18. Dezember 2013
Haasenburg wird geschlossen
Die umstrittenen Kinder- und Jugendheime der Haasenburg GmbH müssen bis zum 20. Dezember geschlossen werden. Ein entsprechender Bescheid sei dem Betreiber am Freitag zugestellt worden, berichtete das Ministerium in Potsdam.
taz, 18. Dezember 2013
14. November 2013
TG Wilschenbruch wird geschlossen
Die Therapeutische Gemeinschaft wird geschlossen, rund 30 Vollzeitstellen werden vernichtet, der Trägerverein der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg wird mehrere 100 000 Euro an Abfindungen zahlen müssen. Die hat er nicht. Deshalb sollte sich der Paritätische Wohlfahrtsverband an den Kosten der Schließung beteiligen. Denkt sich Serdar Saris, seit Sommer 2012 Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg und Geschäftsführer der Step gGmbH Hannover. Steht so in der “Landeszeitung für die Lüneburger Heide” von heute.
Der Mann hat Humor. Hilfreich könnte vielleicht eine Energiefeldtherapie bei Heidrun G. sein, die zum Leitungsteam der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gehört hat und Klientinnen und Klienten mit großem Erfolg von Störungen frei klopfte. Wurde jedenfalls jahrelang auf den Internet-Seiten der Einrichtung behauptet, bis diese Methode vom Kostenträger verboten wurde. Weil sie so erfolgreich war?
6. November 2013
Haasenburg-Einrichtungen werden geschlossen
Spiegel online, 6. November 2013
4. November 2013
Von der Haasenburg in die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch
Kyra K. (Name geändert) ist von 2007 bis 2009 in der Haasenburg gewesen und war die Freundin des Mädchens, das aus dem dritten Stock gefallen ist. Dann kommt sie in die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) und bringt dort 2010 einen Jungen zur Welt, der ihr nach drei Wochen vom damaligen TG-Leiter Ruthard Stachowske weggenommen wird. Begründung: “Du bist eine schlechte Mutter und eine Strafe für dein Kind.” Bis heute darf sie ihr Kind nicht sehen. Kyra K. kämpft um ein Wiedersehen mit ihrem Jungen.
9. Oktober 2013
Sexueller Missbrauch in Bruderhaus-Stiftung
»Wir bitten alle Betroffenen hierfür um Entschuldigung«, sagte Günter Braun vom
Diakonie-Vorstand am Mittwoch in Reutlingen. Kinder und Jugendliche in Heimen
der Bruderhaus-Stiftung hätten in den 1950er und 1960er Jahren Demütigungen,
Schläge und in drei Fällen sexuellen Missbrauch durch Betreuer oder andere
Heimbewohner erfahren. Die Vorwürfe zu den Sexualdelikten richten sich unter
anderem gegen einen ehemaligen Pfleger, der für zwei Jahre am »Oberlinheim« in
Reutlingen gearbeitet hatte.
Reutlinger General-Anzeiger, 9. Oktober 2013
4. Oktober 2013
Antonya will nicht ins Heim zurück
Ein Heimkind hat ein blog eingerichtet, die Kleine berichtet über ihre Erfahrungen, ein Bekannter hat ein
gefilmtes Gespräch mit der 13-Jährigen Ende September 2013 ins Netz gestellt, das bisher knapp 300 Mal angeschaut worden ist. Die Zeitungen berichteten über diesen Fall, weil die Familie nach Polen geflüchtet ist.
Antonya will nach Hause, 4. Oktober 2013
26. September 2013
13-Jährige aus Heim ausgerissen - Familie in Polen
Das 13-jährige Mädchen war Ende August aus einem Kinderheim ausgerissen, um zu seiner Familie zurückzukehren. Seit einigen Tagen hält sich die deutsche Familie in Polen auf und will nicht nach Deutschland zurückkehren. Sie fürchte, die Behörden könnten das Mädchen erneut in ein Heim stecken, sagte ein Sprecher der polnischen Gesellschaft „Eltern gegen Diskriminierung von Kindern in Deutschland“.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 25. September 2013
22. September 2013
Studie belegt Missbrauchsvorwürfe
Die Missbrauchsvorwürfe gegen Kinderheime im Rheingau bestehen schon eine ganze Weile.
Der Westen, 15. September 2013
13. August 2013
13-Jähriger auf der Flucht
Die Geschichte beginnt in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG). Im Jahre 2000 flüchtet eine Mutter aus der Einrichtung, sie kehrt mit ihrer Mutter zurück, will ihr Baby abholen. Der Junge ist weg. Der damalige TG-Leiter Ruthard Stachowske sagt: “Du siehst dein Kind nie wieder.”
In diesen Tagen ist dieses Kind aus einem Heim in Eckernförde abgehauen. Mit einem Kumpel, der wieder zurück ist. “Die Leute sind mir zu gefährlich”, soll er gesagt haben. “Die Leute” sind nach seinen Angaben Jugendliche aus Flensburg, die sich auf dem Alten Friedhof treffen. Denen soll sich der 13-Jährige angeschlossen haben.
21. Juli 2013
Familien werden ausgesperrt
Nun bekommt Kommissar Internet oft Post von einem Großvater aus Salzbergen.
Auch Schreiben kann Therapie sein. Die Enkelin von Dieter G. ist in Münster im
Sankt-Mauritz-Kinderheim im Alter von zwei Monaten gestorben. Heute fragt er
sich: “Wie naiv müssen wir gewesen sein, als wir Hilfe beim Jugendamt von Rheine
gesucht haben?”
Ein
Baby ist tot, 21. Juli 2013
19. Juli 2013
Ein Baby stirbt im Sankt-Mauritz-Kinderheim
Kommissar Internet hat heute einen Anruf von einem Großvater bekommen. Er wies auf diesen Artikel hin:
"Das kleine Mädchen ist nur zwei Monate alt geworden. Ausgerechnet im Eltern-Kind-Haus der Jugendhilfeeinrichtung in St. Mauritz starb es. Der Großvater des Kindes erhebt jetzt schwere Vorwürfe. Er sagt, er habe das Jugendamt immer wieder auf die Probleme seiner Tochter hingewiesen."
Hier weiterlesen
Mit diesem Heim hat sich Kommissar Internet schon beschäftigt.
Beispielsweise hier
Und hier
Weitere Informationen folgen. Der Großvater sagt: "Wenn wir gewusst hätten, was passiert, hätten wir uns nie an das Jugendamt gewendet."
6. Juli 2013
Drei Kinder flüchten aus Heim
Drei Burschen im Alter von 15 bzw. 16 Jahren sind nach angeblichen
Misshandlungen aus einem umstrittenen Kinder- und Jugendheim im deutschen
Brandenburg geflüchtet. Der Anwalt der Jugendlichen hat am Freitag schwere
Vorwürfe in Richtung des Heim-Betreibers erhoben. "Es gab eine Vielzahl von
Gewalttaten, Fixierungen am Boden und vor allem Demütigungen", sagte der
Hamburger Familienrechtler Rudolf von Bracken.
Der Standard, 5. Juli 2013
12. Juni 2013
"Zeichen der Unterstützung"
Hannover. Der Beirat der niedersächsischen Anlauf- und Beratungsstellen für
ehemalige Heimkinder wurde heute in Hannover gegründet. Er wird die Betroffenen
dabei unterstützen, individuelle Leistungen geltend zu machen.
„Wir geben damit ehemaligen Heimkindern, die in der Zeit zwischen 1949 und
1975 in einem Heim untergebracht waren und dort viel Leid und Unrecht erfahren
haben, ein deutliches Zeichen der Unterstützung”, sagte Niedersachsens
Sozialministerin Cornelia Rundt anlässlich der konstituierenden Sitzung.
Pressemitteilung
des niedersächsischen Sozialministeriums, 12. Juni 2013
1. Juni 2013
Heimkinder erneut gedemütigt
Von 2008 bis 2010 tagte der „Runde Tisch Heimerziehung“ (RTH) unter Vorsitz
der Pastorin Antje Vollmer. Die meisten Opfer, die sich öffentlich zu Wort
melden, fühlen sich von ihr und dem RTH „über den Tisch gezogen“ und erneut
gedemütigt.
Readers Edition, 1. Juni 2013
15. April 2013
Sozialpädagoge verleumdet immer wüster
Den ersten Beitrag, den Ruthard Stachowske auf seinen Seiten über meine angeblichen Beziehungen zu Eltern veröffentlicht hat, die ihren Kindern Schlimmes angetan haben sollen, löschte dieser Sozialpädagoge sofort wieder, weil ich gegen ihn Strafantrag gestellt hatte. Dieser Beitrag liegt der Staatsanwaltschaft von Lüneburg vor, das Ermittlungsverfahren ist eingeleitet worden.
Auch den Beitrag, den dieser dreisteste Sozialpädagoge Deutschlands jetzt veröffentlicht hat, werde ich an die Staatsanwaltschaft von Lüneburg weiterleiten.
Hier weiterlesen, 15. April 2013
14. April 2013
Immer wieder Anfragen von Missbrauchsopfern
Auch mehr als drei Jahre nach den ersten Meldungen über sexuellen Missbrauch
innerhalb der Katholischen Kirche erreichen den zuständigen Arbeitsstab beim
Erzbistum Paderborn immer wieder Anfragen. Ansprechpartner für die Opfer ist
Manfred Frigger, ehemaliger Leiter der Eheberatung.
Neue Westfälische, 13. April 2013
5. April 2013
Erst Heim - dann Pflegefamilien
Eine Chemnitzer Autorin erzählt die Lebensgeschichte von Sieglinde Helmsdorf.
Die Tochter von sogenannten asozialen KZ-Häftlingen verbrachte ihre Kindheit und
frühe Jugend in Kinderheimen und drei Pflegefamilien.
Freie Presse, 5. April 2013
25. März 2013
Die Wahngebilde eines Sozialpädagogen
Der Kreis der Betroffenen reicht inzwischen bis in die Gründerjahre dieser Einrichtung, die bis Anfang Juli 2011 von Ruthard Stachowske geleitet worden ist.
Wenn diesem Sozialpädagogen in diesem Zusammenhang die beiden “Tatort”-Folgen aus Hannover einfallen, dann sollte dieser Mann dringend auf Wahngebilde untersucht werden. Seine Ausführungen zur Kinderporno-Industrie sind nicht nur krankhaft, sondern auch wüste Verleumdung, die nicht mehr gesteigert werden kann. Über die Opfer seiner Therapiemethoden derart herzuziehen, ist dermaßen widerwärtig, dass dieser Sozialpädagoge als Angestellter der Sucht- und Jugendhilfe keine Sekunde mehr zu halten ist. Auch als Honorarprofessor der Evangelischen Hochschule ist er nicht mehr tragbar.
12. März 2013
Wichtiges Thema bei Papst-Wahl
Unter den Papabili, den Favoriten bei der Papst-Wahl, und den wählenden Kardinälen gibt es sowohl Vertuscher wie Aufklärer. Auf der einen Seite ist das Lager um die italienischen Kardinäle Tarcisio Bertone und Angelo Scola, welche sich in erster Linie um das Ansehen der Kirche Sorgen machen. Scola, der laut der Zeitung «La Repubblica» schon in den Vorgesprächen zum Konklave etwa 40 der nötigen 77 Stimmen für sich gewonnen hat, spricht im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen Kirchenleute von «lügnerischen Anschuldigungen».
Blick, 12. März 2013
2. Februar 2013
Kleine Entschädigung für großes Leid
Sie wurden in einen engen Raum gesperrt, der durch die nebenan schlagende dicke Glocke erbebte, wurden geprügelt und teilweise, Mädchen wie Jungen, vergewaltigt. Die einen mussten mitansehen, wie eine Epileptikerin bei Anfällen die Treppe heruntergeworfen wurde, andere mussten ihre Notdurft vor aller Augen verrichten.
18. Januar 2013
Überall Sexualverbrechen
Es war eine katholische Hotline. Doch obwohl sich die Deutsche Bischofskonferenz
damit von März 2010 bis Dezember 2012 eigens für die Erfahrungsberichte von
Missbrauchsopfern aus dem kirchlichen Bereich geöffnet hatte, gab es auch
zahlreiche Hinweise auf Sexualverbrechen in staatlichen Einrichtungen sowie in
Familien. Von den 1207 Delikten, die den Mitarbeitern der Lebensberatung im
Bistum Trier bei dieser bundesweiten Anlaufstelle geschildert wurden, fanden 407
nicht im katholischen Raum statt. Gut 50 ereigneten sich im Gesundheitswesen,
mehr als 300 in Familien oder deren Umfeld. In den Familien scheint die Schwere
der Verbrechen am größten zu sein: Der Anteil von Penetrationen bei
Minderjährigen war in den Opferberichten hier mit rund 70 Prozent deutlich höher
als bei Schilderungen aus kirchlichen Bereichen, wo er zwischen 30 bis 40
Prozent lag.
Hamburger Abendblatt, 18. Januar 2013
17. Januar 2013
Nachrichten aus einem Kinderheim in Rumänien
Entlasst Serdar Saris (ehemals Fraktionsvorsitzender der Grünen in der
Regionsversammlung Hannover) als Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe
Lüneburg, der auf Fragen doch nur mit der Einschaltung von
Automaten
für gelogene Antworten reagiert – und stellt Gisela van der Heijden wieder
ein, damit die endlich ihre Arbeit zuende macht!
Ein
Kinderheim in Cund (Rumänien), 17. Januar 2013
10. Januar 2013
Katholische Kirche an Aufklärung nicht interessiert?
Jetzt hat die katholische Kirche Christian Pfeiffer vom Kriminologischen
Institut Niedersachsen den Aufklärungsstuhl vor die Wissenschaftstür gestellt –
und fast alle Printmedien (die sich gern als Qualitätserzeugnisse sehen) drucken
dazu eine Meldung ab, die von der Deutschen Presseagentur stammt. Darin heißt
es: “Die katholische Kirche hatte mit dem Forschungsprojekt auf den
Missbrauchsskandal reagiert, der sie 2010 erschüttert hatte.”
Würde bedeuten: Die Petitionen, die Heimkinder an den Petitionsausschuss des
Deutschen Bundestages geschickt haben, um endlich eine breite öffentliche
Diskussion in Gang zu setzen, erschütterten die katholische Kirche weder 2006
noch 2007, auch nicht 2008 und nicht 2009.
Seit
wann ist die katholische Kirche erschüttert?, 10. Januar 2013
9. Januar 2013
Katholische Kirche zieht Auftrag zurück
Die katholische Kirche zieht die Bremse: Sie hat dem Kriminologischen
Forschungsinstitut Niedersachsen den Auftrag entzogen, den jahrzehntelangen
sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in ihren Einrichtungen
wissenschaftlich zu untersuchen. Beide Seiten erheben schwere Vorwürfe
gegeneinander.
Deutschlandfunk, 9. Januar 2013