Samstag, 9. September 2023

Heimnachrichten (2023)

Und was macht Serdar Saris?

"Laute Misstöne deuten jetzt an: Das Ordnungsdezernat der Stadt (Hannover) hat die ausgeschlossen, um die es geht. Und die, die sonst für sie da sind." Schreiben Sie und meinen Obdachlose und Rauschgiftsüchtige, für die es einen neuen Treffpunkt geben soll einerseits und u. a. die Step gGmbH Hannover mit Serdar Saris an der Spitze andererseits, den Sie als Step-Chef mit diesen Worten zitieren: "Die Stadt hatte sich für einen halbjährigen Planungsprozess unter strikter Geheimhaltung entschieden, unter Ausschluss der Hilfeträger, das muss man akzeptieren. Gut ist das aber nicht."

Step gGmbH Hannover, 3. April 2023

Mord im Kinderheim?

Ein Mädchen wurde am Dienstag tot in einer Kinderhilfe-Einrichtung in Wunsiedel gefunden. Viele Fragen sind noch offen. Angestellte hatten die Zehnjährige am Dienstag in einem Zimmer der Einrichtung leblos gefunden, ein Notarztteam konnte nur noch den Tod feststellen. Eine Obduktion des Leichnams ergab nach ersten Erkenntnissen Anzeichen für ein Fremdverschulden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Das Mädchen war laut Polizei in der Einrichtung betreut worden.

msn, 6. April 2023

Täter 10 Jahre alt


Nach dem Tod einer Zehnjährigen in einer oberfränkischen Kinderhilfe-Einrichtung in Wunsiedel in Oberfranken (Bayern) geht die Polizei nach Spurenfunden davon aus, dass ein elfjähriger Junge an der Tat beteiligt war.

Dies teilte die Polizei am Karfreitag in Wunsiedel mit. Da der Junge nicht strafmündig sei, sei er präventiv in einer gesicherten Einrichtung untergebracht worden. Eine Anhörung des Elfjährigen stand nach Polizeiangaben vom Freitag noch aus. Die weiteren Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit den Jugendbehörden erfolgen.

Der Westen, 7. April 2023

Tödliche Fehlentscheidung?

Es ist ein Fall, der immer mehr Kopfschütteln verursacht: Am 4. April wurde Lena in einem Kinderheim getötet. Dort sollte sie aber eigentlich gar nicht sein, sondern auf einem Kreuzfahrtschiff mit ihrem Vater. Alles war genehmigt und gebucht. Dann machte das Jugendamt einen Rückzieher. Warum, weiß Lenas Vater nicht. Aber das itsat nur eine von vielen ungeklärten Fragen.

RTL, 6. Juni 2023

Systematische Vertuschung

Für mich war 2010 ein Jahr der Befreiung: Nach drei Jahrzehnten des Schweigens begann ich über die sexuelle Gewalt zu sprechen, die ich als Kind in einer katholischen Schule des Jesuitenordens erlebt hatte. Und ich war nicht allein. Hunderte Männer und Frauen berichteten von dem, was ihnen von Priestern in der Kindheit angetan worden war. w sie erkannten das Verbrechen hinter den Verbrechen: die systematische Vertuschung.

Zeit online, 21. Juni 2023

Zwangsernährung und sexueller Missbrauch

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kinder bis weit in die Sechzigerjahre hinein von ihren Familien zur Erholung in Kinderheime geschickt. Frische Luft, Körperertüchtigung und Gewichtszunahme sollten das Ergebnis der so genannten "Verschickungen" sein, die bis zu sechs Wochen währten. Doch der Heimaufenthalt wurde häufig zur körperlichen wie psychischen Plage, wie die Autorin Lena Gilhaus an Weihnachten 2016 erstmals vom eigenen Vater erfuhr. "ARD History: Verschickungskinder - Missbrauch und Gewalt bei Kinderkuren" erzählt nun von dieser bislang kaum beleuchteten Nachkriegsgeschichte.

Lena Gilhaus begann zu recherchieren, sie ging den Erlebnissen ihres Vaters nach und brachte ein Buch heraus, nach dessen Veröffentlichung sich zahlreiche Betroffene meldeten. Über 15 Millionen Kinder sollen es gewesen sein, die nach 1945 in Heime verschickt wurden und dort nicht selten Qualen erlitten. Die Gewalt reichte von der Zwangsernährung bis hin zu schwerem sexuellem Missbrauch.

Weserkurier, 30. Juni 2023

Auch Babys in Kinderheimen

In Kinderheimen leben nicht nur Jugendliche. In den letzten Jahren kamen auch viele kleine Kinder dort an, zwei, vier, fünf Jahre alt, auch Babys. Mal nur für wenige Tage, mal für Wochen, manchmal für Jahre.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2023

Von Müllmann vergewaltigt-von einem Heimkind ermordet

Die Ermittlungen im Fall des getöteten Mädchens im Kinder- und Jugendhilfezentrum Wunsiedel sind abgeschlossen. Der 25 Jahre alte Müllfahrer soll das Kind vergewaltigt haben.

Frankenpost, 5. September 2023

Dienstag, 20. Dezember 2022

Heimnachrichten 2022

Vom Ende der Kindheit

Das Kloster Ramsau bei Haag im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn liegt malerisch auf einem Hügel am Waldrand, oberhalb von Ramsau- Reichertsheim. Aber die Idylle trügt. Die Klostermauern bergen ein dunkles Geheimnis. Seit über 40 Jahren kommen die heute 64-jährige Renate und ihr 68-jähriger Bruder Manfred erstmals wieder an den Ort, der wie kein anderer ihr Leben prägte. Die Geschwister verbrachten hier im Heim der Franziskanerinnen ihre Kindheit und erlebten Gewalt und sexuelle Übergriffe.Das Kloster Ramsau bei Haag im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn liegt malerisch auf einem Hügel am Waldrand, oberhalb von Ramsau- Reichertsheim. Aber die Idylle trügt. Die Klostermauern bergen ein dunkles Geheimnis. Seit über 40 Jahren kommen die heute 64-jährige Renate und ihr 68-jähriger Bruder Manfred erstmals wieder an den Ort, der wie kein anderer ihr Leben prägte. Die Geschwister verbrachten hier im Heim der Franziskanerinnen ihre Kindheit und erlebten Gewalt und sexuelle Übergriffe.

Bayerischer Rundfunk, 25. Januar 2022

Was geschah in Sankt Peter-Ording?

Was Kinder in den 1950er bis 1980er Jahren in den Kurheimen in St. Peter-Ording alles erdulden mussten, das untersuchen jetzt Wissenschaftler aus Kiel – im Auftrag der Gemeinde.

Husumer Nachrichten, 17. März 2022

Heimkind auf Tik Tok

Wie ist es, wenn ein neues Kind in das Heim kommt? Was passiert, wenn man ein schlechte Note mitbringt? Wie läuft der Tag ab, wenn man mal frei hat? - All das erklärt der Schüler in seinen Videos. Michael zeigt auf TikTok nicht nur seinen Alltag im Kinderheim, er antwortet auch auf solche Fragen seiner Community.

Den größten Unterschied im Vergleich zu anderen Jugendlichen sieht er darin, dass er weniger Freizeit hat. "Ich komme nach Hause und muss putzen, kochen, einkaufen (...) und währenddessen noch eine Wohnung suchen. Und die anderen kommen nach Hause und können sich um die Schule kümmern und haben sehr viel Zeit, vielleicht noch für ein Sportverein."

WDR, 4. Mai 2022

Leichen in Senkgrube

Ein ganz normaler Arbeitstag – so beschreibt Peter Steinbach, ehemaliger Zögling im Erziehungsheim in Eggenburg den 20. März 1970. Ganz normal, bis „plötzlich alle von den Werkstätten abgeholt und in die Zimmer gebracht wurden.“ Die Kinder werden informiert, „dass in der Senkgrube ein Toter gefunden wurde“ – in der zum Heim gehörenden Landwirtschaft.

ORF, 17. Juni 2022

NDR verpasst Journalisten Maulkörbe

Es ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte von Schleswig-Holstein: In den 1950er-Jahren schickten viele Eltern ihre Kinder ans Meer, hier sollten sie in Heimen "aufgepäppelt" werden. Stattdessen kehrten sie verängstigt oder gar traumatisiert aus der Kur zurück. Noch heute durchleben die Betroffenen schlaflose Nächte: Dann kommen die Bilder wieder hoch – die Tasse Salzwasser zum Frühstück, die Ohrfeigen, der Strafappell, das stundenlange Sitzen vor einem Teller Milchreis, ganz allein in der Kantine.

stern, 31. August 2022

Jugendamtsleiterin glaubt Heimkindern

„Ich habe keine Zweifel, dass den Heimkindern Leid widerfahren ist, und glaube den Schilderungen hier drin vorbehaltlos“, sagt Anja Beckmann, die Leiterin des Ludwigsburger Jugendamtes. Vor ihr liegt ein dicker Stapel Papier, es ist der Endbericht der Aufarbeitungsstudie zum St. Josefsheim in Hoheneck, der im Juli veröffentlicht wurde. Ein Kapitel in dem Bericht, in dem von emotionaler Kälte, Vernachlässigung, Gewalt und sexuellem Missbrauch vor allem in den 1970er Jahren in dem ehemaligen Kinderheim die Rede ist, ist auch der öffentlichen Jugendhilfe gewidmet. 

Ludwigsburger Kreiszeitung, 14. September 2022 

Hühnerei in der Hosentasche

An viel erinnert sie sich nicht, aber ein Bild ist noch immer ganz klar: Sie sitzt an einem Tisch, vermutlich allein neben einer Säule, und versucht ein Hühnerei in ihre Hosentasche zu stecken. Es ist noch ganz. Damals, 1975, ist Claudia Terpe vier Jahre alt. Der fischige Geruch - Hühner wurden damals häufig mit Fischmehl gefüttert - verursacht ihr Übelkeit. Essen möchte sie das Ei auf keinen Fall, das darf aber niemand erfahren, das Ei muss also verschwinden.

Terpe ist damals in einem Verschickungsheim in Gohrisch in der Sächsischen Schweiz. Mit vier und mit acht Jahren wurde sie jeweils für sechs Wochen von ihrem Zuhause in Berlin-Lichtenberg zur Kur in ein DDR-Kinderkurheim geschickt, ohne ihre Eltern.

rbb24, 9. Oktober 2022

Junge bekommt mit 14 Brüste

Yannik lebt in einem Augsburger Kinderheim, als sich sein Körper verändert. Immer deutlicher treten die Brustwarzen hervor, schließlich wachsen dem 14-Jährigen Brüste - so wie bei den Mädchen um ihn herum. Yannik schämt sich. Manchmal zieht er mehrere T-Shirts übereinander an, um die Brüste zu verdecken.

Bevor die Brüste zu wachsen beginnen, bekommt Yannik Olanzapin und Risperidon verordnet, beides sedierende Antipsychotika. Dann kommen die Sommerferien. Seine Wohngruppe macht einen Ausflug in ein Erlebnisbad. Doch Yannik will seinen nackten Oberkörper nicht zeigen. "

Bayerischer Rundfunk, 19. Oktober 2022

Vom Jugendamt nicht für voll genommen

"Ich musste jedes halbe Jahr zum Hilfeplan-Gespräch. Wenn ich mich da beschwert habe, dass etwas in der Wohngruppe nicht so gut läuft, wurde ich als die Böse dargestellt", erinnerte sich die 28-Jährige in einem Interview mit Bild. Man habe ihr damals vorgeworfen, sie würde sich alles nur ausdenken, um Aufmerksamkeit zu bekommen. "Mich hat nie jemand für voll genommen. Meine Probleme waren denen nicht wichtig genug", klagte das Model.

Promiflash, 18. Dezember 2022

Dienstag, 8. November 2022

Jugendämter 2022

Ein Krimi
mit wahren
Begebenheiten.
Hier bestellen
Kindesentzug nach überholter PAS-Theorie

Hinter dem Vorwurf, dass die Mutter ihr Kind manipulieren würde, steckt eine veraltete Theorie eines amerikanischen Psychiaters: Sie heißt "Parental Alienation Syndrome" (PAS). Es ist die These einer zu engen, geradezu symbiotischen Bindung zwischen zumeist Mutter und Kind, ohne Platz für den Vater. Dieser werde völlig unbegründet abgelehnt und aus dem Leben des Kindes gedrängt. Eine Folge davon könne sein, dass das Kind keine eigene Identität entwickle.

NDR, 11. Januar 2022

Kein Geld für Ausreise gezahlt

Dieser Vormund habe grundsätzlich ausschließlich im Interesse seines Mündels zu agieren, betont die Rathaussprecherin. Dabei habe der Vormund selbstverständlich aber auch geltendes Recht zu beachten. Es sei zudem nicht Aufgabe der Jugendämter, finanzielle Mittel für eine freiwillige Ausreise zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Berichterstattung könne allerdings durchaus der Eindruck entstanden sein, dass dies in diesem Fall geschehen ist. „Dem ist aber nicht so“, versichert die Sprecherin.

Die Rheinpfalz, 4. Februar 2022

Jugendamtsmitarbeiterin angezeigt

Oerlinghausen. Als das Verwaltungsgericht Minden Ende November vergangenen Jahres die Inobhutnahme des Kindes von Elke D. (Name geändert) für rechtswidrig erklärte (NW berichtete mehrfach), war die Mutter zwar erleichtert, konnte sich aber nicht wirklich freuen. Sie befürchtete damals, dass die Sache noch nicht ausgestanden sei und sie weiter um ihr Kind kämpfen muss. Sie sollte recht behalten. Mittlerweile hat das Landeskriminalamt (LKA) Ermittlungen gegen den Vater des Kindes aufgenommen. Er steht im Verdacht, sein eigenes Kind sexuell missbraucht zu haben.

Neue Westfälische, 13. März 2022

Gesetz soll Kinder besser schützen

Die größten Missbrauchsskandale der deutschen Geschichte haben sich in Nordrhein-Westfalen ereignet. 2018 und 2019 wurden sie aufgedeckt. Daraufhin erklärte die Landesregierung den Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit. Gleich zweifach reagierte sie auf die Verbrechen, die sich in Lügde, Münster und Bergisch Gladbach zutrugen. Zum einen mit viel Geld und Personal für Online-Ermittlungen der Polizei. Zum anderen mit einem Kinderschutzgesetz, das sie nun, kurz vor Schluss der Legislaturperiode, vorlegt. Das soll vor allem Jugendämter befähigen, bei Missbrauch künftig früher einzugreifen.

Die Welt, 22. März 2022

Kindeswohlgefährdung mit System

Eine neue Studie offenbart, dass Familiengerichte und Jugendämter systematisch zugunsten der Väter urteilen – gegen das Wohl der Kinder.

SHZ, 5. April 2022

Jugendamt holt Baby aus Krankenhaus

Eigentlich fühlte sich Nadine E. mit ihrem Neugeborenen sicher im Krankenhaus. Doch als die junge Mutter aus Neubrandenburg ihren Sohn wenige Stunden nach der Geburt zum Flasche-Geben an eine Mitarbeiterin der Klinik übergab, sah sie ihr Kind zum vorerst letzten Mal. Das Jugendamt nahm das Baby gleich vor Ort in Obhut. Derzeit sehen Nadine E. und ihr Verlobter Jörg S. das wenige Wochen alte Kind nach eigenen Angaben nur auf Fotos.

Nordkurier, 10. Mai 2022

Zwei Kinder ermordet-Wo war das Jugendamt?

"Wo waren die Nachbarn, war das Jugendamt, warst du, war ich?" Ein handgeschriebener Zettel flattert vor dem Mehrfamilienhaus in der Hanauer Römerstraße. Blumen, Kerzen und Plüschtiere für den elfjährigen Jannatveer und seine siebenjährige Schwester Mukhmanii, die hier vor knapp einer Woche gestorben sind: mutmaßlich getötet vom eigenen Vater, der bislang zu den Vorwürfen schweigt. Monatelang war die Familie vom Jugendamt und einem freien sozialen Träger betreut worden.

Deshalb prüft die Staatsanwaltschaft neben den Vorwürfen gegen den Vater auch die Rolle der Behörden in dem tragischen Fall. Schlug der freie soziale Träger zu spät Alarm? Schätzte das Jugendamt die Lage falsch ein?

Hessenschau, 18. Mai 2022

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungsverfahren ein

Der Fall erregte auch über die Region hinaus im vergangenen Jahr Aufsehen: Ein Mann aus dem Steinlachtal hatte zwei Mädchen sexuelle Gewalt angetan, die ihm das Jugendamt als Pflegetöchter anvertraut hatte. Schon im Prozess wurde Kritik an der Arbeit der Behörde laut. Denn nachdem eine Pflegetochter dem Jugendamt von den Übergriffen berichtet hatte, konfrontierten Mitarbeiterinnen den Mann mit den Vorwürfen – noch vor einer Anzeige bei der Polizei.

Später stellte die Kriminalpolizei fest, dass kinderpornografische Bilder und Videos von elektronischen Geräten des Mannes gelöscht worden waren. Außerdem hielt die als Zeugin vernommene Psychologin Heidrun Overberg dem Amt im Prozess vor, bereits vor den Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs auf schwerwiegende Probleme in der Pflegefamilie hingewiesen zu haben. Daraufhin habe die Behörde zu wenig unternommen.

Schwäbisches Tagblatt, 20. Mai 2022

Kind im Krankenhaus weggenommen

Nach einem Unfall wird den Eltern Manuela und Nils H. aus Königswinter ihre drei Monate alte Tochter Lina weggenommen – am 31. März 2022, noch im Krankenhaus. Im Reflex hatte zuvor der Vater nach eigener Aussage das Kind gesichert, als es drohte, auf den Boden zu fallen. Dabei brach sich das Kind den Arm. Im Krankenhaus wurden angeblich weitere, ältere Rippenbrüche festgestellt sowie kleine blaue Flecken am Bauch. Die blauen Flecken seien dem Kinderarzt bei der U4 gezeigt worden, die ein paar Tage vor dem Unfall stattfand, betonen die Eltern.

Honnef heute, 5. Juli 2022

Strafanzeige wegen Lügen und Schlampereien

Das Jugendamt soll Familien helfen. In vielen Fällen tut das das Amt in der Börde. Aber wohl nicht in allen. Es hängen Vorwürfe wie Falschaussagen und das Hinauszögern von Akteneinsicht im Raum – gegipfelt in einer Strafanzeige und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Volksstimme, 8. September 2022

Achtjährige darf Haus nicht verlassen

Ein acht Jahre altes Mädchen soll nahezu sein gesamtes Leben lang in einem Haus im Sauerland festgehalten worden sein. Die Staatsanwaltschaft in Siegen ermittelt gegen die Mutter des Kindes und die Großeltern. Knapp sieben Jahre lang soll das Kind komplett von der Außenwelt abgeschirmt worden sein: Es hat nie einen Kindergarten und keine Schule besucht. Auch mit anderen Kindern soll es in dieser Zeit niemals gespielt haben.

tagesschau, 8. November 2022