Samstag, 12. Mai 2018

Jugendämter 2018

Eltern wollen Jugendamt besetzen

Für die Jugendamtsleitung im Havelland und den Jugend- und Sozialdezernenten des Landkreises, Wolfgang Gall (CDU), wird das eine ganz neue Situation. Empörte Eltern wollen am 31. Januar das Jugendamt des Kreises besetzen und gleichzeitig vor dem Behördengebäude demonstrieren.

Märkische Allgemeine, 10. Januar 2018

Totales Versagen

Als Rechtsanwalt: Ich bin doch sehr erstaunt wie im JA gelogen wird, wie Sie und Ihre Kollegin eindeutig PRO KM gehandelt haben (die Argumente habe ich bereits vorgetragen und ich unterstelle Ihnen auch eine Lüge, in dem Sie behaupten, Sie hätten „die Kindsmutter mehrfach darauf hingewiesen, dass ein regelmäßiger Umgang mit ihrer Tochter stattfinden und sie diesen fördern muss“). Der beste Beleg des Totalversagens ist der angebliche Verlust von Akten. Sie wissen selbst, dass eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu nichts führen wird. Nur sind Sie persönlich dafür verantwortlich, dass in meinem und in vielen anderen Fällen die Kindesentfremdungsstrategien der KM glücken. Dies ist sicherlich kein justiziabler Rechtsverstoß (höchsten Amtshaftungsansprüche), sollte Ihnen aber zu denken geben.

Aus einem Brief eines Vaters an das Jugendamt München, gefunden bei Facebook, 8. Februar 2018


Morast der möglichen Willkür

Doch bei noch nicht einmal 20 % der Inobhutnahmen durch die Jugendämter liegt auch nur der Verdacht auf Gewalt oder Missbrauch vor. Stattdessen werden in der überwältigenden Mehrzahl der Fälle die Kinder aus dem Familien gerissen, weil nach Meinung der Jugendämter die Eltern überfordert oder einfach nicht erziehungsgeeignet sind. Mit der Kaugummiformulierung „Kindeswohlgefährdung“ lässt sich nämlich alles und jedes begründen. Unser Rechtsstaat verlässt mit einer solchen Formulierungsvorgabe den Weg der berechenbaren Rechtssicherheit und begibt sich in den Morast der möglichen Willkür!

Rechtstipp, 21. März 2018

Ombudsperson für Schlichtung

Wolfgang Seelbach, Kreistagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen glaubt, dass manche Entscheidung des Jugendamtes nur besser erläutert werden müsse. „Das ist aber nur selten möglich, wenn die Emotionen hochkochen.“ Darum solle möglichst eine Ombudsperson solche Auseinandersetzungen schlichten. Im Idealfall könne eine Partei in einem Sorgerechtsverfahren die Ombudsperson anrufen. Dann werde geschlichtet.

Märkische Allgemeine, 27. März 2018


Keine Fehler des Jugendamtes

Der Prozess gegen die beiden Hauptbeschuldigten im Staufener Missbrauchsfall ist terminiert: Die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte, die den heute neunjährigen Jungen selbst missbraucht und ihn zur Vergewaltigung angeboten haben, müssen sich in einem gemeinsamen Prozess zwischen dem 11. Juni und dem 16. Juli auf der Anklagebank des Landgerichts in Freiburg verantworten. Angesetzt sind zehn Verhandlungstage.

Unterdessen hat in dieser Woche das Regierungspräsidium (RP) Freiburg das Ergebnis der Prüfung des Jugendamts des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald bekanntgegeben. Schwerpunkt der Prüfung war dabei der Ablauf des Kinderschutzverfahrens sowie die Prozessführung im familiengerichtlichen Verfahren. "Dabei konnten keine Fehler des Jugendamtes festgestellt werden", teilte das RP mit, das den Bericht dem Innenministerium und dem Landratsamt übersandt habe.


Badische Zeitung, 1. April 2018

Eltern sprechen von Terror

Die Geschichte der Familie Pabst beginnt im November vergangenen Jahres. Wegen einer Reihe von Problemen geben Sandra und Dennis Pabst ihre Kinder in die Obhut des Jugendamtes. Sie leben erst einmal in der Jugendhilfe-Einrichtung „Vier Linden“. Am 5. Januar kommen die Kinder nach Hause. Was danach geschieht, bezeichnet das Paar als „Terror“.

Wümme-Zeitung, 3. Mai 2018 

Staatsanwalt ermittelt gegen Jugendamtsmitarbeiter

Jugendämter nehmen Kinder in Obhut, wenn es ihnen in ihrer Familie nicht gut geht. Auch Timothy (10), der Sohn von Andreas O. (43) aus Oberbärenburg, lebt heute im Heim. Sehen darf der Vater ihn nur alle drei Wochen. Doch die Gründe sind mehr als fraglich. Nun ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft gegen den zuständigen Jugendamtsmitarbeiter!

Bild, 3. Mai 2018

Wende in Sorgerechtsstreit

Im Fall eines elfjährigen Jungen, dessen Vater wiederholt die Arbeit des Jugendamtes Havelland kritisiert hatte, hat es eine überraschende Wende gegeben. Durch den Bericht eines Polizeibeamten über ein Gespräch mit dem Jungen, der dem Amtsgericht bei einer neuerlichen Verhandlung am 7. Mai vorlag, hat es eine Entscheidung im Sinne des Vaters gegeben.

Der Vater Karsten K. versucht seit Jahren, vor Gericht ein gemeinsames Sorgerecht und die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts für seinen Sohn zu erstreiten. Die Eltern waren nie verheiratet, hatten einige Jahre zusammen gelebt und sich 2009 getrennt.

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