Mittwoch, 9. April 2008

Prozesstermine

9. April, 9 Uhr
Amtsgericht Mönchengladbach, Sitzungssaal C 115, Hohenzollernstraße 155, 41061 Mönchengladbach

Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch, Gerichtspsychologisches Institut Duisburg gegen Familie Müller aus Mönchengladbach

Hintergründe

5. April 2008
Ein guter Anwalt hat immer noch ein As im Ärmel.

Der Ort: Amtsgericht Mönchengladbach, Hohenzollernstraße 155, 1. Etage, Sitzungssaal C 115

Der Termin: 9. April 2008, 9 Uhr

Das Aktenzeichen: 4 C 70/08

Die Anwälte: Stefan Wimmers, Dozent der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach (für den Kläger Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch, Gerichtspsychologisches Institut Duisburg)
Nicole Walters, Essen (für die Beklagten Sabine und Frank Müller, Mönchengladbach, Eltern von Jessica Müller, die seit vier Jahren im Schloss Dilborn lebt)

Darum geht es laut Klageschrift vom 11. Februar 2008: Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch fordert vom Ehepaar Müller 500 Euro Schmerzensgeld und klagt zudem auf Unterlassung. Die Beklagten sollen nicht mehr “behaupten, der Kläger habe Unterlagen unterschlagen, der Kläger übe seinen Beruf als gerichtspsychologischer Gutachter nicht hinreichend sorgfältig aus, dem Kläger damit drohen, in seinem häuslichen Umfeld zu erscheinen”.

Die Gründe laut Klageschrift: “Die soziale Anerkennung des Klägers wird durch die Beklagten beeinträchtigt und gefährdet. Der Kläger wird darüber hinaus von den Eheleuten Müller dahingehend bedroht, dass er in seinem häuslichen Umfeld aufgesucht wird und mit Nöten zu rechnen hat. Durch das Inaussichtstellen dieses Übels wird erheblich in die Privatsphäre des Klägers eingegriffen, so dass das Leben des Beklagten (Anmerkung: ?) in seinem häuslichen und Familienkreis einer andauernden Gefahr ausgesetzt ist.”

(Beweismittel: ein Brief von Familie Müller an Dr. Dr. Dr. Zoch vom 19. November 2007. Anmerkung: In diesem Brief wird der Gutachter um die Herausgabe eines Ordners mit Unterlagen über Jessica Müller gebeten, die Familie bietet an, den Ordner notfalls auch persönlich abzuholen und bei einer Tasse Kaffee ein Gespräch über Jessica zu führen.)

Er hat sein Haus auf Sand gebaut.

Auf die Klageerwiderung reagiert Rechtsanwalt Stefan Wimmers am 25. März gegenüber dem Amtsgericht mit einem neuen Vorwurf, dem er dies voranstellt: “Den Beklagten mangelt es ganz offensichtlich an der Fähigkeit, sich mit gerichtlichen Entscheidungen abzufinden…”

Der neue Vorwurf lautet: “Im Rahmen eines Symposiums an der Hochschule Niederrhein zum Thema Kindeswohl. Als der Kläger das Podium verlassen hatte und sich auf dem Weg zum Ausgang befand, wurde dieser durch den Beklagten bedrängt, bedroht und angegriffen, so dass er von weiteren Anwesenden geschützt und in Sicherheit gebracht werden musste.”

Dieses Symposium hat am 12. Oktober 2007 stattgefunden, auf dem Podium saßen acht Experten, darunter Dr. Gerhard Schomburg als Vertreter des Bundesjustizministeriums und Professor Dr. Walter Röchling, Richter am Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt. Dieser Richter wird in dem Schreiben von Rechtsanwalt Stefan Wimmers als Zeuge benannt.

Manche Anwälte haben doch kein As im Ärmel?

Im Rahmen meiner Artikelserie “Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken” habe ich Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch per Fax vom 12. Januar 2008 Fragen gestellt zur Entwicklung von Jessica und zur Heimsituation.

Diese Fragen beantwortete der Gutachter am 13. Januar 2008 ebenfalls per Fax. In diesem Schreiben ging Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch auch auf den Ordner über Jessica Müller ein: “Wichtige Unterlagen waren nach meiner Erinnerung auch nicht drin; es waren Kinderzeichnungen; Termine zum Elternabend und Ähnliches.”

Es folgten die Punkte 8 bis 11, bei denen es um das angebliche Verhalten von Frank Müller ging: “8. Herr Müller bedrohte mich mehrfach mit unsinnigen Vorwürfen. Das wurde von mir dem zuständigen Gericht auch mitgeteilt. Da Herr Müller stationär und ambulant seinerzeit mehrfach psychiatrisch behandelt werden musste, ergibt sich natürlich die Frage seiner Schuldfähigkeit. 9. Das Gericht wandte sich an den damaligen Rechtsanwalt der Eheleute Müller, um hier Mäßigung zu erreichen. Erfolglos. 10. Herr Müller bedrohte mich weiterhin. 11. Derzeit wird aus diesen Gründen eine Anklage bei der Staatsanwaltschaft gegen Herrn Müller vorbereitet.”

Da ich seinerzeit über diese angeblichen Drohungen keine Informationen hatte, wunderte ich mich über den Schreibfluss des Gutachters, den angeblichen tätlichen Angriff erwähnte er aber nicht, obwohl er bei der Beantwortung meiner Fragen ganz offensichtlich richtig Fahrt aufgenommen hatte…

Siehe auch

7. April 2008
Antwort der Hochschule Niederrhein per mail zu neuem Vorwurf

Guten Tag, Herr Tjaden,

Vom Dekan des Fachbereichs Sozialwesen, Prof. Dr. Peter Schäfer, bekam ich die Nachricht, dass die Darstellung von RA Wimmer "erschöpfend" sei, der Sachverhalt somit bestätigt wird.

Freundliche Grüße
Rudolf Haupt M.A.
Hochschule Niederrhein
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinarzstr. 49, 47805 Krefeld

7. April 2008

Strafantrag gegen Gutachter

Frank Müller bleibt dabei: "Ich habe Dr. Zoch weder bedrängt noch bedroht noch angegriffen." Er stellt Strafantrag gegen den Gutachter.

9. April 2008
Gutachter Zoch scheitert in wesentlichen Punkten

Der Mönchengladbacher Amtsrichter Toeller hat heute im Rechtsstreit Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch aus Duisburg gegen Sabine und Frank Müller aus Mönchengladbach kurzen Prozess gemacht, die Verhandlung dauerte eine gute Viertelstunde.

Der Sachverständige, der nach eigenen Angaben in 31 Berufsjahren 20 000 Kinder untersucht hat, scheiterte in allen wesentlichen Punkten. Das Gericht sprach ihm weder das geforderte Schmerzensgeld in Höhe von 500 Euro nebst fünf Prozent Zinsen zu noch beschäftigte es sich mit dem nachgeschobenen Vorwurf, Frank Müller habe den Gutachter bei einem Symposium der Hochschule Niederrhein am 17. Oktober 2007 „bedrängt, bedroht und angegriffen, so dass er von weiteren Anwesenden geschützt und in Sicherheit gebracht werden musste“.

Nicht mehr unbotmäßig urteilen

Sabine und Frank Müller wurden von Amtsrichter Toeller aufgefordert, künftig nicht mehr unbotmäßig über Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch zu urteilen. Das Ehepaar hat zwei Drittel der Gerichtskosten zu tragen.

Den Prozess verfolgten nicht nur von Gutachtern Betroffene, anwesend war auch ein Vertreter des gemeinnützigen Menschenrechts-Vereins Curare aus Köln, der das Urteil als Misserfolg für den Gutachter wertete und die hier veröffentlichten Informationen zum Gerichtstermin lieferte.

"Gutachten eine Katastrofe"

Dieser Verein hat nun in Sachen Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch noch mehr vor. Er will das Gutachten analysieren, das zum Sorgerechtsentzug von Sabine und Frank Müller für ihre zehnjährige Tochter Jessica beigetragen hat. Erste Einschätzung vor der eingehenden Analyse: „Es ist ein Katastrofe. Was dieser Gutachter auf 132 Seiten geschrieben hat, ist nicht nachzuvollziehen.“

Außerdem bereitet der Verein in Zusammenarbeit mit Familie Müller einen Strafantrag wegen Verleumdung vor, denn den Vorwurf, er habe Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch tätlich angegriffen, will Frank Müller nicht auf sich sitzen lassen.

Über den Prozessverlauf informiert werden will auch der Pressesprecher der Hochschule Niederrhein. Rudolf Haupt meint: „Die Presse müsste endlich über Jessica berichten.“ Allerdings ist kein Redakteur der lokalen Medien beim Prozess anwesend gewesen, obwohl es Hinweise von mehreren Seiten gab.

Kommentare:

H.M. hat gesagt…

Früher nannte man es Kasperletheater...heute sind das Verhandlungen vor dem Amtsgericht mönchengladbach....da kommt selbst das "Königlich Bayerische Amtsgericht" nicht mit...
Nun werden hier die zeugen der Beklagten nicht geladen...dafür soll nun ,als Zeuge des Klägers ,ein Amtsrichter aussagen...das nenne ich RECHTSSTAATLICHKEIT....sensationell was sich in diesem Land unter dem Decknamen "DEMOKRATISCHER RECHTSSTAAT" abspielt !!!

Heinz-Peter Tjaden hat gesagt…

Das ist doch ganz einfach: Die Anwältin von Familie Müller muss sofort die anderen Podiumsteilnehmer als Zeugen laden lassen - und den Veranstalter fragen, ob er weitere Anwesende kennt. Dann läuft der Anwalt von Zoch doch ins Leere...

H.M. hat gesagt…

Ich glaube man kann es in einem Satz zusammenfassen:
WIR HABEN ES HIER MIT EINEM DER GRÖSSTEN JUSTIZSKANDALE IN DEUTSCHLAND ZU TUN
der Stall muss ausgemistet werden...und der Stall WIRD ausgemistet werden...