jahr war klar: Das Heim für diese Problemkinder muss sich ändern. Derzeit arbeitet der Träger, die Caritas, an einem neuen Konzept.

Weser-Kurier, 8. Juli 2014


Nach acht Monaten wieder zuhause

Heute dürfte einigen Leserinnen und Lesern die “Neue Presse” aus der Hand gefallen sein, während sie auf Seite 14 den Artikel mit der Schlagzeile “Anna (15) wieder zu Hause – Verfassungsgericht hebt Urteil auf und vereint die Familie” gelesen haben. Dazu gab es mehrfachen Anlass: Ein Anwalt wirft einer Gutachterin vor, die Unwahrheit über Anna geschrieben zu haben, im Gutachten wird die enge Beziehung zwischen Mutter und Kind negativ bewertet.

Bundesverfassungsgericht hebt OLG-Urteil auf, 6. Juni 2014 



Minderjährige missbrauchen Minderjährige


Zwei minderjährige Bewohner eines Kinderheims im Kreis Schweinfurt sollen am vergangenen Wochenende ein dort lebendes minderjähriges Mädchen gemeinsam missbraucht haben. Wie die Polizei am Freitag in Würzburg mitteilt, soll sich die Tat auf dem Gelände des Kinderheims zugetragen haben. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermitteln in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Jugendamt, hieß es. Der Einrichtungsleiter habe den Fall am Montagmittag gemeldet.

In Franken de, 23. Mai 2014

Österreich: Menschenrechtsverletzungen in Heimen

Zwar gaben die meisten befragten Kindern an, sich ihrer Wohngemeinschaft oder ihrem Heim wohl zu fühlen, dennoch gebe es in manchen Einrichtungen menschenrechtswidrige Zustände und Strafen. Zum Beispiel das Streichen von Kontakten zur Herkunftsfamilie oder Gruppenstrafen, wenn nur einer etwas angestellt hat.

Standard Österreich, 12. Mai 2014


Mit 7 will er sterben

Als er sieben Jahre alt war, wollte Konrad Witt sterben. Er stieg auf eine Mauer der Veste Heldburg. Und sprang. Zehn, fünfzehn, zwanzig Meter tief - wie tief er damals fiel, weiß Witt bis heute nicht. Nur, dass er wie durch ein Wunder nicht mal einen Kratzer davon trug, das weiß Witt genau. "Wenn ich heute daran denke...", sagt Witt. "Heute kann ich von der Mauer, auf der ich damals gestanden habe, nicht mal runter schauen. Wahnsinn."

Thüringer Allgemeine, 22. April 2014 

Heim als "Knast"

Die Einundsechzigjährige scherzt viel. Über den betrunkenen Pfarrer, dessen Predigten sie ertragen musste. Über das Berliner Katharinenstift, das sie nur den „Knast“ nennt. Und über ihre erste große Reise, die 1963 doch bloß von einem Kinderheim zum nächsten führte. „Das ist mein Galgenhumor“, sagt sie. „Bloß keine Emotionen zeigen. Wie es in mir aussieht, wissen nur wenige.“ Bei allem Lächeln kullern immer wieder ein paar Tränen aus ihren traurigen Augen.

Echo online, 10. April 2014

Haasenburg: Gericht kündigt Vorschlag an

Im Rechtsstreit um die Schließung der Skandal-Heime der Haasenburg GmbH in Brandenburg bietet das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg einen Vergleich an. Das Gericht werde dem Betreiber und dem Brandenburger Jugendministerium einen Vorschlag unterbreiten, sagte  Gerichtssprecherin Christiane Scheerhorn am Dienstag nach einem ersten Erörterungstermin.

taz, 19. März 2014

16-jähriges Heimkind meldet sich in Redaktion

Untergebracht ist die Jugendliche im Jugendhilfezentrum Bellin bei Ueckermünde, wo sie als vermisst gemeldet worden war. Die Fahndung mit einem Foto des Mädchens ging durch die Medien. Am Mittwoch erschien die junge Frau plötzlich in der Redaktion des Uckermark Kurier in Templin und erzählte ihre Geschichte. "Es stimmt, ich bin abgehauen und ich will nicht zurück nach Bellin."

Nordkurier, 29. Januar 2014

Lügen bis zur letzten Sekunde
“Wir bedauern sehr die Therapeutische Gemeinschaft (TG) Wilschenbruch schließen zu müssen und bedanken uns ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren zum Wohle der betreuten Kinder und Eltern.” 
Mit diesen Schlussworten hat sich die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch aus dem Netz verabschiedet. Die Einrichtung werde im März oder April 2014 geschlossen. Die Arbeit müsse beendet werden, weil das “neue Konzept” finanziell nicht tragfähig sei. Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch habe jedoch erfolgreich gearbeitet.
Wenn Lügen zu einem Totalausfall des Netzes führen würden, wären jetzt überall auf der Welt die Monitore schwarz. Wer diesen Abschiedsgruß verfasst hat, wird von der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Einrichtung nicht verraten. Ist wohl auch gut so.
Gut ist nur: Kinder werden nicht mehr aufgenommen, 7. Januar 2014

Junge wird in Heim nicht behandelt

Trotz mehrfachem Ersuchen von Max im Jugendheim eine Behandlung seines Fußes zu erwirken, waren dort keine entsprechenden Massnahmen erfolgt, um die Zehennägel ärztlich so zurück zu schneiden, dass der Fuß wieder heilen kann. Stattdessen war der Junge, trotz seines Fußleidens, auf Heimausflüge mit langen Wanderungen mitgenommen worden, was, laut Max, mit enormen Schmerzen verbunden war. Auch seitens des Jugendamtes hat man sich während der Unterbringungsphase nicht um die Behandlung des Jungen gekümmert.

Metropol-Region Rhein-Neckar-News, 8. August 2014

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Heimnachrichten 2013

18. Dezember 2013
Haasenburg wird geschlossen

Die umstrittenen Kinder- und Jugendheime der Haasenburg GmbH müssen bis zum 20. Dezember geschlossen werden. Ein entsprechender Bescheid sei dem Betreiber am Freitag zugestellt worden, berichtete das Ministerium in Potsdam.

taz, 18. Dezember 2013 

14. November 2013
TG Wilschenbruch wird geschlossen
Die Therapeutische Gemeinschaft wird geschlossen, rund 30 Vollzeitstellen werden vernichtet, der Trägerverein der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg wird mehrere 100 000 Euro an Abfindungen zahlen müssen. Die hat er nicht. Deshalb sollte sich der Paritätische Wohlfahrtsverband an den Kosten der Schließung beteiligen. Denkt sich Serdar Saris, seit Sommer 2012 Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg und Geschäftsführer der Step gGmbH Hannover. Steht so in der “Landeszeitung für die Lüneburger Heide” von heute.
Der Mann hat Humor. Hilfreich könnte vielleicht eine Energiefeldtherapie bei Heidrun G. sein, die zum Leitungsteam der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gehört hat und Klientinnen und Klienten mit großem Erfolg von Störungen frei klopfte. Wurde jedenfalls jahrelang auf den Internet-Seiten der Einrichtung behauptet, bis diese Methode vom Kostenträger verboten wurde. Weil sie so erfolgreich war?

6. November 2013
Haasenburg-Einrichtungen werden geschlossen

Spiegel online, 6. November 2013

4. November 2013
Von der Haasenburg in die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch
Kyra K. (Name geändert) ist von 2007 bis 2009 in der Haasenburg gewesen und war die Freundin des Mädchens, das aus dem dritten Stock gefallen ist. Dann kommt sie in die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) und bringt dort 2010 einen Jungen zur Welt, der ihr nach drei Wochen vom damaligen TG-Leiter Ruthard Stachowske weggenommen wird. Begründung: “Du bist eine schlechte Mutter und eine Strafe für dein Kind.” Bis heute darf sie ihr Kind nicht sehen. Kyra K. kämpft um ein Wiedersehen mit ihrem Jungen.

9. Oktober 2013
Sexueller Missbrauch in Bruderhaus-Stiftung

»Wir bitten alle Betroffenen hierfür um Entschuldigung«, sagte Günter Braun vom Diakonie-Vorstand am Mittwoch in Reutlingen. Kinder und Jugendliche in Heimen der Bruderhaus-Stiftung hätten in den 1950er und 1960er Jahren Demütigungen, Schläge und in drei Fällen sexuellen Missbrauch durch Betreuer oder andere Heimbewohner erfahren. Die Vorwürfe zu den Sexualdelikten richten sich unter anderem gegen einen ehemaligen Pfleger, der für zwei Jahre am »Oberlinheim« in Reutlingen gearbeitet hatte.

Reutlinger General-Anzeiger, 9. Oktober 2013

4. Oktober 2013
Antonya will nicht ins Heim zurück

Ein Heimkind hat ein blog eingerichtet, die Kleine berichtet über ihre Erfahrungen, ein Bekannter hat ein gefilmtes Gespräch mit der 13-Jährigen Ende September 2013 ins Netz gestellt, das bisher knapp 300 Mal angeschaut worden ist. Die Zeitungen berichteten über diesen Fall, weil die Familie nach Polen geflüchtet ist.

Antonya will nach Hause, 4. Oktober 2013

26. September 2013
13-Jährige aus Heim ausgerissen - Familie in Polen

Das 13-jährige Mädchen war Ende August aus einem Kinderheim ausgerissen, um zu seiner Familie zurückzukehren. Seit einigen Tagen hält sich die deutsche Familie in Polen auf und will nicht nach Deutschland zurückkehren. Sie fürchte, die Behörden könnten das Mädchen erneut in ein Heim stecken, sagte ein Sprecher der polnischen Gesellschaft „Eltern gegen Diskriminierung von Kindern in Deutschland“.

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 25. September 2013


22. September 2013

Studie belegt Missbrauchsvorwürfe


Die Missbrauchsvorwürfe gegen Kinderheime im Rheingau bestehen schon eine ganze Weile.

Der Westen, 15. September 2013

13. August 2013
13-Jähriger auf der Flucht
Die Geschichte beginnt in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG). Im Jahre 2000 flüchtet eine Mutter aus der Einrichtung, sie kehrt mit ihrer Mutter zurück, will ihr Baby abholen. Der Junge ist weg. Der damalige TG-Leiter Ruthard Stachowske sagt: “Du siehst dein Kind nie wieder.”
In diesen Tagen ist dieses Kind aus einem Heim in Eckernförde abgehauen. Mit einem Kumpel, der wieder zurück ist. “Die Leute sind mir zu gefährlich”, soll er gesagt haben. “Die Leute” sind nach seinen Angaben Jugendliche aus Flensburg, die sich auf dem Alten Friedhof treffen. Denen soll sich der 13-Jährige angeschlossen haben.
Auf der Flucht, 13 August 2013

21. Juli 2013
Familien werden ausgesperrt

Nun bekommt Kommissar Internet oft Post von einem Großvater aus Salzbergen. Auch Schreiben kann Therapie sein. Die Enkelin von Dieter G. ist in Münster im Sankt-Mauritz-Kinderheim im Alter von zwei Monaten gestorben. Heute fragt er sich: “Wie naiv müssen wir gewesen sein, als wir Hilfe beim Jugendamt von Rheine gesucht haben?”
Ein Baby ist tot, 21. Juli 2013

19. Juli 2013
Ein Baby stirbt im Sankt-Mauritz-Kinderheim

Kommissar Internet hat heute einen Anruf von einem Großvater bekommen. Er wies auf diesen Artikel hin:

"Das kleine Mädchen ist nur zwei Monate alt geworden. Ausgerechnet im Eltern-Kind-Haus der Jugendhilfeeinrichtung in St. Mauritz starb es. Der Großvater des Kindes erhebt jetzt schwere Vorwürfe. Er sagt, er habe das Jugendamt immer wieder auf die Probleme seiner Tochter hingewiesen."

Hier weiterlesen

Mit diesem Heim hat sich Kommissar Internet schon beschäftigt.

Beispielsweise hier

Und hier

Weitere Informationen folgen. Der Großvater sagt: "Wenn wir gewusst hätten, was passiert, hätten wir uns nie an das Jugendamt gewendet."

6. Juli 2013
Drei Kinder flüchten aus Heim

Drei Burschen im Alter von 15 bzw. 16 Jahren sind nach angeblichen Misshandlungen aus einem umstrittenen Kinder- und Jugendheim im deutschen Brandenburg geflüchtet. Der Anwalt der Jugendlichen hat am Freitag schwere Vorwürfe in Richtung des Heim-Betreibers erhoben. "Es gab eine Vielzahl von Gewalttaten, Fixierungen am Boden und vor allem Demütigungen", sagte der Hamburger Familienrechtler Rudolf von Bracken.

Der Standard, 5. Juli 2013

12. Juni 2013
"Zeichen der Unterstützung"

Hannover. Der Beirat der niedersächsischen Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder wurde heute in Hannover gegründet. Er wird die Betroffenen dabei unterstützen, individuelle Leistungen geltend zu machen.

 „Wir geben damit ehemaligen Heimkindern, die in der Zeit zwischen 1949 und 1975 in einem Heim untergebracht waren und dort viel Leid und Unrecht erfahren haben, ein deutliches Zeichen der Unterstützung”, sagte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt anlässlich der konstituierenden Sitzung.

Pressemitteilung des niedersächsischen Sozialministeriums, 12. Juni 2013

1. Juni 2013
Heimkinder erneut gedemütigt

Von 2008 bis 2010 tagte der „Runde Tisch Heimerziehung“ (RTH) unter Vorsitz der Pastorin Antje Vollmer. Die meisten Opfer, die sich öffentlich zu Wort melden, fühlen sich von ihr und dem RTH „über den Tisch gezogen“ und erneut gedemütigt.

Readers Edition, 1. Juni 2013

15. April 2013
Sozialpädagoge verleumdet immer wüster

Den ersten Beitrag, den Ruthard Stachowske auf seinen Seiten über meine angeblichen Beziehungen zu Eltern veröffentlicht hat, die ihren Kindern Schlimmes angetan haben sollen, löschte dieser Sozialpädagoge sofort wieder, weil ich gegen ihn Strafantrag gestellt hatte. Dieser Beitrag liegt der Staatsanwaltschaft von Lüneburg vor, das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet worden.

Auch den Beitrag, den dieser dreisteste Sozialpädagoge Deutschlands jetzt veröffentlicht hat, werde ich an die Staatsanwaltschaft von Lüneburg weiterleiten.

Hier weiterlesen, 15. April 2013

14. April 2013
Immer wieder Anfragen von Missbrauchsopfern

Auch mehr als drei Jahre nach den ersten Meldungen über sexuellen Missbrauch innerhalb der Katholischen Kirche erreichen den zuständigen Arbeitsstab beim Erzbistum Paderborn immer wieder Anfragen. Ansprechpartner für die Opfer ist Manfred Frigger, ehemaliger Leiter der Eheberatung.

Neue Westfälische, 13. April 2013

5. April 2013
Erst Heim - dann Pflegefamilien

Eine Chemnitzer Autorin erzählt die Lebensgeschichte von Sieglinde Helmsdorf. Die Tochter von sogenannten asozialen KZ-Häftlingen verbrachte ihre Kindheit und frühe Jugend in Kinderheimen und drei Pflegefamilien.

Freie Presse, 5. April 2013

25. März 2013
Die Wahngebilde eines Sozialpädagogen

Der Kreis der Betroffenen reicht inzwischen bis in die Gründerjahre dieser Einrichtung, die bis Anfang Juli 2011 von Ruthard Stachowske geleitet worden ist.
Wenn diesem Sozialpädagogen in diesem Zusammenhang die beiden “Tatort”-Folgen aus Hannover einfallen, dann sollte dieser Mann dringend auf Wahngebilde untersucht werden. Seine Ausführungen zur Kinderporno-Industrie sind nicht nur krankhaft, sondern auch wüste Verleumdung, die nicht mehr gesteigert werden kann. Über die Opfer seiner Therapiemethoden derart herzuziehen, ist dermaßen widerwärtig, dass dieser Sozialpädagoge als Angestellter der Sucht- und Jugendhilfe keine Sekunde mehr zu halten ist. Auch als Honorarprofessor der Evangelischen Hochschule ist er nicht mehr tragbar.
Familiensteller, 25. März 2013
12. März 2013
Wichtiges Thema bei Papst-Wahl

Unter den Papabili, den Favoriten bei der Papst-Wahl, und den wählenden Kardinälen gibt es sowohl Vertuscher wie Aufklärer. Auf der einen Seite ist das Lager um die italienischen Kardinäle Tarcisio Bertone und Angelo Scola, welche sich in erster Linie um das Ansehen der Kirche Sorgen machen. Scola, der laut der Zeitung «La Repubblica» schon in den Vorgesprächen zum Konklave etwa 40 der nötigen 77 Stimmen für sich gewonnen hat, spricht im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen Kirchenleute von «lügnerischen Anschuldigungen».

Blick, 12. März 2013

2. Februar 2013
Kleine Entschädigung für großes Leid

Sie wurden in einen engen Raum gesperrt, der durch die nebenan schlagende dicke Glocke erbebte, wurden geprügelt und teilweise, Mädchen wie Jungen, vergewaltigt. Die einen mussten mitansehen, wie eine Epileptikerin bei Anfällen die Treppe heruntergeworfen wurde, andere mussten ihre Notdurft vor aller Augen verrichten.

Wilhelmshavener Zeitung, 2. Februar 2013


18. Januar 2013
Überall Sexualverbrechen

Es war eine katholische Hotline. Doch obwohl sich die Deutsche Bischofskonferenz damit von März 2010 bis Dezember 2012 eigens für die Erfahrungsberichte von Missbrauchsopfern aus dem kirchlichen Bereich geöffnet hatte, gab es auch zahlreiche Hinweise auf Sexualverbrechen in staatlichen Einrichtungen sowie in Familien. Von den 1207 Delikten, die den Mitarbeitern der Lebensberatung im Bistum Trier bei dieser bundesweiten Anlaufstelle geschildert wurden, fanden 407 nicht im katholischen Raum statt. Gut 50 ereigneten sich im Gesundheitswesen, mehr als 300 in Familien oder deren Umfeld. In den Familien scheint die Schwere der Verbrechen am größten zu sein: Der Anteil von Penetrationen bei Minderjährigen war in den Opferberichten hier mit rund 70 Prozent deutlich höher als bei Schilderungen aus kirchlichen Bereichen, wo er zwischen 30 bis 40 Prozent lag.

Hamburger Abendblatt, 18. Januar 2013

17. Januar 2013
Nachrichten aus einem Kinderheim in Rumänien

Entlasst Serdar Saris (ehemals Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Regionsversammlung Hannover) als Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, der auf Fragen doch nur mit der Einschaltung von Automaten für gelogene Antworten reagiert – und stellt Gisela van der Heijden wieder ein, damit die endlich ihre Arbeit zuende macht!

Ein Kinderheim in Cund (Rumänien), 17. Januar 2013


10. Januar 2013
Katholische Kirche an Aufklärung nicht interessiert?

Jetzt hat die katholische Kirche Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Institut Niedersachsen den Aufklärungsstuhl vor die Wissenschaftstür gestellt – und fast alle Printmedien (die sich gern als Qualitätserzeugnisse sehen) drucken dazu eine Meldung ab, die von der Deutschen Presseagentur stammt. Darin heißt es: “Die katholische Kirche hatte mit dem Forschungsprojekt auf den Missbrauchsskandal reagiert, der sie 2010 erschüttert hatte.”
Würde bedeuten: Die Petitionen, die Heimkinder an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages geschickt haben, um endlich eine breite öffentliche Diskussion in Gang zu setzen, erschütterten die katholische Kirche weder 2006 noch 2007, auch nicht 2008 und nicht 2009.

Seit wann ist die katholische Kirche erschüttert?, 10. Januar 2013


9. Januar 2013
Katholische Kirche zieht Auftrag zurück

Die katholische Kirche zieht die Bremse: Sie hat dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen den Auftrag entzogen, den jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in ihren Einrichtungen wissenschaftlich zu untersuchen. Beide Seiten erheben schwere Vorwürfe gegeneinander.

Deutschlandfunk, 9. Januar 2013