Donnerstag, 19. Juli 2018

Jugendämter 2018

Eltern wollen Jugendamt besetzen

Für die Jugendamtsleitung im Havelland und den Jugend- und Sozialdezernenten des Landkreises, Wolfgang Gall (CDU), wird das eine ganz neue Situation. Empörte Eltern wollen am 31. Januar das Jugendamt des Kreises besetzen und gleichzeitig vor dem Behördengebäude demonstrieren.

Märkische Allgemeine, 10. Januar 2018

Totales Versagen

Als Rechtsanwalt: Ich bin doch sehr erstaunt wie im JA gelogen wird, wie Sie und Ihre Kollegin eindeutig PRO KM gehandelt haben (die Argumente habe ich bereits vorgetragen und ich unterstelle Ihnen auch eine Lüge, in dem Sie behaupten, Sie hätten „die Kindsmutter mehrfach darauf hingewiesen, dass ein regelmäßiger Umgang mit ihrer Tochter stattfinden und sie diesen fördern muss“). Der beste Beleg des Totalversagens ist der angebliche Verlust von Akten. Sie wissen selbst, dass eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu nichts führen wird. Nur sind Sie persönlich dafür verantwortlich, dass in meinem und in vielen anderen Fällen die Kindesentfremdungsstrategien der KM glücken. Dies ist sicherlich kein justiziabler Rechtsverstoß (höchsten Amtshaftungsansprüche), sollte Ihnen aber zu denken geben.

Aus einem Brief eines Vaters an das Jugendamt München, gefunden bei Facebook, 8. Februar 2018


Morast der möglichen Willkür

Doch bei noch nicht einmal 20 % der Inobhutnahmen durch die Jugendämter liegt auch nur der Verdacht auf Gewalt oder Missbrauch vor. Stattdessen werden in der überwältigenden Mehrzahl der Fälle die Kinder aus dem Familien gerissen, weil nach Meinung der Jugendämter die Eltern überfordert oder einfach nicht erziehungsgeeignet sind. Mit der Kaugummiformulierung „Kindeswohlgefährdung“ lässt sich nämlich alles und jedes begründen. Unser Rechtsstaat verlässt mit einer solchen Formulierungsvorgabe den Weg der berechenbaren Rechtssicherheit und begibt sich in den Morast der möglichen Willkür!

Rechtstipp, 21. März 2018

Ombudsperson für Schlichtung

Wolfgang Seelbach, Kreistagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen glaubt, dass manche Entscheidung des Jugendamtes nur besser erläutert werden müsse. „Das ist aber nur selten möglich, wenn die Emotionen hochkochen.“ Darum solle möglichst eine Ombudsperson solche Auseinandersetzungen schlichten. Im Idealfall könne eine Partei in einem Sorgerechtsverfahren die Ombudsperson anrufen. Dann werde geschlichtet.

Märkische Allgemeine, 27. März 2018


Keine Fehler des Jugendamtes

Der Prozess gegen die beiden Hauptbeschuldigten im Staufener Missbrauchsfall ist terminiert: Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte, die den heute neunjährigen Jungen selbst missbraucht und ihn zur Vergewaltigung angeboten haben, müssen sich in einem gemeinsamen Prozess zwischen dem 11. Juni und dem 16. Juli auf der Anklagebank des Landgerichts in Freiburg verantworten. Angesetzt sind zehn Verhandlungstage.

Unterdessen hat in dieser Woche das Regierungspräsidium (RP) Freiburg das Ergebnis der Prüfung des Jugendamts des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald bekanntgegeben. Schwerpunkt der Prüfung war dabei der Ablauf des Kinderschutzverfahrens sowie die Prozessführung im familiengerichtlichen Verfahren. "Dabei konnten keine Fehler des Jugendamtes festgestellt werden", teilte das RP mit, das den Bericht dem Innenministerium und dem Landratsamt übersandt habe.


Badische Zeitung, 1. April 2018

Eltern sprechen von Terror

Die Geschichte der Familie Pabst beginnt im November vergangenen Jahres. Wegen einer Reihe von Problemen geben Sandra und Dennis Pabst ihre Kinder in die Obhut des Jugendamtes. Sie leben erst einmal in der Jugendhilfe-Einrichtung „Vier Linden“. Am 5. Januar kommen die Kinder nach Hause. Was danach geschieht, bezeichnet das Paar als „Terror“.

Wümme-Zeitung, 3. Mai 2018 

Staatsanwalt ermittelt gegen Jugendamtsmitarbeiter

Jugendämter nehmen Kinder in Obhut, wenn es ihnen in ihrer Familie nicht gut geht. Auch Timothy (10), der Sohn von Andreas O. (43) aus Oberbärenburg, lebt heute im Heim. Sehen darf der Vater ihn nur alle drei Wochen. Doch die Gründe sind mehr als fraglich. Nun ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft gegen den zuständigen Jugendamtsmitarbeiter!

Bild, 3. Mai 2018


Wende in Sorgerechtsstreit

Im Fall eines elfjährigen Jungen, dessen Vater wiederholt die Arbeit des Jugendamtes Havelland kritisiert hatte, hat es eine überraschende Wende gegeben. Durch den Bericht eines Polizeibeamten über ein Gespräch mit dem Jungen, der dem Amtsgericht bei einer neuerlichen Verhandlung am 7. Mai vorlag, hat es eine Entscheidung im Sinne des Vaters gegeben.

Der Vater Karsten K. versucht seit Jahren, vor Gericht ein gemeinsames Sorgerecht und die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts für seinen Sohn zu erstreiten. Die Eltern waren nie verheiratet, hatten einige Jahre zusammen gelebt und sich 2009 getrennt.


Wieder weiße Bettlaken?

Fünf Jahre ist es her, dass zum ersten Mal weiße Bettlaken aus den Fenstern einiger Berliner Jugendämter hingen. Die weiße Fahne als Zeichen der Kapitulation. Gute Kinderschutzarbeit sei nicht mehr zu leisten, hieß es schon damals. Zu viele Fälle, zu wenige Sozialarbeiter, die sich um die Familien kümmern. Schließzeiten wurden eingerichtet, um liegengebliebene Arbeit abzutragen. Einige Stellen mehr wurden finanziert. Doch rund läuft es in den Jugendämtern noch immer nicht.

Berliner Kurier, 19. Mai 2018

Jugendämter strenger überwachen

Die Jugendämter müssen strenger überwacht werden und brauchen verbindliche Regeln für ihre Arbeit: Das fordert der grüne Sozialexperte Thomas Poreski als Konsequenz der Missbrauchsfälle von Staufen. Er sieht sich durch Auskünfte des Sozialministeriums zu dem Fall bestätigt. Ein heute Neunjähriger wurde bei Freiburg jahrelang mehrfach sexuell missbraucht, obwohl Jugendamt und Gerichte die Familie bereits im Fokus hatten.

Schwäbische, 26. Mai 2018

Hört sich wie ein schlechter Scherz an, ist aber wohl keiner

Sozialsenatorin Anja Stahmann will vor den Sommerferien den Prozess zur Entlastung von Fallmanagern im Jugendamt in Gang bringen. Vorbild könnte Hamburg sein, dort wurden rund 76 Stellen geschaffen.

Weserkurier, 3. Juni 2018

Doppelspitze für Jugendamt in Gießen

Als erste städtische Behörde soll das Jugendamt eine Doppelspitze erhalten. Mit der Einrichtung einer zweiten Leitungsstelle reagiere die Stadt auf die stark gestiegene Aufgabenfülle, sagte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) auf GAZ-Anfrage. Denkbar sei ein solches Vorgehen auch in anderen Ämtern. Die kürzlich veröffentlichte Ausschreibung ist auch eine Reaktion auf die Kritik an der Arbeit des Jugendamts. Im Fokus stand dabei der Allgemeine Soziale Dienst (ASD). In dieser Abteilungsleitung solle es indes keine Änderungen geben, erläuterte Weigel-Greilich.
Gießener Allgemeine, 12. Juni 2018


Großeltern üben scharfe Kritik
Es geht nicht, wie in der Studie (eine Befragung von bundesweit 652 Jugendamts-Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, d. Red.) berichtet, um Überlastung von Mitarbeitern, sondern vielmehr um ein System zum Entzug von Kindern. Mehr Quantität bedeutet nicht gleichzeitig eine Erhöhung der Qualität der Kinder- und Jugendhilfe. Leider!
Mittlerweile werden bei über 84 000 Inobhutnahmen jährlich Kinder ihren Familien entzogen, wobei auch mehrere betroffen sein können. Ein Großteil dieser Inobhutnahmen soll unbegründet sein. Jahr für Jahr werden damit etwa 160 000 Elternteile, 320 000 Großeltern und weitere Tanten, Onkel und Verwandte von den Jugendämtern und leider auch von einer oftmals wenig qualifizierten Familiengerichtsbarkeit als erziehungsunfähig deklariert, um betroffene Kinder Heimen und Pflegestellen zuzuführen.

Cuxhavener Zeitung, 14. Juni 2018

Verein will Brücken bauen

Sie sind wütend, hilflos, manche schämen sich: Wenn das Jugendamt ihnen ihre Kinder »wegnimmt«, reagieren Eltern sehr emotional. In Gießen gelingt es vielen von ihnen im Lauf der nächsten Wochen, die Gründe und möglichen Auswege ruhiger zu betrachten. Zu verdanken ist das dem »Beratungsangebot für Herkunftsfamilien«, das die Aktion Perspektiven im Auftrag der Jugendämter von Stadt und Kreis vor dreieinhalb Jahren gestartet hat. Die Erfolge seien beachtlich, die Zusammenarbeit positiv, sagten Vertreterinnen des Vereins und der Jugendämter bei einem Pressegespräch.

Gießener Allgemeine, 21. Juni 2018

Kind im Internet angeboten

Dem Jugendamt und zwei beteiligten Gerichten wird vorgeworfen, den heute neun Jahre alten Jungen nicht geschützt zu haben. Sie hatten entschieden, dass er bei seiner Familie bleiben solle, obwohl es Anzeichen für eine Gefährdung des Kindes gab. Angeklagt sind die 48 Jahre alte Mutter des Kindes sowie ihr 39 Jahre alter Lebensgefährte, beides Deutsche (Az.: 6 KLs 160 Js 30250/17). Sie haben gestanden, den in Staufen lebenden Jungen mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen zu haben. Ein Urteil soll es Gerichtsangaben zufolge bis Anfang August geben.

Merkur, 5. Juli 2018

Mehr Geld für ein schlechtes System?

Wenn ein System schlecht ist, steigert man die Zahl der Beschäftigten in diesem System und bezahlt jeden Beschäftigten besser? Diese Frage muss man sich stellen, wenn man hört und liest, was Jugendamtsmitarbeiterinnen und Jugendamtsmitarbeiter fordern, die in diesen Tagen in Berlin auf die Straße gegangen sind. Sie wollen 140 neue Stellen und werfen der Politik Versagen vor.


Jugendämter greifen häufiger ein

Mitarbeiter der hessischen Jugendämter wurden im vergangenen Jahr häufiger alarmiert, um eine Gefährdung von Kindern in der Familie zu überprüfen. In knapp 10 800 Fällen waren die Experten im Einsatz, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist ein Anstieg um neun Prozent im Jahresvergleich.

Wiesbadener Tagblatt, 12. Juli 2018

Da traut man seinen Augen nicht

Ein Jugendamt schafft den Sprung in das "Zeit"-Magazin Verbrechen!

Hier weiterlesen, 19. Juli 2018

Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Hallo liebe Leute da draußen,
uns wird Kindeswohl Gefährdung vorgeworfen da ich Vater 2 junge Töchter sie angeblich mehr mals geschlagen soll habe was Oberhaupt nicht stimmt das Jugendamt hat sie einfach rausgeholt obwohl nicht mal gebrüft wurde ob es wirklich stimmt. Genauso werden uns vorgeworfen das wir kaum Termine wahr nehmen würden was auch gelogen ist haben manche vergessen aber angerufen und nachgeholt muss dazu sagen das wir Psychische Probleme haben aber auch das tun wir behandeln lassen auch Arbeiten tun wir mit dem zuständigen Jugendamt dicht zusammen aber man wird von dehnen nur Angelogen wie das alles super läuft und keine Probleme, imoment sind alles richtige Verarschereien und das 26316 Vareler Jugendamt begründet es das es seit Jahren anderen Grenze gewesen sei warum hat uns dan keiner das gesagt dan hätten wir dran Arbeiten können aber stattdessen lügen sie uns Kackendreist ins Gesicht weiß gar nicht mehr was wir noch tun sollen Kinder haben alles bekommen was sie gebraucht haben klar manchmal musste ich lauter werden aber das ist immer noch kein Grund zur Kindes Entnahme oder danke.

Heinz-Peter Tjaden hat gesagt…

wer hat denn behauptet, dass sie ihre kinder schlagen? das jugendamt von sich aus? aufgrund eines hinweises? dürfen sie ihre kinder sehen? begleitet oder unbegleitet?